SC Rist: Die Saison ist beendet

Der SC Rist Wedel ist im ProB-Viertelfinale ausgeschieden. Die Jungs von Trainer Stephan Blode verloren den dritten und letzten Vergleich mit den Dresden Titans auswärts mit 74:95.

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Die Dresdner waren einfach zu stark. Foto: Manningeaux
Die Dresdner waren einfach zu stark. Foto: Manningeaux

„Wir hatten einen etwas schüchternen Start, was schade war nach dem Spiel am Freitag“, sagte Rist-Trainer Blode. Seine Mannschaft hatte bekanntermaßen mit einem 88:80-Heimsieg am letzten Werktag der Woche das dritte Duell erzwungen. Der Dresdner Daniel Kirchner bestimmte die Auftaktminuten und war mitverantwortlich für die frühe Wedeler Auszeit beim Stande von 2:7. Der Weckruf fruchtete, anschließend waren die Rister im Spiel, erhöhten den Druck deutlich und gingen mit 12:11 in Führung. „Wir sahen im ersten Viertel gut aus“, schätzte der Rist-Trainer das 16:15 nach zehn Minuten ein.

Hier ein Schrittfehler, dort ein Zuspiel ins Leere, viele Fouls und großer Kampf: Inhaltsstoffe einer Partie mit Anspannung und Entscheidungscharakter. Dresden kam damit besser zurecht, setzte dem SC Rist mit starker Verteidigung und zurückgewonnener Treffsicherheit (35 Zähler im zweiten Abschnitt) zu, erarbeitete sich auf diese Weise eine 50:32-Halbzeitführung. „Im zweiten Viertel haben wir völlig die Struktur verloren. Wir haben überhaupt nicht gut eins-gegen-eins verteidigt, wir haben unfassbar viel gefoult, hatten also keine Stopps. Und offensiv haben wir dazu noch einfach unsere Spielzüge gegen die Zone und auch gegen Mann-Mann-Verteidigung nicht genau genug durchgeführt“, analysierte Blode das Geschehen.

Bei Hendrik Drescher, Jacob Hollatz und Yngve Jentz standen zu diesem Zeitpunkt jeweils bereits drei Fouls auf dem Spielberichtsbogen, auch das half nicht gerade. Aber zurückzustecken kam für die Rister nicht in Frage. Blode forderte in der Halbzeit, den Spielstand auszublenden und selbstbewusst zu Werke zu gehen. „Wir haben dann im dritten Viertel sehr stark begonnen und haben dann auf einmal auch tatsächlich die Spielzüge gut durchgespielt, aber vor allem defensiv schlauer gespielt“, sagte der Trainer.

Seine Jungs schöpfen durch zwei schnelle Dreier nach der Halbzeit neue Hoffnung und halbierten in den folgenden Minuten den Rückstand. Die Gastgeber schienen angeschlagen, überstanden das „Unwetter“ aber und hatten spätestens beim 74:55 wieder alles im Griff. Gefährlich werden vermochten die Rister den Hausherren nicht mehr, die im Halbfinale auf Wolmirstedt treffen. Der zweite Endspielteilnehmer wird zwischen Ulm und Düsseldorf ermittelt. Wen sieht Blode am Ende vorn? „Ich mag’s nie, auf den Favoriten zu setzen. Der verbleibende Favorit ist natürlich nach den Ergebnissen Dresden. Die anderen beiden Favoriten, Münster und Koblenz, sind raus. Also setze ich einen Zehner auf Wolmirstedt“, sagte der Rist-Trainer.

Das Positive überwiege, so Blode mit Blick auf die jetzt beendete Saison 2021/22. „Charakterlich wie basketballerisch bin ich mit allen Spielern, die dieses Jahr dabei waren, sehr zufrieden“, sagte er und erinnerte an eine „sehr gute Hinrunde. Nach Weihnachten haben wir dann nur vier Tage den gesamten Kader beisammengehabt. Das muss man sich mal vorstellen: Nur vier Tage. Nicht nur wegen Corona, sondern auch wegen vieler Verletzungen. Wir haben uns dann aufgerappelt und in der Rückserie schwere Spiele gewonnen, gerade auswärts mit Sandersdorf, Düsseldorf, Rhöndorf. Gegen Speyer haben wir einen harten Kampf gehabt, sind in die zweite Runde gekommen und haben am Freitag gegen Dresden gewonnen“, lieferte er eine Kurzzusammenfassung der Wedeler Saison.

Für Aurimas Adomaitis bedeutete die Partie in Dresden das letzte ProB-Spiel für den SC Rist. Blode verabschiedete den 35-Jährigen mit warmen Worten: „Toller Basketballer, noch besserer Mensch. Wir hatten das Glück, ihn so lange in Wedel zu haben. Rimo hatte eine tolle Karriere. Wir haben in der Kabine noch einmal darüber gesprochen und ihm alles Gute gewünscht. Rimo gehört zum SC Rist Wedel, es wird erst mal ungewohnt, wenn er nicht mehr da ist. Er hat nicht nur basketballerisch, sondern auch menschlich hier all die Jahre super reingepasst“, so der Wedeler Trainer. (Moritz Korff/SC Rist, 2.5.2022)

SC Rist (Punkte): Walker (23), Jelic (19), Drescher (15), Sredojevic (4), Alegbe (3), Hoffmann, Hollatz, Kuku, Paukste (je 2), Adomaitis, Kröger (je 1), Jentz.

Letzte Änderung: 02.05.2022

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