„Es wird sich lohnen, das Team anzuschauen“

Bei den Spielern des SC Rist steigt die Vorfreude auf den Saisonbeginn von Tag zu Tag – mehr noch, da mit den Testspielen ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung abgeschlossen worden ist und die gezeigten Leistungen Lust auf mehr machen.

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Auf packenden Basketball werden sich die Gäste in der Steinberghalle freuen können. Foto: Manningeaux
Auf packenden Basketball werden sich die Gäste in der Steinberghalle freuen können. Foto: Manningeaux

„Ich glaube, dass wir in diesem Jahr ein sehr spannendes Team haben“, sagt Christoph Roquette, der Sportliche Leiter des SC Rist. Dazu trägt in hohem Maße die taktische Grundordnung bei, die der jungen Mannschaft verpasst worden ist und nach deren Anforderungen der Kader zusammengestellt wurde. Stephan Blodes Schützling entfachten in den Partien der Vorbereitung viel Druck, setzten ihre Spielweise durch, die laut Roquette „viel Engagement und viel Aggressivität“ auszeichne und „voller Leidenschaft“ sei. „Das ist, was wir machen wollen, das ist unsere Idee. Natürlich hoffen wir, dass wir damit Erfolg haben werden“, sagt er. Verinnerlicht hat die Mannschaft die Vorgaben jedenfalls: „In den Vorbereitungsspielen ist das gut umgesetzt worden“, so Roquette.

Oftmals brauchten die Rister in den vergangenen Jahren auch nach dem Saisonauftakt noch ein paar Wochen, um richtig in Tritt zu kommen, das scheint sich diesmal anders darzustellen. „Wir hatten bis auf kleine Wehwehchen keine Verletzungsprobleme, das hat uns auf jeden Fall sehr geholfen. Das Team hat komplett zusammen trainieren können. Die Spielweise, die wir wollen, ist gleich verinnerlicht worden. Das hat eigentlich alles ganz gut gepasst. Wir konnten den Spielen gleich immer unseren Stempel aufdrücken“, zählt er Gründe für die gute Wedeler Frühform auf. Und festzustellen sei, so Roquette, dass „unsere jungen Spieler älter, reifer und besser geworden sind“, sagt er. Dass die Neuzugänge keine Anpassungsschwierigkeiten zeigten, verfehlte ebenfalls seine Wirkung nicht.

Aber: Die echten Prüfungen kommen erst, in Kürze in den Pflichtspielen. „Wir hoffen, dass wir anders als in den letzten Jahren von Verletzungspech verschont bleiben und an die Leistungen der Vorbereitung anknüpfen können“, so Roquette. Beginnend am 26. September beim Eimsbütteler TV.  Die Hamburger haben Mubarak Salami halten können und damit weiterhin den besten ProB-Korbschützen der vergangenen Saison in ihren Reihen. „In der ProB ist ja immer alles möglich und jeder kann jeden schlagen. Das haben wir letzte Saison schmerzlich erfahren“, spielt Roquette auf die beiden Niederlagen gegen Eimsbüttel an.

Der Sportliche Leiter erwartet wieder eine ausgeglichene Staffel, aus der sich seiner Einschätzung angesichts der bisherigen Eindrücke der Vorbereitung und angesichts der Mannschaftszusammenstellungen zufolge kein eindeutiger Titelanwärter abzeichnet, wie es in der zurückliegenden Spielzeit Bochum war. Kandidaten für den Platz an der Sonne hat Roquette aber dennoch auf dem Zettel: „Münster hat Björn Harmsen als Trainer, das muss man sich auch erst mal auf der Zunge zergehen lassen. Er ist eigentlich ein BBL-Trainer“, meint er. Schwelm und Iserlohn nimmt er nach jetzigem Stand ebenso als Kandidaten für vordere Platzierungen in den Blick. „Wolmirstedt hat auch lauter gutgediente ProB-Spieler“, schätzt Roquette den Aufsteiger gleichfalls stark ein. „Ich glaube, das wird wieder eine spannende Liga, und hoffe, wir können da ordentlich mitmischen.“

Eine beginnende Saison bedeutet bei verändertem Personal auch meist eine Neuordnung des Mannschaftsgefüges bezüglich Führung. Schnell zeichnete sich ab, dass Jacob Hollatz in dieser Hinsicht vorneweg marschieren würde. „Er hat die Rolle sofort eingenommen und wird in dieser Saison auch unser Kapitän sein. Jacob ist auf dem Feld ein Motivator, er korrigiert und führt“, erläutert Roquette. Als Führungsspieler dient der über Bundesliga-Erfahrung verfügende Hollatz auch als verlängerter Arm und wichtiger Ansprechpartner von Trainer Blode, seinerseits selbst erst seit einigen Monaten bei den Ristern in der Hauptverantwortung. „Wenn ich sage: ‚Das Team hat sich gefunden‘, schließe ich da die Trainer natürlich mit ein“, sagt Roquette. „Stephan musste nicht warmlaufen, um in die Rolle zu schlüpfen, er war einfach schon bereit, das habe ich im Vorwege gesehen. Und das sieht man jetzt auch, dass er die Headcoach-Position ohne weiteres bekleiden kann“, so der Sportliche Leiter und bescheinigt seinem Trainer „eine klare Denkweise, klare Strukturen und klare Prinzipien.“

Zur Vorfreude auf die neue Saison mit den 1. Herren trägt bei, dass in der Steinberghalle wieder vor Publikum gespielt werden wird. „Wir dürfen die Halle vollmachen“, betont Roquette. Dass den Wedeler Basketball-Begeisterten etwas geboten wird, dessen ist er sich sicher: „Es wird sich lohnen, das Team anzuschauen.“  (Moritz Korff/SC Rist/16.9.2021)

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