SC Rist: Erst schwach, dann stark

Dank einer deutlichen Steigerung und mit einem Kraftakt haben die Rister im Heimspiel gegen den Eimsbütteler TV eine sich anbahnende Niederlage noch in einen Sieg umgewandelt und die Hamburger letztlich mit 82:68 bezwungen.

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Große Stütze: Martin Jelic. Foto: Mannigeaux
Große Stütze: Martin Jelic. Foto: Mannigeaux

Die erste Spielhälfte, die der Wedeler Trainer Stephan Blode ob der Vorstellung seiner Mannschaft mit deutlichen Worten belegte („Wir waren mental und körperlich träge und nachlässig“), schloss man mit 35:46 ab. Insbesondere die ETVer Jack Fritsche und Mubarak Salami hatten den Ristern bis zu diesem Zeitpunkt kräftig eingeheizt. Ein Donnerwetter in der Umkleidekabine gab es trotzdem nicht: „Es war keine laute Ansprache, ich habe nur noch mal ganz ehrlich mit den Spielern darüber geredet, dass wir defensiv wie offensiv unsere Struktur durchbringen müssen“, sagte Blode.

Doch vor der Besserung stand ein weiterer Schauer, denn die Rister bekamen im unmittelbaren Anschluss an die Pause fünf zusätzliche Punkte eingeschenkt. Dann gab es Stück für Stück die Steigerung – beginnend in der Deckung. „Wie wir in der zweiten Halbzeit verteidigt haben, war komplett anders – viel, viel aggressiver. Das musst du als Basis haben. Und wenn man das nicht von Anfang an bringt, wird es schwierig“, so Blode. Ein 8:0-Lauf im dritten Viertel erwies sich als wichtiger Schritt, um nach langer Zeit mal wieder die Führung (55:54) zu übernehmen.

Die bange Frage: Ist genug Treibstoff im Tank? „Wenn man einem 16-Punkte-Rückstand hinterherläuft, dann reicht meistens nicht nur eine gute Phase. Wir haben das auch in den vergangenen Spielen häufiger mal gehabt: Wir lagen in Rückstand, man holt auf und dann schwinden natürlich die eigenen Kräfte. Das ist heute nicht passiert“, sagte der Trainer des SC Rist . Einen richtigen Wurfrhythmus habe man während der gesamten Partie nicht gefunden, aber „wir sind am Drücker geblieben und haben die Fast Breaks vernünftig abgeschlossen“, so Blode.

Die Rister beschäftigen sich ab sofort mit den RheinStars Köln, die am Mittwoch (9. März, 20 Uhr) zum Nachholspiel in die Steinberghalle kommen. Karten für die Begegnung gibt es unter https://ristwedel.reservix.de/events „Wir trainieren durch, aber natürlich wird die Belastung angepasst“, sagt der Trainer. So stehen am Montag leichte Bewegungsübungen sowie das Videostudium auf dem Programm, um sich die Kölner Spielweise einzuprägen.

SC Rist (Punkte): Walker (24), Drescher (15), Hollatz, Jelic (je 9), Adomaitis (7), Paukste (6), Jentz (4), Hoffmann, Sredojevic (je 3), Schrader (2), Krüger, Kuku (Moritz Korff/SC Rist, 7.3.2022)

 

Letzte Änderung: 07.03.2022

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