Porträt: Andrea Keller leitet Regionalpark Wedeler Au

Diplom-Ingenieurin ist seit August neue Geschäftsführerin des Vereins

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Andrea Keller ist die neue Geschäftsführerin des Regionalparks Wedeler Au e.V. der Regionalpark hat eine Größe von rund…
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Andrea Keller wird zusammen mit Doris Brandt (rechts) die anstehenden Projekte des Regionalparks Wedeler Au vorantreiben.…
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Der Regionalpark Wedeler Au – hier zu sehen die Wassererlebniszone an der Wedeler Au in Wedel - ist eine freiwillige…

Starke Besetzung für eine spannende Aufgabe: Mit Andrea Keller steht jetzt eine Landschaftsplanerin an der Spitze des Regionalparks Wedeler Au e.V., der seine Geschäftsstelle im Wedeler Rathaus hat. Die gebürtige Berlinerin trat ihren Dienst Mitte August als neue Geschäftsführerin an und will die erfolgreiche Arbeit der freiwilligen länderübergreifenden Kooperation, zu der sich acht Gemeinden Schleswig-Holsteins sowie der Bezirk Hamburg-Altona zusammengeschlossen haben, weiter vorantreiben.  

Seit knapp sechs Jahren lebt die 43-Jährige bereits in der Rolandstadt und hatte so ihr neues Aufgabenfeld bereits vor ihrem Amtsantritt fest im Blick – sowohl privat als auch fachlich: Die Diplom-Ingenieurin konnte nach dem Abschluss ihres Studiums zunächst in einem Hamburger Planungsbüro im Bereich der Beratung von Naturparkverwaltungen sowie der nachhaltigen Tourismusentwicklung arbeiten, bevor sie die letzten 15 Jahre in einem Hamburger Planungsbüro diverse naturschutzfachliche Gutachten schrieb sowie beratend in Hamburg und Umgebung tätig war. Mit ihrer Familie führte sie innerhalb der letzten Jahre bereits zahlreiche Radtouren und Familienausflüge innerhalb des Regionalparks durch.    

Den Grundstein für ihr Interesse an dem Regionalpark legte Andrea Keller bereits in ihrem Studium, bei dem Regionalentwicklung und Großschutzgebiete einen großen Stellenwert einnahmen. „Zwar ist der Regionalpark kein Schutzgebiet, jedoch thematisch eng verflochten mit Biosphärenreservaten, deren Ziel es ebenfalls ist, Schnittstellen zwischen Natur, Erholungs- und Wirtschaftsinteressen zu finden“, so Andrea Keller. Thematisch ist sie also sehr nah dran an den Aufgaben, die sie innerhalb des  Regionalparks erwarten. 

In der Geschäftsstelle wird Andrea Keller von Doris Brandt unterstützt, die bereits mit Kellers Vorgängerin den Ausbau des Projektes vorangetrieben hatte. „Wir sind ein Team und ich freue mich auf die Zusammenarbeit“ sagt Andrea Keller, die diese Expertise auf jeden Fall nutzen möchte.  

Auch mit der ehemaligen Geschäftsführerin Barbara Engelschall, die in ihre neuen Funktion von Hamburger Seite aus ebenfalls teilweise noch mit dem Regionalpark zu tun hat, will Keller sich weiter austauschen, um die richtigen Rezepte für einen erfolgreichen Regionalpark zu entwickeln.     

Ein erster Arbeitsschwerpunkt wird es sein, das Projekt „Biotopverbund in der Metropolregion Hamburg“ weiter voranzutreiben, bei dem der Regionalpark Wedeler Au e.V. neben dem Projektmanagement des Dachprojektes auch ein Teilprojekt innerhalb des Regionalparks leitet. Mit geeigneten Maßnahmen soll eine „grüne Infrastruktur“ gefördert werden, wodurch neben der Schaffung von Wegeverbindungen für Tiere und Pflanzen auch neue Naturerlebnisse geschaffen werden sollen.    Zunächst will sich die neue Geschäftsführerin allerdings auch ausreichend Zeit nehmen, um die Aufgaben zu sichten und dann zu sehen, wo zukünftig Schwerpunkte gesetzt werden können.  

Hintergrund Regionalpark Wedeler Au: 
Der Regionalpark ist eine freiwillige Kooperation der Städte und Gemeinden Wedel, Holm, Hetlingen, Heist, Appen, Halstenbek, Pinneberg und Schenefeld sowie des Bezirks Hamburg Altona. Er umfasst mit seinen 12.000 Hektar eine Landschaftsachse, die sich von der Elbe über den Klövensteen bis zur Pinnau und der Hetlinger Schanze erstreckt. Verbindendes Element und Namensgeber ist die Wedeler Au, die den Regionalpark von Osten nach Westen durchfließt. Gemeinsame Projekte sollen zwischen Natur, Naherholung und Wirtschaft vermitteln und sie nachhaltig fördern. 

Innerhalb des Regionalparks sind sieben Naturschutz  und FFH-Gebiete (Fauna-Flora-Habitatrichtlinie) eingebettet in eine gewachsene Kulturlandschaft aus u.a. Wiesen, Weiden, Forsten, Baumschulen sowie Parks, Stadt- und Dorfstrukturen. Diese landschaftliche Vielfalt, die von Binnendünen über Heiden, Moore, Marschland und Sandstrand besteht, bietet vielfältige Potenziale. Diese zu erhalten und zu fördern ist das zentrale Ziel des Regionalparks. 

Eines der jüngsten Projekte des Regionalparks ist die aktualisierte Fahrradroutenkarte, die in allen Rathäusern und Gemeindebüros des Regionalparks Wedeler Au kostenfrei erhältlich ist. (19. November 2018, Stadt Wedel/Kamin) 

Mit freundlicher Unterstützung von..