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Radfahren ist in

Seit dem 3.Juni 1998 wird in Europa der "Tag des Fahrrads" gefeiert. Eingeführt wurde er, um auf die wachsende Verkehrsdichte von motorisierten Fahrzeugen und die Gesundheitsgefährdung durch ihre Abgase aufmerksam zu machen. Wir haben für sie einmal nach weiteren Gründen gesucht, den Tag zu "feiern" und sich lieber häufiger einmal auf den Sattel zu schwingen und in die Pedale zu treten.

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Verkaufsleiter Frank Robben vom Fahrradhaus Langbehn setzt auf moderne Technik. Beim Bike-Fitting wird unter anderem die…
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Mit den Stadtradel-Kampagnenschildern versucht die Stadt Wedel mehr Rolandstädter zu animieren, ihren Drahtesel zu benutzen…
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Am Eingang zu den Welauarcaden hat die Stadt Wedel speichenschonende Fahrradständer bauen lassen und viele Wedeler nehmen es…

Es ist heiß, der Asphalt scheint zu glühen und überall behindern kleinere und größere Baustellen den fließenden Verkehr in der Metropolregion. Stoßstange an Stoßstange schieben sich die Blechlawinen auch durch die Rolandstadt. Bei einem Seitenblick sieht so mancher genervte und gestresste Autofahrer vergnügt radelnde Biker auf dem Radweg an sich vorbeiziehen.

Die Stadt Wedel versucht das Fahrradfahren seit einigen Jahren unter anderem mit der Teilnahme an dem Wettbewerb "Stadtradeln" zu unterstützen. Ziel der Kampagne ist es einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten und in den Kommunen "ein Zeichen für die Radförderung" zu setzen.

Auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub in Wedel (ADFC) bemüht sich seit Jahren darum, Werbung bei all den staugeplagten Verkehrsteilnehmern für das Zweirad zu machen. "Lassen sie doch einfach einmal ihr Auto stehen. Innerhalb Wedels sind es ungefähr nur vier Kilometer von einem zum anderen Ende. Mit dem Fahrrad ist man relativ schnell an allen Punkten in der Rolandstadt und sie tun nachweislich Gutes für ihre Gesundheit. Sie bauen dabei Stresshormone ab und stärken ihr Herz-Kreislauf- und ihr Immunsystem", erklärt der ADFC Ortsvorsitzende Jürgen Lieske.

Angesichts der hohen Luftbelastungen durch den Autoverkehr, der lästigen Parkplatzsuche und der steigenden Benzinkosten ist der Drahtesel im Alltag eine lohnenswerte Alternative. Zudem fallen für ein Fahrrad keine Steuern und Versicherungskosten an. Was bleibt, sind die geringeren Anschaffungskosten und eben der Zeitaufwand für eine gute Beratung beim Kauf, die sich, laut Frank Robben vom Fahrradhaus Langbehn, lohnt.
"Wir nehmen uns die Zeit, um die Kunden zu beraten. Was will der Kunde? Soll es ein Fortbewegungsmittel im Alltag oder in der Freizeit sein oder eher ein Sportgerät. Wir machen einen Beweglichkeitstest und können sogar beim sogenannten biometrischen Bike-Fitting, je nach Körpergröße und Maßen den Bewegungsablauf beim Radfahren optimieren. Das verhindert Beschwerden und beugt Verschleißerscheinungen und Verletzungen vor", erläutert der ehemalige Radrennsportler.

Ab 550 Euro kann der Interessierte im schon 1928 gegründeten Traditionsgeschäft ein Qualitätsbike kaufen. Anders als viele Mitbewerber in Hamburg setzt Langbehn auf Individualität und nicht auf Masse. Die geringe Reklamationsrate von einem Prozent beweist, die Fahrradbauer und Partner von dem Wedeler Unternehmen verstehen ihr Handwerk.

"Wir führen unter anderem die Marken Maxcycles, Orbea, Felt, Simplon, Ridley und Nannook. Unsere Partner sind Radmanufakturen zum Beispiel aus dem Münsterland, die bei der Materialauswahl und Produktion zuverlässig sind und echte Unikate liefern", erklärt der Experte. Das Angebot ist groß. Es geht von den kurzstreckengeeigneten Citybikes zum Beispiel den Hollandrädern mit tiefem Einstieg über sogenannte Treckingräder für Langstrecken bis zum modernen E-Bike und fast jede Farbe und jedes Design ist möglich.
"Wenn es gewünscht ist, kann der eigene Name oder das  Sternzeichen auf das Rahmenrohr geprägt werden. So wird auch das Design des eigenen Fahrrads ganz individuell", stellt der Verkaufsleiter Frank Robben fest.

