Basketball-Jahr 2020 endet mit Niederlage

SC Rist jetzt Tabellenletzter

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Vor ihm liegt noch reichlich Arbeit: Trainer Benka Barloschky. Foto: Manningeaux
Vor ihm liegt noch reichlich Arbeit: Trainer Benka Barloschky. Foto: Manningeaux

Das Endergebnis war deutlich: 67:99 verlor der SC Rist im letzten Spiel des Jahres gegen die WWU Baskets Münster und bleibt am Tabellenende. Auch wenn es die nackten Zahlen auf den ersten Blick nicht hergeben mögen: Es gab in der vom Restaurant Mühlenstein präsentierten Begegnung in der Steinberghalle lange hoffnungsvolle Anzeichen auf Wedeler Seite, bis die Gäste das Geschehen später deutlich bestimmten.

Rist-Trainer Benka Barloschky formulierte seine Eindrücke mit folgenden Worten: „Wir haben jetzt zum wiederholten Male die Situation gehabt, dass wir eine Halbzeit gut mithalten und teilweise auch dominant spielen und in Führung gehen und dann in der zweiten Halbzeit einbrechen. Da müssen wir ganz doll dran arbeiten, dass uns das so nicht mehr passiert und müssen da auf Ursachenforschung gehen. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gerade im ersten Viertel und zur Hälfte im zweiten Viertel sehr gut gespielt, waren dominant, aggressiv, sind in Führung gegangen. Münster hat dann komplett für dann 25 Minuten auf eine Zonenpresse, auf Zonenverteidigung im Halbfeld umgestellt. Wir haben gegen diese Verteidigungsform zu viele Fehler gemacht. Das müssen wir uns anschauen und besser machen. Erst mal ist das für mich auch ein Kompliment an die Mannschaft, denn das heißt, dass eine Mannschaft mit der wahnsinnigen Qualität wie Münster erkennt, dass sie in einer Mann-Mann-Verteidigung gegen uns nicht gut aussieht und umstellt, und zwar aus Not und nicht aus einer Position der Stärke. Wir müssen dann auch gegen die Verteidigungsform effektiver angreifen.“

„Noch zu leicht aus unserer Konzentration herauszubringen“

Barloschky konnte mit Justus Hollatz und Osaro Jürgen Rich Igbineweka zwei Doppellizenzler einsetzen, die zuletzt vorrangig bei den Hamburg Towers zum Einsatz kamen. Bei den Ristern stimmte von Beginn an der Einsatz in der Verteidigung, was sich in der Ergebniszeile niederschlug. Beim Stande von 17:13 für Wedel sah Münsters Trainer Philipp Kappenstein den Zeitpunkt für eine Auszeit gekommen und gab seinen Jungs das Rezept für einen anschließenden 5:0-Lauf mit.

Der zweite Abschnitt begann verheißungsvoll, als sich Linus Hoffmann im Anschluss an einen Fehlwurf von Maksim Gorbachov im Duell mit zwei Münsteranern den Rebound erkämpfte, zum Korbleger hochstieg, den Ball versenkte und dabei gefoult wurde. Der fällige Freiwurf erbrachte einen Zusatzpunkt. Ein 9:0-Lauf Münsters gegen Mitte des Viertels drehte die Begegnung, die Gäste erarbeiteten sich eine 39:35-Führung. Stück für Stück wirkte sich die Verteidigungsumstellung Münsters aus und auch im Angriff entfalteten die Westfalen ihre ganze Klasse. Nach der Halbzeit wurde das immer deutlicher, die Wedeler verloren langsam, aber sicher den Anschluss, ab der Mitte des dritten Abschnitts bestimmten die Gäste Spiel und Gegner.

„Wir sind gerade noch zu sehr abhängig davon, offensive Erfolgserlebnisse zu haben“, analysierte Barloschky das Geschehen an diesem Mittwochabend und in einigen der vorangegangen Partien. „Sobald wir eine Führung abgeben und der Gegner Runs gegen uns hat, werden wir passiv und spielen anders, als wir vorher gespielt haben. Wir sind da noch zu leicht aus unserer Konzentration und unserem Spielstil herauszubringen. Das ist natürlich auch Teil einer jungen Mannschaft. Das ist einfach so, dass die Spieler noch nicht so gefestigt sind. Aber wir glauben an diese Mannschaft und wollen die Mannschaft so jung haben, deswegen müssen wir jetzt daran ganz hart arbeiten“, erläuterte er.

Energie tanken während der Weihnachtspause

Der Plan für die kommenden Tage sieht eine Weihnachtspause bis Montag vor, dann beginnt die Vorbereitung auf das erste Spiel im neuen Jahr, am 3. Januar gegen Iserlohn. Barloschky: „Ich habe den Jungs natürlich frohe Feiertage gewünscht und hoffe, dass sie das jetzt alle genießen und auch mal ein bisschen vom Basketball weggehen und den Kopf freimachen. Das ist ganz wichtig für Sportler, dass sie sich auch mal mit anderen Dingen beschäftigen und Energie auftanken. Und dann geht es am Montag weiter.“ (Moritz Korff/SC Rist, 24.12.2020)

  • SC Rist (Punkte): Rich Igbineweka (19), Haymond (13), Adomaitis (8), Gorbachov (7), Hollatz, Schmedes (je 6), Hoffmann (3), Jentz, Kröger (je 2), Blessing (1), Möller, Paukste.

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