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Hand in Hand gegen Einbrecher in Wedel

Polizei und Sicherheitsexperten geben Tipps für den besseren Schutz vor Einbrüchen.

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Wedels Polizeirevierleiter Hartwig Ridder möchte unter anderem durch die Kooperation mit den Bürgern und die Prävention, Wohnungseinbrüche reduzieren.
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Wedels Polizeirevierleiter Hartwig Ridder möchte unter anderem durch die Kooperation mit den Bürgern und die Prävention,…
Die Notrufzentrale von SONOTELAlarm ist rund um die Uhr besetzt.
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Die Notrufzentrale von SONOTELAlarm ist rund um die Uhr besetzt.
Karsten Milchert und Tanja Thierfelder präsentieren moderne Smart Home Sicherheitstechnik mit Funkantrieb z.B. für Rollläden.
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Karsten Milchert und Tanja Thierfelder präsentieren moderne Smart Home Sicherheitstechnik mit Funkantrieb z.B. für Rollläden.…
Andreas Neumerkel bietet gegen Langfinger eine Vielzahl von VdS geprüften mechanischen Schutzvorrichtungen für Fenster und Türen.
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Andreas Neumerkel bietet gegen Langfinger eine Vielzahl von VdS geprüften mechanischen Schutzvorrichtungen für Fenster und…
Niels Anders zeigt eine einbruchhemmende Haustür, die es in ganz unterschiedlichen Materialien und Designs in einer Ausstellung zu besichtigen gibt.
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Niels Anders zeigt eine einbruchhemmende Haustür, die es in ganz unterschiedlichen Materialien und Designs in einer…
Einbruchsschutzfenster verhindern, laut Gregor Mahling vom Bauzentrum Lüchau, das schnelle Eindringen von Tätern.
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Einbruchsschutzfenster verhindern, laut Gregor Mahling vom Bauzentrum Lüchau, das schnelle Eindringen von Tätern.

Im Herbst und Winter wird es früher dunkel. Da haben Einbrecher ihre Hochsaison, nutzen diese Zeit, um ungesehen in Wohnungen und Häuser eindringen zu können. Im Wedeler Stadtgebiet gab es, laut der Polizei, 2019 insgesamt 43 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl, in sogenannten dauerhaft genutzten Privatwohnungen. Von Anfang Januar bis Ende Oktober 2020 waren es 22 registrierte Fälle dieses Tatbestandes. Der Rückgang ist, laut Wedels Revierleiter Hartwig Ridder, durch ein erhöhtes Entdeckungsrisiko, "resultierend aus Ermittlungserfolgen aber auch durch die besonderen Umstände der Coronapandemie zu erklären", in der viele Schleswig-Holsteiner nicht verreisen konnten oder im Home-Office viel Zeit in ihren heimischen Vier Wänden zugebracht haben.

"Trotz des fühlbaren Rückgangs an Fallzahlen bildet die Bekämpfung des Deliktfeldes Wohnungseinbruch weiterhin ein Schwerpunkt unserer polizeilichen Arbeit. Erfreulich ist dabei unsere Feststellung, dass ungefähr die Hälfte der Einbrüche im Versuchsstadium stecken bleiben, da die Täter gestört wurden oder die Sicherheitsmaßnahmen der Bewohner den Verbrechern die Arbeit erschwert haben. Denn jede Minute, die so ein Einbruch kostet, kann zur Entdeckung der Tat führen", erklärt der erfahrene Polizeibeamte.
Um der Zunahme in diesem Kriminalitätsbereich gezielt entgegen zu wirken, setzen die Ermittler zudem vermehrt auf eine Kooperation mit den Bürgern und den heimischen Sicherheitsunternehmen. Aufklärung und Vorsorge sind die Strategien. Denn jeder kann etwas tun, um die Einbruchgefahr zu minimieren.

Anfang Oktober haben Beamte des Reviers und des Sachgebietes Prävention der Polizeidirektion Bad Segeberg gemeinsam das Stadtgebiet durchquert, um in Wohngebieten Bürger auf Sicherheitsschwachstellen aufmerksam zu machen. Typische Fehler waren dabei: Gekippte Fenster und Türen, unbedacht offen liegen oder stehen gelassene Einstiegshilfen, wie Leitern und Gartenmöbel und offene Garagen. Auch Abwesenheitshinweise auf Anrufbeantwortern, die offene Präsentation von Fotos und Videos in sozialen Netzwerken über einen Kurzurlaub oder Ausflug und übervolle Briefkästen wecken das Interesse der Täter.

Durch Hecken sichtgeschützte Fenster,Terrassen- und Balkontüren werden oft von Einbrechern als Einstiegsmöglichkeit genutzt. Das zertifizierte Unternehmen, HST Thierfelder, bietet eine Vielzahl von Rollläden dafür, die einen wirksamen Schutz gegen Langfinger darstellen. Denn die Sicherungen besitzen Stahleinlagen in der Endleiste, verdeckt geschraubte Führungsschienen und Hochschiebesicherungen. Wenn sie diese Anlagen dann noch mit Bewegungsmeldern sogenannten funkgesteuerten Sensoren ausrüsten, werden Diebe zusätzlich abgeschreckt.

