Lüchau Bauzentrum auf dem "grünen Weg"

Unternehmen reagiert auf geänderte Rahmenbedingungen

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Jochen Lüchau an der Kunden-E-Tankstelle. Manche würden hier sogar gern über Nacht aufladen - aber abends wird der Stecker gezogen.
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Jochen Lüchau an der Kunden-E-Tankstelle. Manche würden hier sogar gern über Nacht aufladen - aber abends wird der Stecker gezogen.
Die Sonne sorgt für Elektrizität auf den Dächern des Lüchau Bauzentrums.
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Die Sonne sorgt für Elektrizität auf den Dächern des Lüchau Bauzentrums.

Steigende Energiepreise sind auch für das Lüchau Bauzentrum Anlass zur Weiterentwicklung. Mit gleich mehreren Schritten hat sich die Firma auf einen "grünen Weg" begeben.

Eines der wichtigsten Projekte sind Photovoltaik-Anlagen auf zwei Hallendächern des Bauzentrums an der Rissener Straße. Technik mit einer Leistung von 198 kw sorgt dafür, dass der Stromverbrauch aus dem Netz etwa auf ein Viertel reduziert werden kann. Seit Juli ist die Anlage angeschlossen, genauere Daten gibt es deshalb noch nicht, aber für Firmenchef Jochen Lüchau ist schon jetzt klar: "Wir prüfen für alle unsere Standorte, inwieweit Photovoltaik eingesetzt werden kann."

Doch nicht nur die Erzeugung ist ein Ansatzpunkt, sondern auch die Minderung des Verbrauchs. So wurde beispielsweise die Beleuchtung des Marktes komplett auf LED-Technik umgestellt. Dafür stellte das Unternehmen erhebliche Mittel bereit: 150.000 Euro wurden investiert, öffentliche Förderung inbegriffen.

Mehr noch: Zur Fahrzeugflotte der Firma gehören mittlerweile acht Hybrid-Autos. Außerdem wurden Ladestationen für E-Fahrzeuge auf dem Firmengelände installiert, jeweils zwei fürs Team und zwei für Kunden, die derzeit während ihres Einkaufs gratis laden können.

Gespart wird auch bei der Heizung. Die Temperatur in Markt und Büros wird um zwei Grad gesenkt. Öffnungszeiten werden optimiert, Sonntags-Schautage wird es auf absehbare Zeit nicht mehr geben, einige Abendveranstaltungen werden verschoben. Dazu zählt beispielsweise die beliebte Ladies Night im Herbst. Das hat allerdings nicht allein etwas mit dem Energiesparen zu tun, sondern hier schwingt auch die Unsicherheit über die Corona-Entwicklung mit. Denn: was nützt die beste Veranstaltungsvorbereitung, wenn Minister Lauterbachs Regeln vielleicht doch einen Strich durch die Rechnung machen? (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 1.9.2022)

 

Letzte Änderung: 03.09.2022

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