"Auf nach Wedel!"

Dickes Lob des schwedischen Honorarkonsuls auf der städtischen Wirtschaftskonferenz "Wedel at Business" - Infos und Netzwerken im Schuppen 1

in Wirtschaft & Branchen

Stand Moderator Holger Scholze (links) Rede und Antwort: Bürgermeister Niels Schmidt.
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Stand Moderator Holger Scholze (links) Rede und Antwort: Bürgermeister Niels Schmidt.
Aufmerksame Zuhörerschaft: Mehr als 160 Gäste kamen zu "Wedel at Business"
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Aufmerksame Zuhörerschaft: Mehr als 160 Gäste kamen zu "Wedel at Business"
Dr. Sven I. Oksaar (rechts), Honorarkonsul des Königreiches Schweden, und Wirtschaftsjournalist Ulrich Ueckerseifer steuerten ihr Fachwissen zum Thema "Skandinavien" bei.
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Dr. Sven I. Oksaar (rechts), Honorarkonsul des Königreiches Schweden, und Wirtschaftsjournalist Ulrich Ueckerseifer steuerten…
Stadtwerke-Geschäftsführer Adam Krüppel informierte das Publikum über die Schnelles-Internet-Projekte seines Unternehmens.
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Stadtwerke-Geschäftsführer Adam Krüppel informierte das Publikum über die Schnelles-Internet-Projekte seines Unternehmens.

Es ist ein bewährter Dreiklang aus Information über das Stadtgeschehen, Blick über den Tellerrand und geschäftlichem Netzwerken - auch die jüngste Ausgabe der städtischen Wirtschaftskonferenz "Wedel at Business" fand wieder Resonanz bei den Unternehmen aus der Region. Mehr als 160 Inhaber, Geschäftsführer und andere Verantwortliche aus den Firmen kamen in den "Schuppen 1" diesem Dreiklang zu lauschen.

Den Auftakt machte Moderator Holger Scholze im Gespräch mit Bürgermeister Niels Schmidt. Der Verwaltungschef brachte die Gäste auf den aktuellen Stand in Hinblick auf die Stadtentwicklung. Sein größter Grund für gute Laune war dabei die Erweiterung von Trioptics, einem Hersteller von optischen Prüfsystemen, die zum Bau von Smartphone-Kameras unverzichtbar sind. Trioptics wächst und wächst und errichtet derzeit in Nähe des Schulauer Hafens eine neue Betriebsstätte. "Die Inhaber sind Wedel-affin. Das freut uns sehr. Trioptics ist eines unserer Top-Unternehmen und wir freuen uns, dass das Wachstum in Wedel stattfindet", so Schmidt.

Erfreuliches auch aus der Trioptics-Nachbarschaft: Wie der Bürgermeister mitteilte, seien die Verkaufsverhandlungen für das Kopf-Grundstück des Schulauer Hafens in einer guten Phase, mit einem Abschluss wird noch fürs laufende Jahr gerechnet. Ein Hotel soll dort entstehen.

Ähnlichen Optimismus legte Niels Schmidt in Hinblick auf den BusinessPark Elbufer an den Tag: "Wir sind auf der Zielgeraden. Spätestens 2018 wird dort Baurecht geschaffen, wir sind guter Dinge, die Rechtstreitigkeiten mit Nachbarn noch in diesem Jahr einvernehmlich lösen zu können." Wie berichtet, hatten Nachbarn wegen befürchteter Lärm-Emissionen geklagt und die Stadt in Nöte gebracht, denn für ein konkretes Projekt, die Elbcubes, war sogar schon eine Baugenehmigung beantragt worden. Während der Bürgermeister verhandelt, arbeitet parallel das Bauamt die gerichtlich bestätigten Forderungen der Nachbarn in den neuen B-Plan mit ein, sodass es im nächsten Jahr auf alle Fälle losgehen kann. An den Infrastrukturbauten wie Regenrückhaltebecken und Kanalisation wurde ohnehin weitergewerkelt.

Der geplante Wiederaufbau des abgebrannten Gewerbekomplexes mit Disko am famila Fachmarktzentrum an der Rissener Straße, die notwendigen Sanierungen der B 431 samt leidiger Sperrungsphasen und Ideen zur Entwicklung des Wohngebietes "Wedel Nord" und ein herzliches Dankeschön an die Veranstaltungssponsoren Trioptics, Stadtwerke und fmp Fuchs waren weitere Themen, bevor Moderator Scholze mit Gästen über "Skandinavien" plauderte. Dr. Sven I. Oksaar, Honorarkonsul des Königreiches Schweden, und Wirtschaftsjournalist Ulrich Ueckerseifer erläuterten die Beziehungen Schwedens in den deutschen und insbesondere Hamburger Wirtschaftsraum. Die Verzahnungen sind eng. So hätten 1900 schwedische Firmen Niederlassungen in Deutschland und umgekehrt 900 deutsche in Schweden. Durch die geplante Fehmarn-Belt Querung rücke Skandinavien noch enger an die Metropolregion Hamburg heran.

Laut Konsul Oksaar ist die Stimmung in Hamburg gegenüber den schwedischen Unternehmen sehr positiv und offen. Aber es gebe entscheidende Probleme. "Wenn man sich mit der Hamburger Wirtschaftsförderung einig ist und eine Fläche ausgewählt hat, heißt das noch lange nicht, dass ein Handel schon perfekt ist, denn im Stadtstaat bestimmen auch die Bezirke mit", so Oksaar. Das sei in Wedel erheblich besser. Wenn hier die Wirtschaftsförderung ein städtisches Grundstück anbiete, könne man sich darauf verlassen, dass kein weiterer Akteur grundsätzlich verhindern könne. Alles sei flexibler, unmittelbarer und übersichtlicher. Resumee des Konsuls vor dem lockeren Ausklang bei Lamm, Getränken und guten Gesprächen: "Auf nach Wedel!" (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH,16.9.2017)

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