Rist-Damen: Die Vorbereitung hat begonnen

Trainer Asil Aydin und die Basketballfrauen aus der zweiten Liga arbeiten hart

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Top motiviert starten die Rist-Damen in die neue Saison. Foto: Manningeaux
Top motiviert starten die Rist-Damen in die neue Saison. Foto: Manningeaux

Asil Aydin lässt sprinten. Seit dem Trainingsauftakt der Rist-Damen ist in den Einheiten ein prominenter Platz für die Übungen reserviert, die die Sportwissenschaft „komplexe lokomotorische Schnelligkeitsleistung mit maximaler Intensität“ nennt.

Aydin strebt damit nicht nur an, dass seine Spielerinnen „konditionell besser werden, sondern damit will ich auch das 'reinbringen, was dieses Jahr hoffentlich unsere Stärke sein wird“, sagt der Trainer. Der zügige Übergang von Abwehr auf Angriff und umgekehrt soll das Taktische der Risterinnen prägen: „Wir haben viele schnelle Spielerinnen“, sagt Aydin.

Und einige Neuzugänge. Kata Takács ist der namhafteste. Verbindet die österreichische Nationalspielerin mit der Vorbereitung vorrangig Schinderei oder Vorfreude? „Ich bin eher so, dass ich nicht so gerne alleine trainiere. Die Off-Season-Sachen sind immer schwieriger für mich, als wenn ich mich mit dem Team quälen lassen muss. Ich freue mich einfach drauf, dass es jetzt losgeht und dass man auch mal wieder am Feld ordentlich mit dem Ball spielen kann und nicht nur Einzeltrainings machen und laufen gehen kann“, sagt die 29-Jährige.

Der zweite wichtige Punkt, dem Aydin in den ersten Tagen des gemeinsamen Übungsbetriebs besondere Aufmerksamkeit schenkt: Das Ausboxen, also eine der besonders körperbetonten Seiten des Basketballs, bei der es darum geht, eine möglichst gute Ausgangsposition im Kampf um den Rebound zu erlangen. Denn das sei „die Voraussetzung, überhaupt Offense spielen zu können“, so der Trainer. Auch das fordert den Spielerinnen eine Menge ab. Das ist in Folge der Saison 2020/21, die nach wenigen Partien aufgrund der Coronavirus-Pandemie beendet war und nach langen Monaten, in denen bis auf Ausnahmen Training lediglich unter besonderen Umständen möglich war, eine Herausforderung. Aber: „Die körperliche Verfassung ist besser als ich das gedacht hätte. Klar gibt es bei manchen einen kleinen Vorteil, weil sie trainieren konnten, und bei manchen einen kleinen Nachteil, weil sie weniger Training hatten“, sagt Aydin. Jede neue Vorbereitungswoche soll montags mit einem erhöhten Kraftanteil eingeläutet werden, hat er angekündigt. An derselben Komponente arbeiten seine Spielerinnen auch im Fitnessstudio.

Der Pflichtspielauftakt der Saison 2021/22 steht am Wochenende 11./12. September an, und zwar im Rahmen der ersten Runde des DBBL-Pokal beim Mitaufsteiger USV Jena. „Wir arbeiten nicht explizit auf den Pokal hin“, sagt Aydin. Wichtig sei ihm vor allem, dass dann in den Ligaspielen die Leistung stimme. Dennoch sei das Spiel in Jena ein bedeutsamer Zwischenschritt, der gegen einen Zweitliga-Konkurrenten auch dem Erkenntnisgewinn dienen werde: „Natürlich ist der Pokal nicht unwichtig und wir versuchen, bestmöglich darauf vorbereitet zu sein. Man darf nicht vergessen, dass Jena in unserer Staffel sein wird. Da werden wir einen Eindruck bekommen, werden sehen, wo unsere Schwachpunkte sind und wo wir vielleicht auch schon besser sind, als wir es gedacht hätten“, erläutert der Rist-Trainer.

Der erste Spieltag in der 2. Bundesliga beschert den Risterinnen ebenfalls ein Duell mit einem Mitaufsteiger, den VfL AstroLadies Bochum. Diese Partie findet am 25. September in der Steinberghalle statt. Eine Woche später trifft man in Aydins Heimatstadt auf Alba Berlin. Ob zum Saisonauftakt die Tribüne in der Steinberghalle ausgefahren werden darf und vor Publikum gespielt werden kann, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Sicher ist aber: Die Heimspiele der Risterinnen werden per Direktübertragung im Internet gezeigt. (Moritz Korff/SC Rist, 16.8.2021)

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