SC Rist: In hitziger Schlussphase knapp verloren

Münster war zu stark

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Wieder mal der beste Wedeler Werfer: Tucker Haymond. Fotos: Manningeaux
Wieder mal der beste Wedeler Werfer: Tucker Haymond. Fotos: Manningeaux

Seine Spieler hätten eine „Wahnsinnsenergieleistung“ hingelegt, sagte SC Rist-Trainer Benka Barloschky nach der 83:88-Niederlage bei den WWU Baskets Münster. Die Wedeler Herren schnupperten beim Tabellendritten am Sieg, mussten sich in einer hitzigen Schlussphase aber knapp geschlagen geben. „Ich war schon superfroh, dass wir uns in die Position gebracht haben, das Spiel gewinnen zu können“, betonte Barloschky mit Blick auf ein zwischenzeitliches Tief nach der Halbzeit, als seine Mannschaft sich das Leben schwer gemacht habe, sagte er.

Wie es in diesem Jahr zur Sitte geworden ist, brachten die Rister in der Anfangsphase erst einmal Punkte durch erfolgreiche Dreier auf die Anzeigetafel. Die Münsteraner kamen besonders über die Innenpositionen zum Erfolg. Aber die Wedeler Methode stellte sich zunächst als wirkungsvoller heraus, das erste Viertel ging mit 28:19 an den SC Rist. „Mit unserer Intensität und unserer Verteidigung haben wir Münster auf dem falschen Fuß erwischt“, lobte Barloschky das gelungene Auftaktviertel. Doch im Laufe der Partie habe sich die Qualität der Hausherren mehr und mehr gezeigt, „sie haben uns vor allem auf den großen Positionen einige Male sehr weh getan“, so der Wedeler Trainer.

Die Gastgeber machten sich daran, den Rückstand abzutragen und verkürzten zu Beginn des zweiten Abschnitts durch sechs Zähler in Folge, ehe sie beim 30:30 wieder Gleichstand herbeiführten. Die Wedeler Wurfhand war mittlerweile abgekühlt, die bis dahin einzigen Rist-Punkte nach der ersten Viertelpause erzielte Linus Hoffmann nicht aus dem Spiel heraus, sondern an der Freiwurflinie. Die sich einstellende Entwicklung war Barloschky eine Auszeit wert, um seine Jungs auf Linie zu bringen. Aber auch im Anschluss an die Unterbrechung behielten die Westfalen ihren Fuß auf dem Gaspedal. Jammal Schmedes mit seinem dritten Dreier der Partie tat sich und seiner Mannschaft Gutes und führte Gelb-Grün wieder auf zwei Punkte an Münster heran (35:33). In die Halbzeit gingen die Hausherren mit einer sechs Punkte betragenden Führung (47:41) und einer deutlichen Rebound-Überlegenheit.

Der ehemaliger Rister Helge Baues sorgte kurz nach der Halbzeit für die erste zweistellige Führung der Begegnung. Die Wedeler Angriffsflaute setzte sich derweil zunächst fort, man befand sich mitten im erwähnten Tief. Tucker Haymond tat viel, um die Münsteraner nicht völlig enteilen zu lassen, erzielte sechs Punkte in rund vier Minuten. Damit trug er kräftig dazu bei, dass die Wedeler vor dem letzten Abschnitt (58:67) zwar nicht die besseren Karten, aber immer noch eine realistische Möglichkeit besaßen, den Rückstand bis zur Schlusssirene zu drehen.

Als Osaro Jürgen Rich Igbineweka sechs Minuten und 17 Sekunden vor dem Spielende einen Dreier zum 66:72 traf, wurde wieder Tuchfühlung hergestellt. Baues antwortete mit vier Punkten. Aber die Rister wehrten sich erheblich, brachten sich auf 77:79 heran – rund eineinhalb Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu bestreiten. Auch in der letzten Minute war es derartig knapp (84:82 für Münster), nachdem Alexander Angerer mit fünf Punkten in Folge eine Münsteraner Auszeit auslöste. Anschließend ließ man die Gelegenheit zum Ausgleich liegen: „Das sind solche Situationen, aus denen wir lernen müssen“, so Barloschky und hätte sich gewünscht, seine Schützlinge hätten in solchen Augenblicken ein wenig mehr Ruhe und Übersicht walten lassen. Letztlich musste man angesichts der verrinnenden Zeit darauf setzen, Münster an die Freiwurflinie zu schicken. Diese Aufgabe erfüllten die Westfalen ohne Fehler und gewannen auf diese Weise die Partie. (Moritz Korff/SC Rist, 25.1.2021)

  • SC Rist (Punkte): Haymond (20), Rich Igbineweka (17), Schmedes (16), Angerer (14), Gorbachov, Hoffmann (je 5), Adomaitis, Blessing (je 3), Kröger, Möller, Paukste, Schrader.

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