Aufschlussreiche Medac-Testergebnisse

Antikörperstudie in der Belegschaft zeigt, dass nur wenige Menschen die Corona-Infektion durchgemacht haben

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Medac-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ließen sich untersuchen - die Ergebnisse wurden jetzt in größere Zusammenhänge gestellt.
Medac-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ließen sich untersuchen - die Ergebnisse wurden jetzt in größere Zusammenhänge…

Das Wedeler Pharmaunternehmen Medac brachte einen Test auf das Corona-Virus nicht nur auf den Markt, sondern bot seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überdies an, sich kostenlos mit den Präparaten prüfen zu lassen. Dieser Untersuchung wurde auch wissenschaftlich aufgearbeitet. Die Ergebnisse liegen nun vor. Unternehmenssprecher Volker Bahr berichtete: "Seit  Ausbruch der Corona-Pandemie gibt es täglich veröffentlichte Fallzahlen, die Aufschluss über die Verbreitung der Infektionen in Deutschland und in der Welt geben. Die Anzahl derjenigen, die bereits unerkannt mit dem Virus infiziert waren, ist dahingehend nur punktuell bekannt. Über eben jene Zahl kann nun die Testaktion bei dem Pharmaunternehmen Medac weiteren Aufschluss geben."  Der Medac-Kohorte zufolge gebe es in der Metropolregion Hamburg offenbar nur wenige unerkannte Corona-Infektionen. Bahr: "Die aktuelle Einschätzung der World Health Organization (WHO), dass möglicherweise bereits zehn Prozent der Weltbevölkerung mit dem Coronavirus infiziert worden sei, kann Medac nach der Untersuchung der eigenen Belegschaft jedenfalls nicht bestätigen."

Medac hatte Ende Mai allen Mitarbeitern in Deutschland eine freiwillige Testung auf Corona-Antikörper angeboten.  Dieses war eine der vielen Maßnahmen bei Medac für den wirtschaftlichen #ReadyForRestart, nachdem Medac wegen der Coronakrise allen Mitarbeitern mit Ausnahme der Herstell- und Auslieferungsbereiche der Medikamente und Diagnostik angeboten hatte, ab dem 16. März ihre Tätigkeit von zuhause auszuüben.

Da Medac Anfang Mai sein Portfolio in der Diagnostikabteilung um Coronatests erweitert hatte , konnte durch die Anwendung der eigenen SARS-CoV-2-Antikörpertests nicht nur die praktische Anwendung und Güte der Tests demonstriert werden, sondern zusätzlich auch ein Forschungsbeitrag zu der ungeklärten Frage der Corona-Prävalenz in der Bevölkerung erhoben werden.

In Einvernehmen mit dem Medac-Betriebsrat wie auch dem zuständigen Gesundheitsamt konnten sich die Medac-Mitarbeiter an vier Tagen eine Blutprobe nehmen lassen, die im Anschluss in einem Fachlabor untersucht wurde, inwieweit sich die Antikörper Immunglobulin M und Immunglobulin G (IgM, IgG) gegen SARS-CoV-2 nachweisen ließen. Das Ergebnis erhielten nur der jeweilige Mitarbeiter sowie der Betriebsarzt und bei einem positiven Antikörperergebnis selbstverständlich auch das Gesundheitsamt.
Das Angebot des Unternehmens an seine 1.218 deutschen Mitarbeiter wurde von der Belegschaft reichhaltig in Anspruch genommen. 823 Mitarbeiter (67,6 Prozent) haben bei dieser freiwilligen Aktion und deren wissenschaftlichen Auswertung teilgenommen, wobei 16 Mitarbeiter positiv auf einem IgM-Coronaantikörper (1,9 Prozent) und sechs Mitarbeiter auf einen IgG-Coronaantikörper (0,7 Prozent) getestet wurden.

Volker Bahr erklärte: "Die Medac-Kohorte bestand aus freiwilligen Mitarbeitern im erwerbsfähigen Alter – folglich keine Kinder und keine Senioren – und wies eine vergleichbar niedrige Antikörperrate gegen das Coronavirus auf wie anonymisierte Proben von Blutspenden am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf  oder eine Mitarbeitertestung bei Infraserv Hoechst in Frankfurt ."

Die äußerst geringe Verbreitung des COVID-19-Erregers bei der Belegschaft des Unternehmens Medac wird im Unternehmen den frühzeitigen und umfangreichen Schutzmaßnahmen des eigenen Unternehmens, dem rechtzeitigen Handeln der Bundes- und Landesregierung sowie insbesondere dem bislang besonnenen Verhalten der Belegschaft in der Coronakrise zugeschrieben.
Die Mitarbeitercoronatestaktion von Medac gibt weitere Hinweise darauf, wie viele beziehungsweise eher wie wenige Menschen eine SARS-CoV-2-Infektion hatten, ohne es selbst bemerkt zu haben. Bahr: "Das Ergebnis dieser nicht repräsentativen Medac-Kohorte zeigt, dass die Zahl der unerkannten Infektionen mit dem Coronavirus in der Bevölkerung der Metropolregion Hamburg offenbar relativ gering ist. Die WHO-These, dass möglicherweise bereits zehn Prozent  der Bevölkerung das Virus in sich trugen, kann somit zumindest für die Belegschaft von dem Pharmaunternehmen Medac nicht bestätigt werden."

Die Bilanz des Unternehmens: "Bei anhaltender Coronaepidemie mahnt dieses Ergebnis angesichts der kälteren Jahreshälfte daher insbesondere zu einem weiteren achtsamen Umgang im täglichen Miteinander, erforderte die Weiterentwicklung der nationalen Teststrategie mit Schwerpunktsetzung auf schnellere und breitere Identifikation von Neuinfektionen seit dem 15. Oktober  und rechtfertigt weiterhin die einschränkenden Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung sowie das strenge Risikomanagement im Unternehmen Medac." (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH mit Material von Medac/29.10.2020)

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