Alternative Sicherheitslösungen gibt es im Bauzentrum Lüchau. Dort können sich Interessierte Einbruchsschutzfenster ab der Klasse RC 2 (Resistance Class - Widerstandsklasse)ansehen. Sie sollen, laut Hersteller, den manuellen Einbruchsversuchen mindestens drei Minuten standhalten und nicht nur 10 Sekunden, wie bei einfachen herkömmlichen Verglasungen. Die Einbruchschutzfenster besitzen eine einbruchshemmende Sicherheitsverglasung und die Glasanbindung ist im Rahmen verklebt. Umlaufende Sicherheitsbeschläge in die mindestens drei sogenannte Komfort-Pilzbolzen verschraubt sind, verhindern ein einfaches Aushebeln. Dazu gibt es verschließbare Fenstergriffe, die mit einem Anbohrschutz versehen sind.

Die Niels Anders Bauelemente GmbH hat ihr Augenmerk besonders auf die Sicherheit von Haustüren gerichtet. Vor Ort in einer Ausstellung gibt es in Material und Design vielfältige Sicherheitstüren. Sie sind zum Beispiel mit einer durchgehenden Schließleiste oder einem Keilfalz an der Bandseite ausgestattet, die vor dem Aushebeln schützen. Die Sicherheitszylinder besitzen einen Aufbohr- und Ziehschutz. Haustüren mit einem Glasausschnitt haben ein 6 mm starkes Verbund-Sicherheitsglas außen und innen und sind serienmäßig mit drei Rollenbändern ausgestattet. Außerdem hat das Türblatt eine Stärke oder auch Bautiefe von 95 mm. Eine Mehrfachverriegelung ist ein weiteres Sicherheitselement und das Automatik-Schloß verriegelt die Tür immer. Ein Nachschließen ist laut Hersteller nicht notwendig.

Hilfreich sind auch mechanische Sicherheitseinrichtungen zum Nachrüsten. Bei SST Neumerkel Döbler bekommen Mieter und Hausbesitzer eine große Vielfalt von VdS (Vds Schadenverhütung GmbH-Institut für Unternehmenssicherheit) geprüften Schutzbeschlägen, Türzylinder-Schutzrosetten, Scharnierseiten-Sicherungen, Querriegelschlössern und Fenstersicherungen um ein Aufhebeln zu verhindern. Nützlich sind auch die Haustürspione mit Weitwinkeloptik von rund 200 Grad, die den Bewohnern vor dem Öffnen verraten, wer vor der Tür steht.

Wer den Rundumschutz möchte, sollte mit "SONOTELAlarm" den Kontakt aufnehmen. Die Sicherheitsexperten montieren fachgerecht Funk-Alarmanlagen, die in idealer Weise mechanische Sicherungen ergänzen. Die Bewegungsmelder und die Kameras des Haussicherungssystem können dann ungebetene Gäste registrieren, ins Visier nehmen und melden dies in die rund um die Uhr besetzte Alarmzentrale des Unternehmens. Die Notrufexperten reagieren dann sofort auf das Geschehen. Sie können dann entsprechende Maßnahmen einleiten. Sie sind in der Lage die Eindringlinge anzusprechen und damit zu verschrecken und können bei Bedarf die Polizei oder den Wachdienst sofort verständigen. Ein solches Alarmsystem mit zwei Bewegungsmeldern inklusive der Alarmaufschaltung und Wartung kostet zum Beispiel zur Miete 49 Euro pro Monat.

Die genannten Wedeler Sicherheitsunternehmen analysieren auch auf Wunsch teilweise kostenlos die Sicherheitssituation vor Ort, um dann zu individuellen Lösungen zu kommen.

Ein weiteres wirksames Mittel gegen Einbrüche ist, laut der Polizei, die aktive Nachbarschaftshilfe. "Sprechen sie sich mit den Nachbarn ab, wenn sie längere Zeit weg sind. Dann können diese ihre Wohnung oder das Haus im Auge behalten, Briefkästen leeren und dafür sorgen, dass nichts darauf hindeutet, dass niemand zu Hause ist. Zudem können ihre Nachbarn auf unübliche Geräusche achten und fremde Personen am Grundstück ansprechen und bei Verdacht die Polizei kontaktieren", erläutert Hartwig Ridder.
Wer die Hinweise beachtet hat schon viel erreicht. Denn ein Einbruch in den eigenen Vier Wänden ist für viele Menschen ein furchtbares Erlebnis. Dabei geht es nicht nur um den materiellen Schaden, sondern auch um die Verletzung der Privatsphäre und damit einhergehend das verlorene Sicherheitsgefühl. Da ist die Vorsorge wichtig, um nicht nachher mit den psychischen Folgen leben zu müssen.

Weiteres Informationsmaterial über regionale Errichterunternehmen und Ansprechpartner bekommen sie in ihrer örtlichen Polizeidienststelle und im Internet unter www.polizei.schleswig-holstein.de und www.k-einbruch.de

(Wolf-Robert Danehl, kommunikateam, 11.11.2020)

 

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