Arbeitsmarkt: Frühling kommt in Sicht!

Saisonal bedingt geht die Arbeitslosenzahl weiter leicht zurück. Qualifizierungsbedarfe und Langzeitarbeitslosigkeit sind die dringenden Herausforderungen am Arbeitsmarkt

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Kompetente Beratung für alle Arbeitssuchenden - das ist der Anspruch der Arbeitsagentur.
Kompetente Beratung für alle Arbeitssuchenden - das ist der Anspruch der Arbeitsagentur.

Im Kreis Pinneberg ist die Zahl der Arbeitslosen um 125 Personen zum Vormonat gesunken. Damit waren im April 9.990 Menschen bei Arbeitsagentur oder Jobcenter gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 838 Personen mehr. Die Arbeitslosenquote sinkt von 5,7 auf 5,6 Prozent, vor einem Jahr hatte sie 5,2 Prozent betragen.

„Ein stabiler Arbeitsmarkt profitiert vom Frühjahr und setzt den Aufwärtstrend des letzten Monats fort. Die aktuelle Entwicklung ist im Wesentlichen saisonal geprägt, konjunkturelle Bewegungen sind derzeit noch nicht erkennbar. Dennoch gibt es jetzt wieder mehr Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung - die gilt es zu nutzen!", erläutert Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn.

In der Stadt Wedel stieg die Arbeitslosenzahl hingegen leicht an. 1.159 Menschen sind arbeitslos gemeldet, zwölf mehr als im März. Zum Vorjahr sind es 122 mehr. Die Wedeler Arbeitslosenquote ist von 6,4 auf 6,5 Prozent gestiegen (Vorjahr: 5,8 Prozent).

Obwohl Kurzarbeit die Beschäftigung stabilisiert, gab es besonders zu Beginn der Pandemie viele Entlassungen. Da die Arbeitssuche in den letzten Monaten nicht allen so zügig gelang, führte dies häufig zu einer verlängerten Arbeitslosigkeit.

„Digitalisierung, Arbeitskultur, Nachhaltigkeit – dies sind nur drei Bereiche, in denen die Corona-Pandemie einem anhaltenden Wandel von Wirtschaft und Arbeitswelt einen zusätzlichen Schub gegeben hat. Qualifizierung wird immer wichtiger für Arbeitslose, Kurzarbeitende und Beschäftigte. Wir müssen darauf achten, bei dieser Entwicklung alle mitzunehmen - auch die, die Lernen nicht mehr so gewohnt sind! Wir werden künftig noch mehr kompakte und interessante Qualifizierungsangebote in neuen Lernformen brauchen, die auch auf Zielgruppen wie zum Beispiel Ältere oder Ungelernte zugeschnitten sind“, sagt Thomas Kenntemich.

Im April besuchten 668 Menschen aus dem Kreis Pinneberg eine berufliche Weiterbildung, die durch die Arbeitsagentur oder das Jobcenter gefördert wurde. Weitere 525 nahmen an Kurzqualifizierungen oder betrieblichen Praktika teil.

Die Corona-Pandemie macht sich auch auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar. Die Zahl der Ausbildungssuchenden ging zum Vorjahr um 22 Prozent zurück, die Ausbildungsangebote um sechs Prozent. Im April gab es 547 Ausbildungsplatzsuchende und 785 unbesetzte Ausbildungsstellen.

„Die Ausbildungssuche muss nicht verschoben werden! Über 700 freie Ausbildungsplätze warten noch auf Interessenten. Die Chancen, eine passende Ausbildung zu finden, sind trotz Pandemie meist besser, als gedacht“, sagt Thomas Kenntemich. Noch sei es daher nicht zu spät für ein Gespräch mit der Berufsberatung.

Termine mit der Berufsberatung gibt es unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 4 5555 00. Ausbildungsbetriebe wenden sich an den Arbeitgeber-Service unter 0800 – 4 5555 20.(Gerold Melson/Agentur für Arbeit, 30.4.2021)

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