Wer sich nicht sicher ist, ob zum Beispiel ein E-Bike, ein Pedelec (Pedal Electric Cycle), das richtige ist, kann auch das sogenannte Wedelec von den Stadtwerken Wedel einmal ausprobieren. Acht dieser Fahrräder mit Elektromotor können in einer Verleihstation bei der Badebucht entliehen werden. Die Preise sind gestaffelt. Es geht los bei  einer Stunde für 2,50 Euro und reicht bis zu einem Preis von 55 Euro für eine ganze Woche.
"Mit einem Wedelec schaffen sie es mühelos durch das Dazuschalten des Electromotors auf 25 Kilometer pro Stunde und selbst ausgedehnte Touren zum Beispiel an der Elbe entlang werden so zum Kinderspiel und sind vor allem bei vielen Touristen sehr beliebt. Wedeler leihen sich unsere E-Bikes auch als Entscheidungsfindung vor einem Kauf so eines Pedelecs aus", erklärt Uwe Behrendt, Bereichsleiter für Marketing und Vertrieb der Stadtwerke Wedel.

Gut ausgerüstet mit dem neuen Zweirad können endlich die Kurbeln kreiseln. Alleine die Reifen surren zu lassen ist sicherlich gut und hilft auch dabei die lästigen Pfunde purzeln zu lassen. Aber in der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zu fahren, macht viel mehr Spaß. Da bietet unter anderem seit rund 27 Jahren die Radgemeinschaft Wedel, der viertgrößte Radsportverein Schleswig-Holsteins, für alle Leistungs- und Altersklassen etwas an.

"Bei uns kostet die Mitgliedsjahresgebühr nur 50 Euro. Das ist für jeden erschwinglich. Viele unserer Mitglieder sind im mittleren Alter, stellen fest, dass sie gerne wieder Sport machen wollen, der nicht zu aufwendig ist. Beim Radsport muss man nur sein Zweirad rausholen und schon gehts los. Da brauche ich keine Hallentrainingszeiten. Unsere Mitglieder treffen sich regelmäßig zweimal die Woche. Einmal zu einer für alle offenen Fahrt und einmal speziell für Interessierte zu einem Techniktraining", erklärt Vereinsvorsitzender Wilfried Weitz.

Allseits beliebt sind auch die permanent stattfindenden Radtourenfahrten unter anderem "Rund um die Haseldorfer Marsch", "Zum Unterlauf der Stör" und die "Wedel-Permanente", die von Wedel über Blankenese, Pinneberg, Halstenbek und Tornesch zurück in die Rolandstadt führt.
Die mittlerweile 150 Mitglieder, des RG Wedel e.V. zeigen, der Radsport wird hier angenommen und der Standort ist von der Lage mit dem Nordseeküstenradweg, dem Elberadweg und dem Ochsenweg geradezu ideal für Liebhaber des "Strampelns".
"Wenn dann noch die Stadt mehr in die Radinfrastruktur investiert und zum Beispiel die "Speichenkiller-Fahrradständer" auswechselt, wie es bei den Welau-Arcaden geschehen ist, werden noch viel mehr Bürger auf den Drahtesel - eben nicht nur am "Tag des Fahrrads" - steigen", ist der ADFC-Wedel Vorsitzende Jürgen Lieske überzeugt.  (Wolf-Robert Danehl, kommunikateam GmbH, 3.6. 2018)

Kontaktadressen:
Langbehn, Das Fahrradhaus in Wedel: Rolandstraße 1, 22880 Wedel, Tel.:04103-2536, www.langbehn-fahrradhaus.de

Infos zum Stadtradeln unter: www.stadtradeln.de/wedel/

Infos zum ADFC Wedel: www.adfc-wedel.de

Radgemeinschaft Wedel e.V.: Rissener Str.102, 22880 Hamburg, Tel.:040-81990744, www.radgemeinschaft-wedel.de

Stadtwerke Wedel GmbH/wedelecs: www.stadtwerke-wedel.de/de/Freizeit/wedelecs  oder www.wedelecs.de 

Informationen und Kartenmaterial in der Tourist-Info Wedel von Wedel Marketing e.V. im Rathaus

Mit freundlicher Unterstützung von..