m-u-t AG: Hauptversammlung beschließt Umbenennung in Nynomic AG

Wedeler Technologieunternehmen sorgt für Namensklarheit - gute Geschäftsentwicklung - kräftiger Aktienkursanstieg

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Die Vorstände Fabian Peters (links) und Maik Müller setzen auf nachhaltiges Wachstum von im Schnitt zehn Prozent im Jahr.
Die Vorstände Fabian Peters (links) und Maik Müller setzen auf nachhaltiges Wachstum von im Schnitt zehn Prozent im Jahr.,…

"Aus Raider wird jetzt Twix - sonst ändert sich nix!" Ältere Zeitgenossen erinnern sich noch an die große Schoko-Riegelumbenennung im Jahre 1991, die zur weltweiten Vereinheitlichung führte. Dem guten Geschmack des Karamell-Kekses hat das nicht geschadet. Ähnlich sieht  die Angelegenheit jetzt bei der Wedeler m.u.t-Aktiengesellschaft aus. Die Hauptversammlung der Gesellschaft änderte den Namen in "Nynomic AG" (sprich: Nainomik) - dem wirtschaftlichen Erfolg der Gruppe wird das nicht abträglich sein, sondern ihn eher noch beflügeln.

Denn  die Verwechslungsgefahr der produzierenden m.u.t GmbH mit der ehemals gleichnamigen Holding kostete viel Zeit und Erklärungen. Das ist nun passé. Um das Unternehmen, das Messtechnik für anspruchsvolle Aufgaben produziert, wurden mittlerweile fünf weitere Firmen ergänzt, sodass das gesamte Spektrum der optischen Messtechnik abgedeckt werden kann.

"Der Vorstand der AG ist weiterhin davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg zu profitablem Wachstum richtig und auch langfristig erfolgreich ist", sagten die Vorstände Maik Müller und Fabian Peters in ihrem Bericht. Die Gruppe sei sehr robust und diversifiziert aufgestellt und die Geschäftsmodelle funktionierten sehr gut. Mehr als 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Nynomic AG tätig.

Das Wachstum der Gruppe um elf Prozent auf 60,7 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr kam zum einen organisch, zum anderen durch Übernahmen zustande. Dieser Kurs wird weiter verfolgt. Jüngster Übernahmeerfolg war die Akquise der finnischen Firma "Spectral Engines Oy". Spectral Engines entwickelt und produziert extrem miniaturisierte und kostengünstige Detektoren, für Fachleute: MEMS-basierte Spektralsensoren, die in Industrieanwendungen, Anwendungen in der Landwirtschaft und Anwendungen im Markt der Haushaltsgeräte in mobilen und stationären Systemen eingesetzt werden.

Die neuartigen MEMS-Detektoren erreichten in 2017 die Serienreife und wurden durch eine eigenständige, hochinnovative Lösung zur Cloud-basierten Datenverarbeitung und einer entsprechenden Plattform zum Machine Learning ergänzt. Damit kann Spectral Engines Kunden das gesamte Spektrum der Wertschöpfungskette vom Spektralsensor bis zum finalen Anwendungsgerät kostengünstig anbieten. In der Markteinführung sind darüber hinaus eigene Systeme zur mobilen Anwendung mit zugehörigen Mobile-APPs. Diese sollen zukünftig auf Mietbasis oder „pay per use“ einem breiten Kundenkreis zur Verfügung gestellt werden.

Durch die Fähigkeit, sehr kostengünstig miniaturisierte Spektrometer in großen Stückzahlen produzieren zu können, eröffnen sich viele neue Absatzmärkte und Applikationen, insbesondere im sehr breit gefächerten Konsumenten-Umfeld. Die Hauptabsatzmärkte liegen derzeit in den USA, Europa und China.

Wenn Produkte fürs Massengeschäft entwickelt werden, dürfte das den Zahlen noch einmal Schub verleihen. Schon jetzt wurde ein Ebit, ein Gewinn vor Zinsen und Steuern, in Höhe von 9, 1 Millionen Euro erzielt, das sind satte 33 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Wermutstropfen für die Aktionäre: Es gibt weiterhin keine Dividende, der Gewinn bleibt im Unternehmen, um Wachstum und Innovationen bezahlen zu können. Aber immerhin: Der Aktienkurs stieg innerhalb eines Jahres von rund 13 auf bis zu 29 Euro. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 3.7.2018)

 

 

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