Stadt Wedel startet Namensfindung für Elbfindling

Abgabeschluss für Vorschläge ist am 20. März.

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Die Stadt Wedel sucht einen Namen für den Findling am Elbstrand. Foto: Stadt Wedel/Kamin
Die Stadt Wedel sucht einen Namen für den Findling am Elbstrand. Foto: Stadt Wedel/Kamin

Der Großfindling am Wedeler Elbstrand östlich des Willkomm Höft soll einen Namen bekommen. Bereits wenige Stunden nachdem der Findling an das Wedeler Elbufer gekrant worden war, hatten in den sozialen Netzwerken erste spontane Namenssuchen für das Naturdenkmal begonnen. Zahlreiche Menschen beteiligten sich daraufhin mit großer Kreativität an den Diskussionen in den Internetforen. Auch das Konzept der Stadt Wedel, das im Planungsausschuss der Stadt im Vorfeld der Bergung vorgestellt worden war, hatte eine Namenssuche vorgesehen. Deshalb freut sich die Stadt Wedel nun, in die offizielle Namenssuche zu starten.

Zunächst können Interessierte per E-Mail, Brief oder Postkarte bis zum 20. März 2020 ihre Namensvorschläge auf folgenden Wegen schriftlich einreichen.

  • per E-Mail an:
    buergerbeteiligung(at)stadt.wedel.de
     
  • per Post an:
    Stadt Wedel
    Stichwort „Findling“
    Rathausplatz 3-5
    22880 Wedel
     
  • Den Vorschlag einfach zu den Öffnungszeiten des Rathauses in die Sammelbox an der Rathausinfo einwerfen.

    Die Öffnungszeiten des Wedeler Rathauses sind Montag bis Mittwoch und  Freitag von 8.30 bis 13.00 Uhr und Donnerstag 15.00 bis 19.00 Uhr. Persönliche Daten der einreichenden Personen werden nicht gesammelt sondern nach der Erfassung des Vorschlags umgehend gelöscht.
     
     

Die Stadt Wedel hofft auf eine rege Beteiligung, um möglichst viele Menschen und Ideen in die Namensfindung mit einzubeziehen. Darüber hinaus ermutigt die Stadt Wedel auch diejenigen, die bereits im Internet in einem Forum einen Vorschlag abgegeben haben, diesen auch offiziell einzusenden. Die Stadt Wedel freut sich auf viele kreative Einsendungen, die zum Beispiel die Form, die Farbe, den Standort, den Fundort des Findlings, die Wedeler Geschichte oder etwas ganz anderes als Inspiration nutzen können.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg, ist zwar weiterhin Besitzer des Findlings, stellt ihn aber der Stadt Wedel als Dauerleihgabe zur Verfügung. Es hat zugestimmt, dass die Namensfindung von der Stadt Wedel organisiert werden soll.

Die Benennung des Findlings soll vor allem der Sicherung der Unverwechselbarkeit des Steins dienen, damit er mit diesem Namen zum Beispiel auf Landkarten als Naturdenkmal eingetragen werden kann. Sollten sich im Volksmund auf lange Sicht auch anderer Namen als der Gewählte als Spitznamen etablieren, wird die Stadt Wedel das als Ausdruck einer lebendigen Sprachkultur und liebevollen Würdigung des Findlings zu schätzen wissen. Dennoch hofft sie, durch die breite Aufstellung der Namensfindung eine markante Benennung zu finden, die gut zu dem Wedeler Großfindling passt und über die Stadtgrenzen hinaus mit dem Naturdenkmal am Wedeler Elbstrand in Verbindung gebracht wird.

 

Hintergrund Findling am Elbstrand:

Die Bergung des Großfindlings am 19. Februar 2020 hat der Stadt Wedel eine neue Attraktion am Elbstrand beschert. Der 60 Tonnen schwere Riese war im Herbst 2019 bei den Arbeiten zur Elbvertiefung in 16,60 Meter Tiefe vor dem Fährmannssander Watt entdeckt und der Stadt Wedel angeboten worden. Nach Rücksprache mit den zuständigen Gremien hatte die Stadt das Angebot gern angenommen.  Da die Solltiefe der Fahrrinnenvertiefung bei 17,30 Meter liegt, konnte der Stein  nicht am Grund der Elbe verbleiben.

Der Leiter des Wedeler Stadtmuseums, Holger Junker, der der Ankunft des Findlings am Ufer beiwohnte, schätzt, dass der Findling mit der vorletzten Eiszeit, also etwa in einer Zeit von 300.000 bis 130.000 Jahre vor Christus in die Elbe gelangt sein muss. Vermutlich sei der Stein aus dem skandinavischen Raum als Geschiebe nach Wedel transportiert worden. Damit dürfte der Wedeler Findling genau wie der Alte Schwede in Hamburg zu den ältesten Großfindlingen in Deutschland gehören.

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