SC Rist: der erste Auswärtssieg

SSV Lok Bernau geschlagen

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Neue persönliche ProB-Bestmarke: Osaro Jürgen Rich Igbineweka. Foto: Manningeaux
Neue persönliche ProB-Bestmarke: Osaro Jürgen Rich Igbineweka. Foto: Manningeaux

Viel sprach vor dem Auswärtsspiel in Bernau nicht für die Rister: Die personelle Decke ist dünn und in der Fremde war in dieser Saison sowieso bislang noch kein Staat zu machen. Doch das hielt Benka Barloschky und seine Mannen nicht davon ab, in Brandenburg den Spieß umzudrehen und sich den ersten Auswärtssieg 2020/21 zu sichern. Barloschky bescheinigte seinen Jungs nach dem 87:76, „auf beiden Seiten sehr präzise“ gespielt zu haben und lobte eine Abwehrarbeit, die „phasenweise super“ gewesen sei.

Die Gastgeber begannen mit einer Ball-Raum-Verteidigung, Maksim Gorbachov eröffnete per Dreier für die Rister, Leif Möller schmiss kurz darauf den nächsten nach. Bernau kam im Angriff ein ums andere Mal zum Erfolg, wenn der Ball nach innen gegeben wurde und die Brandenburger ihre Größenvorteile nutzten. Die Rister wehrten sich gut gegen die wechselnden Verteidigungsformen und hatten nach 20 Minuten Spielzeit unter anderem dank einer guten Erfolgsquote von jenseits der Dreierlinie (sechs Treffer bei zwölf Versuchen) einen 44:36-Vorsprung inne. Für die Rister sprachen ebenfalls Bedacht und Umsicht im Angriff, lediglich vier Ballverluste unterliefen in den ersten beiden Vierteln.

Kurz nach der Halbzeit setzten sich die Rister auf 51:41 ab. Die Bernauer kämpften sich wieder heran und glichen zum 55:55 aus. Im Laufe des Schlussviertels neigte sich das Geschehen erneut (und letztlich entscheidend) in Richtung der Gastmannschaft, als ein 11:0-Lauf gelang. Dieser wurde nach einem Dunking von Osaro Jürgen Rich Igbineweka zwar zwischenzeitlich von einer Bernauer Auszeit unterbrochen, nahm mit einem Dreier von Gorbachov anschließend aber wieder Fahrt auf und ergab ein Zwischenergebnis von 76:64 für Wedel.

Mit zwölf Zählern im Schlussabschnitt und 31 insgesamt (neue persönliche ProB-Bestleistung) ragte Rich Igbineweka heraus und veranlasste die Kommentatoren der Bernauer Direktübertragung gar, den Vereinsnamen ob der guten Leistung des 22-Jährigen ehrenhalber in „SC Rich Wedel“ zu ändern. Ist die Nummer drei nach dem Weggang des besten Rist-Korbschützen Tucker Haymond noch mehr gefordert? Barloschky: „Gesprochen haben wir darüber nicht, Jürgen kennt seine Rolle in dieser Mannschaft. Er war in der Offensive aggressiv, das soll er aber jedes Mal sein. Ich finde sogar, dass er – gerade in der zweiten Halbzeit – noch deutlich effizienter spielen kann, als er es heute gemacht hat. Er hat sicherlich ein sehr gutes Spiel gemacht, aber ich sehe auch da noch Luft nach oben. Wir können alle live mitverfolgen, was Jürgen in dieser Saison in seiner Entwicklung als Basketballspieler für einen Riesenschritt gemacht hat.“

Die Rister fuhren den Sieg in Bernau abgeklärt nach Hause – ungeachtet der Tatsache, dass vier Spieler (Rich Igbineweka, Leif Möller, Gorbachov, Moritz Kröger) mit jeweils mehr als 30 Minuten Einsatzzeit ordentlich „Strecke machen“ mussten. In der einen oder anderen Szene habe man schon den Kräfteverschleiß gemerkt, so Barloschky. „Aber wenn man so intensiv und so viele Minuten spielt, passiert das eben. Wir mussten da gut aufpassen, dass wir durch kluges Wechseln und durch hier und da mal eine Auszeit Verschnaufpausen schaffen“, sagte der Wedeler Trainer. (Moritz Korrff /SC Rist, 1.3.2021)

  • SC Rist (Punkte): Rich Igbineweka (31), Gorbachov, Möller (je 13), Kröger (12), Jentz (7), Adomaitis (6), Blessing (5), Paukste, Schrader.

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