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Geld anlegen mit der „Kern-Satelliten-Strategie“

Interview mit Nicole Krug, Portfolio-Managerin der Stadtsparkasse Wedel

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Eine junge Frau strahlt in die Kamera
Nicole Krug verstärkt das Portfolio-Management der Stadtsparkasse Wedel. Foto: Stadtsparkasse

Frau Krug, Sie sind recht neu bei uns in der Sparkasse im Portfoliomanagement. Haben Sie sich denn schon eingewöhnt?
Nicole Krug: Ja, vielen Dank. Ich bin begeistert, dass die Zusagen des Einstellungsgespräches mit der Realität in der Produktvielfalt übereinstimmen.

Wie haben Sie es denn bisher in der Vergangenheit kennen gelernt?
In meiner bisherigen über 30-jährigen Berufserfahrung durfte ich ebenfalls, wie jetzt auch, Finanzprodukte außerhalb hauseigener Produkte beraten. Dies war mir auch bei meiner Auswahl des künftigen Arbeitgebers wichtig, um den Kunden in der Beratung weiterhin die Transparenz und Objektivität zu gewährleisten.

Was hat den Reiz zu einem Wechsel ins Sparkassen-Portfolio-Management ausgemacht?
Ich möchte die Kunden weiterhin primär vis-a-vis im persönlichen Gespräch beraten - neben den heutigen medialen Möglichkeiten. Mein bisheriger Arbeitsgeber fokussiert die Online-Beratung.

Unterscheidet sich die Beratung der Sparkasse im Wesentlichen von Ihren vorherigen Erfahrungen?
Nein, wie bei allen Wertpapierdienstleistungsunternehmen werden die aufsichtsrechtlichen Anforderungen vollumfänglich erfüllt und der Kunde wird vollumfänglich und bedarfsgerecht z.B. auf Basis der sogenannten Kern-Satelliten-Strategie beraten.

Was verbirgt sich hinter dieser Kern-Satelliten-Strategie?
Der Mix macht es, in verschiedenen Anlageformen und Anlageklassen Gelder prozentual aufzuteilen. Hierzu gehören neben zum Beispiel Aktien und festverzinslichen Wertpapieren auch Immobilien und Edelmetalle. Der Kern stellt hierbei die vorrangige Vermögensstruktur dar und die Satelliten werden individuell prozentual kleiner beigemischt. (Kern-Satelliten-Strategie - Deka Finanz-Know-how (Folge 3) - YouTube)

Edelmetalle – ist das nicht ein bisschen altmodisch? Das klingt doch nach Schatzkiste im Keller…
Nein, überhaupt nicht, denn das Thema Edelmetalle kann als Sparplan und auch Einzelkauf über ein Edelmetalldepot abgebildet werden. Toll finde ich, dass hierbei als Basis vom Kilopreis gekauft wird und somit die sonst deutlich höheren Anschaffungskosten geringer gehalten werden.
Wir befinden uns ja aktuell in einer Phase mit deutlich erhöhten Inflationsraten und Zinsumbrüchen.

Was würden Sie denn in dieser Situation dem klassischen Festzinskunden als Anlage empfehlen?
Als großer Fan von vermögensverwaltenden Fonds, würde ich zusätzlich Aktienanleihen mit ihren festen Verzinsungen beimischen. Grundsätzlich rate ich im Rahmen der persönlichen Risikoneigung, angesichts der hohen Inflationsraten, immer zu einer möglichst hohen Sachwertorientierung. Dies umfasst die Anlageklassen Immobilien, Aktien und Edelmetalle, was beispielsweise in vermögensverwaltenden Fonds bestens umgesetzt wird. Darüber hinaus lassen sich mittlerweile verzinsliche Anlagen wieder gut über Termingelder mit Festzins abbilden. Natürlich haben auch vermögensverwaltende Fonds Kursschwankungen, so dass unter Umständen auch Verluste entstehen können.
Was wäre aus Ihrer Sicht der größte Fehler in der Geldanlage?
Das ist eine leichte Frage mit klarer Antwort: Überproportional viel Geld auf Giro-, Spar-, Tagesgeld- und Festgeldkonten parken.
Warum denn das? Die Zinsen bei der Zentralbank steigen doch gerade?
Ganz einfach: Die Inflation liegt aktuell bei zirka acht Prozent -perspektivisch noch höher- und die Verzinsung der Zentralbank liegt nach der kürzlich erfolgten ersten Anpassung nach elf Jahren bei 2%. Auch wenn der Zins voraussichtlich noch weiter angehoben wird, sind wir noch weit von einem Inflationsausgleich entfernt. Dies kann man ansatzweise abfangen durch Streuung in verschiedenen bevorzugt Sachwert-Orientierten Finanzprodukten. Grundsätzlich müssen hierbei Chancen und Risiken kundenindividuell betrachtet und abgewogen werden.
Und was wünschen Sie sich betrieblich in der Zukunft?
Ich freue mich, viele Kunden und deren Familien kennen zu lernen. Diesen möchte ich langfristig als Ansprechpartnerin und Ratgeberin in allen finanziellen Belangen zur Seite stehen – auch gerade in der aktuell schwierigen Situation. Besonders ich freue mich natürlich über positive Kundenrückmeldungen und den daraus resultierenden Weiterempfehlungen. (Stadsparkasse Wedel, 30.11.2022)

Letzte Änderung: 25.11.2022

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