2019: Weniger Arbeitslose und mehr Beschäftigung

Aktuell steigt die Arbeitslosenzahl wieder, dennoch war 2019 ein gutes Jahr am Arbeitsmarkt. Top-Themen bleiben Fachkräftemangel, Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit und die berufliche Qualifizierung.

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Ute Beckmann, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Elmshorn: "Gute Qualifikation zahlt sich aus."
Ute Beckmann, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Elmshorn: "Gute Qualifikation zahlt sich aus.", Ute Beckmann,…
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Im Kreis Pinneberg waren im Dezember 7.853 Personen arbeitslos, zum Vormonat 259 mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat liegt sie um 321 Personen höher. Die Arbeitslosenquote ist von 4,3 Prozent auf 4,5 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr hatte sie 4,3 Prozent betragen.

„Zum Jahresende lagen einige Arbeitsmarktindikatoren unter dem hervorragenden Niveau des Vorjahres - die aktuelle Schwäche der Konjunktur hinterließ auch auf dem Arbeitsmarkt ihre Spuren. In der Gesamtbetrachtung war 2019 dennoch ein positives Jahr für den Arbeitsmarkt. So ging die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt sogar noch etwas zurück, was vor zwölf Monaten nicht unbedingt zu erwarten war,“ erklärte Ute Beckmann, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Elmshorn.

Im Jahresdurchschnitt waren 7.943 Menschen im Kreis Pinneberg arbeitslos gemeldet - 105 weniger als 2018. Die Arbeitslosenquote beträgt im Jahresdurchschnitt 4,5 Prozent und ist damit um 0,1 Prozentpunkte gesunken.

„Arbeitsuchende mit einer Berufsausbildung oder einem abgeschlossenen Studium fanden meist schnell wieder eine neue Beschäftigung. Ohne Berufsabschluss dauerte die Jobsuche häufig länger. Eine gute Qualifikation zahlt sich aus!“, sagt Ute Beckmann und empfiehlt besonders Ungelernten alle Möglichkeiten zum Erwerb eines beruflichen Abschlusses zu nutzen. „Auch im Jahr 2020 werden ausreichend Mittel zur Förderung notwendiger Qualifizierungen bereitstehen.“

Die Zahl der Arbeitslosen mit Ausbildungsabschluss ging 2019 um 4,6 Prozent zurück, bei den Akademikern sogar um 6,8 Prozent. Die Zahl der ungelernten Arbeitslosen stieg hingegen um 2,5 Prozent an.

Positive Nachrichten kamen von den Beschäftigtendaten: im Juni arbeiteten 92.689 Menschen sozialversicherungspflichtig im Kreis. Dies waren 872 mehr als im Vorjahresmonat. Zuwächse gab es insbesondere im Gesundheitswesen, bei Logistikunternehmen, im Einzelhandel und im verarbeitenden Gewerbe. Auch in der öffentlichen Verwaltung und im Baugewerbe entstanden neue Jobs.

Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (BA) prognostiziert für den Agenturbezirk in diesem Jahr ein leichtes Wachstum der Beschäftigtenzahlen. Viele Unternehmen haben ihre Personalbedarfe noch nicht gedeckt. Die Arbeitslosenzahl könnte laut der Studie in diesem Jahr trotzdem gering ansteigen.

„Einige Betriebe strukturieren um und setzen Arbeitnehmer frei, auch Migranten kommen nach einer Qualifizierungsphase erstmals auf den Arbeitsmarkt. Die Sicherung der Fachkräftebedarfe, der weitere Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit und die berufliche Qualifizierung von Arbeitslosen und Arbeitnehmern bleiben die großen Herausforderungen für 2020“, sagte Ute Beckmann. (Gerold Melson/Agentur für Arbeit, 2.1.2020)

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