Neues Naturdenkmal: 60-Tonnen-Findling an Wedeler Strand gekrant

Stein gehört zu den ältesten Großfindlingen Deutschlands und lag mindestens 130.000 Jahre vor Wedel in der Elbe.

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Der Schwimmkran „Enak 600“ hatte den Stein vom Elbgrund vor Wedel geborgen und legte ihn am Wedeler Elbstrand beim „Willkomm Höft“ ab. Foto: Stadt Wedel/Kamin
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Der Schwimmkran „Enak 600“ hatte den Stein vom Elbgrund vor Wedel geborgen und legte ihn am Wedeler Elbstrand beim „Willkomm…
Der vor Wedel gefundene Findling aus der Eiszeit hat seinen neuen Platz am Wedeler Elbstrand eingenommen. Foto: Stadt Wedel/Kamin
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Der vor Wedel gefundene Findling aus der Eiszeit hat seinen neuen Platz am Wedeler Elbstrand eingenommen. Foto: Stadt…
Der Schwimmkran „Enak 600“ hatte den Stein vom Elbgrund vor Wedel geborgen und legte ihn am Wedeler Elbstrand beim „Willkomm Höft“ ab. Foto: Stadt Wedel/Kamin
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Der Schwimmkran „Enak 600“ hatte den Stein vom Elbgrund vor Wedel geborgen und legte ihn am Wedeler Elbstrand beim „Willkomm Höft“ ab. Foto: Stadt Wedel/Kamin
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Der Schwimmkran „Enak 600“ hatte den Stein vom Elbgrund vor Wedel geborgen und legte ihn am Wedeler Elbstrand beim „Willkomm…
Der Wedeler Museumsleiter Holger Junker plant museumspädagogische Angebote für Kinder an der neuen Attraktion am Elbstrand. Foto: Stadt Wedel/Kamin
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Der Wedeler Museumsleiter Holger Junker plant museumspädagogische Angebote für Kinder an der neuen Attraktion am Elbstrand.…

Die Stadt Wedel ist um ein weiteres Wahrzeichen reicher. Kurz vor 11 Uhr am Morgen des 19. Februar 2020 legte der Schwimmkran „Enak 600“ der Lührs Schifffahrt GmbH & Co. KG im Auftrag des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Hamburg einen rund 60 Tonnen schweren Findling aus der Elbe am Wedeler Hundestrand ab.

Der Findling war im Herbst 2019 bei den Arbeiten zur Elbvertiefung in 16,60 Meter Tiefe vor dem Fährmannsander Watt entdeckt und der Stadt Wedel angeboten worden. Nach Rücksprache mit den zuständigen Gremien hatte die Stadt das Angebot gern angenommen.  Da die Solltiefe der Fahrrinnenvertiefung bei 17,30 Meter liegt, konnte der Stein  nicht am Grund der Elbe verbleiben.  Über die umfangreichen Bau- und Kompensations- und Beweissicherungsmaßnahmen informieren die Webseiten www.fahrrinnenanpassung.de und www.portaltideelbe.de.

Nachdem der Schwimmkran mit Unterstützung des Schleppers „Arion“ um 3 Uhr morgens im Hamburger Hafen aufgebrochen war, konnte er die Bergungsarbeiten gegen 6 Uhr  beginnen. Mit Sonnenaufgang erblickte der Findling dann das Licht der Welt und wurde elbaufwärts zum Ablageort am Wedeler Hundestrand in unmittelbarer Nähe der weltberühmten Schiffsbegrüßungsanlage „Willkomm Höft“ transportiert. „Wir sind sehr froh, dass alles so reibungslos funktioniert hat und auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Wedel sehr gut geklappt hat“, sagte Dr.-Ing. Claudia Thormählen, die für das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg die Aktion direkt auf dem Schwimmkran mitverfolgt hatte, im Anschluss.

Der Leiter des Wedeler Stadtmuseums, Holger Junker, der der Ankunft des Findlings am Ufer beiwohnte, schätzt, dass der Findling mit der vorletzten Eiszeit, also etwa in einer Zeit von 300.000 bis 130.000 Jahre vor Christus in die Elbe gelangt sein muss. Vermutlich sei der Stein aus dem skandinavischen Raum als Geschiebe nach Wedel transportiert worden. Damit dürfte der Wedeler Findling genau wie der Alte Schwede in Hamburg zu den ältesten Großfindlingen in Deutschland gehören.

Die Stadt Wedel wird nun genau beobachten, ob und wie sich der Findling, der im Überflutungsgebiet liegt, setzt und ob zusätzliche Sicherungen notwendig sind, um eine dauerhafte Standfestigkeit zu gewährleisten. Bereits am Mittwoch hatten erste Standsicherheitskontrollen stattgefunden.

„Die Stadt Wedel freut sich über diese neue Attraktion am Elbstrand und sieht, dass der Stein jetzt schon erste Neugierige anlockt. Wir sind sehr froh, dass uns das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt dieses Angebot gemacht hat und bedanken uns für die tolle Zusammenarbeit“, sagte Bürgermeister Niels Schmidt. Da der Stein derzeit noch namenlos ist, denkt die Stadt Wedel zudem über einen Namensgebungswettbewerb nach. Museumsleiter Holger Junker kann sich darüber hinaus vorstellen, den Stein auch für museumspädagogische Angebote für Kinder zu nutzen.

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