Arbeitsmarkt erwartet Frühjahrsbelebung

Arbeitslosenzahl im Februar leicht gesunken, Personalnachfrage zieht wieder an. Bessere Chancen haben Arbeitssuchende mit Berufsausbildung

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Szene Arbeitsagentur
In der Agentur für Arbeit werden Arbeitssuchende intensiv beraten.

Der Wintereinbruch blieb bislang aus - die Zahl der Menschen ohne Job ist im Februar bereits leicht zurückgegangen. Im Kreis Pinneberg sank die Arbeitslosenzahl um 140 Personen, dadurch waren im Februar noch 8.316 Menschen arbeitslos gemeldet. Zum Vorjahr blieb die Zahl fast unverändert (-3 Personen). Die Arbeitslosenquote ist von 4,8 auf 4,7 Prozent gesunken, vor einem Jahr hatte sie 4,8 Prozent betragen.

„Mehr Stellenmeldungen und weniger Freisetzungen – die saisonale Belebung des Arbeitsmarktes steht in den Startlöchern. Der milde Winter spielt dem Arbeitsmarkt zu, einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen erwarte ich für die kommenden Wochen. Für Menschen, die auf der Arbeitssuche sind, entwickeln sich jetzt gute und neue Chancen!", erklärt Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn.

Im Februar meldeten sich 709 Menschen aus einer Beschäftigung arbeitslos. Dies waren deutlich weniger als noch im Januar mit 1.070 Arbeitslosmeldungen. Aus einer Ausbildung oder Qualifizierung meldeten sich weitere 785 Menschen (Januar: 582). Hier machte sich auch bemerkbar, dass einige Berufsausbildungen mit ihren Winterprüfungen endeten.

In der Stadt Wedel ist die Arbeitslosenzahl um 39 Personen auf 918 gesunken. Das sind 19 weniger als vor einem Jahr. Die Agentur für Arbeit betreut derzeit 416 und das Jobcenter 502 Arbeitslose. Die Wedeler Arbeitslosenquote sinkt von 5,4 auf 5,2 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent).

Gute berufliche Qualifikationen bleiben am Arbeitsmarkt gefragt. So ging die Zahl der Arbeitslosen mit einer Berufsausbildung in den letzten zwölf Monaten um 2,4 Prozent zurück. Die Zahl der ungelernten Arbeitslosen stieg hingegen um 0,6 Prozent. Im Kreis sind derzeit 4.326 Menschen ohne Berufsausbildung arbeitslos gemeldet.

„Arbeitnehmer mit einer guten Qualifikation haben die besseren Chancen bei der Jobsuche. Eine Berufsausbildung sichert den Job und schützt vor langen Arbeitslosenzeiten. Auch für Menschen mit Lebenserfahrung lohnt sich meist der Erwerb eines Berufsabschlusses. Unternehmen können jetzt bei der Qualifizierung Beschäftigter noch besser unterstützt werden. Arbeitsagentur und Jobcenter beraten über die Möglichkeiten", darauf weist Thomas Kenntemich hin.

Die Personalnachfrage der Betriebe hat im Februar wieder angezogen, ist jedoch nicht so stark wie im Vorjahr. Die Unternehmen gaben 654 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen neu zur Besetzung auf, 178 mehr als im Januar, jedoch 170 weniger als im Februar vor einem Jahr. Zu den besonders gesuchten Berufen gehörten die Erzieher/innen und Pflegekräfte. Des Weiteren wurden im Logistikbereich wieder verstärkt Lagerfachkräfte und Berufskraftfahrer/innen gesucht sowie Fachinformatiker/innen im Dienstleistungsbereich. Im öffentlichen Dienst waren neben Verwaltungsangestellten/innen besonders Bauingenieure/innen, Architekten/innen und Umweltschutzfachleute gefragt. (Gerold Melson/Agentur für Arbeit Elmshorn, 2.3.2020)

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