Premiere gelungen: von den Ochsen zu den Rittern

Buntes Treiben auf dem mittelalterlichen (Ochsen-)Markt begeistert die Besucherinnen und Besucher

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Dirk von Bandelstorff und Bruder Guntram - am Wochenende führen sie ein Ritterleben, gemeinsam mit vielen anderen schlugen sie Besucherinnen und Besucher des Ochsenmarktes in den Bann.
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Dirk von Bandelstorff und Bruder Guntram - am Wochenende führen sie ein Ritterleben, gemeinsam mit vielen anderen schlugen…
Zum Glück war mit Frederik Klein zumindest ein Landwirt mit Rindern beim Ochsenmarkt - Pauline Noah, Tine und Zoe trauten sich ganz nah ran.
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Zum Glück war mit Frederik Klein zumindest ein Landwirt mit Rindern beim Ochsenmarkt - Pauline Noah, Tine und Zoe trauten…
Bürgermeister Niels Schmidt gibt beim Rundgang den Ochsenmarkt-Händlern eigentlich immer einen Kurzen aus -  weil die Viehhändler fehlten, bekamen die mittelalterlichen Gesellen den Schluck.
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Bürgermeister Niels Schmidt gibt beim Rundgang den Ochsenmarkt-Händlern eigentlich immer einen Kurzen aus - weil die…
Im "Kleintierzelt" standen unter anderem die Jäger mit jeder Menge Infos parat.
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Im "Kleintierzelt" standen unter anderem die Jäger mit jeder Menge Infos parat., Im "Kleintierzelt" standen unter anderem die…
Also dieser jungen Dame haben Schwert und Schild so gut gefallen, dass sie auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder dabei sein will.
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Also dieser jungen Dame haben Schwert und Schild so gut gefallen, dass sie auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder dabei sein…

Machen wir uns nichts mehr vor: Der Wedeler Ochsenmarkt in alter Form ist tot. Was Jahrhunderte lang wichtiger Wirtschaftsfaktor war, als attraktives Volksfest und Touristen-Magnet lockte, wird vielleicht nicht wieder so sein "wie früher" mit feilschenden Händler, die eine Einigung über Rindviecher per Handschlag besiegeln und hinterher im großen Festzelt das Geschäft begießen - und abends tanzt die ganze Stadt auf dem Ochsenball. Die Gründe sind ganz einfach: Vieh wird kaum noch auf Märkten gehandelt, die veterinärrechtlichen Auflagen sind gewaltig - der Aufwand und die Kosten für einen Viehmarkt sind einfach zu hoch. Die Händler hatten sich in den letzten  Jahren mit städtischen Prämien die Anfahrt versüßen lassen - eine Viehseuche führte dazu, dass (wieder einmal) der große Auftrieb ausfiel.

Doch es gibt Hoffnung. Der Ochsenmarkt muss nicht sterben, sondern sich lediglich wandeln, um ein Höhepunkt in städtischen Leben zu bleiben. Und in diesem Jahr wurde der Anfang gemacht. "Mittelalterlich Volk" tauchte auf dem Festplatz an der Schulauer Straße auf und faszinierte, unterhielt und begeisterte die Gäste. Stilecht gekleidete Ritter und Knappen, Burgfräulein und Badehaus-Frauen, Händler und Gaukler und viel Tandaradei schlugen die Besucherinnen und Besucher in den Bann.

Man konnte ein bisschen eintauchen in die Vergangenheit mit Schwertkämpfen und Bogenschießen und schmieden und vielen anderen Angeboten. Man genoss Apfel-Minz-Limonade, Butter-Scotch und Dudelsackmusik und vor allem, die freundlich-aufgeschlossenen Akteure. Es ist faszinierend, wie viel Freude Menschen haben, wenn eine Leidenschaft sie gepackt hat - und mit der Freude dann auch andere anstecken können. Hoffentlich kann so ein Spaß für die ganze Familie auch im kommenden Jahr weitergehen.

Natürlich waren doch auch Rinder zu sehen. Volker und Frederik Klein hatten keinen veterinär-mäßigen Aufwand gescheut und einige ihrer Galloways von der Weide geholt. Die strubbeligen Tiere waren wieder ein Hingucker. Es fehlten auch die Jäger, Imker, Kaninchenzüchter, Reepschläger und Traktor-Oldies nicht. Sie alle hatten ihre Fans und es wäre schön, wenn auch sie dem Ochsenmarkt die Treue halten. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 29.4.2018) 

 

 

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