Neues Gebäude-Ensemble am Schulauer Hafen nimmt Gestalt an

Rehder Wohnungsbau bekam grünes Licht für Wohnquartier auf altem AEG-Gelände

in Wirtschaft & Branchen

Eine Anmutung von der Hafenseite aus: Harmonisch aber nicht langweilig fügen sich die neuen Bauwerke ein. Grafik: Medium-Architekten
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Eine Anmutung von der Hafenseite aus: Harmonisch aber nicht langweilig fügen sich die neuen Bauwerke ein. Grafik:…
Dieser Eindruck soll entstehen, wenn man künftig die Hafenstraße "hinunterläuft"
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Dieser Eindruck soll entstehen, wenn man künftig die Hafenstraße "hinunterläuft"
Die Wege zwischen den Häusern werden öffentlich zugänglich sein.
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Die Wege zwischen den Häusern werden öffentlich zugänglich sein.
Unternehmer Stephan Rehder ist hochzufrieden über die Zusammenarbeit mit der Stadt.
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Unternehmer Stephan Rehder ist hochzufrieden über die Zusammenarbeit mit der Stadt.

Wenn alles nach Plan verläuft, wird Wedels Schokoladenseite an der Elbe demnächst wieder ein ganzes Stück schöner. Der Planungsausschuss stellte sich mit großer Mehrheit hinter einen Entwurf zur Neubebauung des Geländes des "Haus Pamir" der ehemaligen AEG in der Hafenstraße. Hier soll nicht nur einfach ein unansehnlicher Gewerbe-Großklotz aus den 60er-Jahren verschwinden, hier wird hochwertiges Wohnen entstehen, wobei dort auch Menschen leben werden, die über sehr kleine Einkommen verfügen.

"Wir freuen uns, dass die politischen Fraktionen unser Konzept positiv aufgenommen haben", sagte Stephan Rehder, Geschäftsführer der Firma Rehder Wohnungsbau, und ergänzte: ""Die Zusammenarbeit zwischen den Planern, der Stadt und uns verlief wirklich konstruktiv und sehr gut. So sind auch wir sind mit dem Entwurf sehr zufrieden.“

Insgesamt sollen in sieben vom Büro Medium konzipierten Gebäuden knapp 90 Wohnungen entstehen. Die vier- bis siebengeschossigen Häuser mit hochwertigen Verblendfassaden werden eine leicht unterschiedliche "Architektursprache" haben, auch zu den bestehenden Rehder-Bauwerken am Strandweg als Ensemble harmonisch wirken.  Die Wohnungen werden zwischen 50 und 200 Quadratmetern groß sein und fast alle werden Elbblick haben.Die Bauten werden den strengen Anforderungen des KFW-55-Standard genügen, begrünte Dächer bekommen und eine Tiefgarage mit mehr als 100 Plätzen und Elektro-Ladeanschlüssen. Stephan Rehder: "Eine öffentliche Durchwegung führt durch das Baugebiet. Dieser beginnt im Norden in der Elbstraße und führt durch das Quartier. Den gesamten Weg entlang hat man einen tollen Elbblick."

Besonders schön: In den Neubauten werden neben Eigentums- und normalen Mietwohnungen auch 24 öffentlich geförderte Wohnungen für Menschen mit kleinem Geldbeutel dabei sein. Derzeitig sind die Mieten auf nur 6,10 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Auch viele von ihnen haben Elbblick. Auf dem Gelände in der Hafenstraße wird die Forderung nach 30 Prozent gefördertem Wohnungen jedoch nicht vollständig erfüllt werden. Die Stadt akzeptiert jedoch als Ausgleich, dass rund weitere 20 Sozialwohnungen in einem Projekt an der Pinneberger Straße angesiedelt werden, wo nach Vorschrift eigentlich keine entstehen müssten. „Das Vorhaben Hafenstraße schafft also in Summe etwa 44 der in Wedel dringend benötigten Sozialwohnungen“, so Stephan Rehder.

Nach Aufstellung des Entwurfsbeschlusses wird der Plan jetzt ausgelegt, Träger öffentlicher Belange können Anregungen und Bedenken vorbringen, die dann von Verwaltung und Politik abgewogen werden, bevor etwa März, April kommenden Jahres der Bebauungsplan beschlossen werden soll. Wenn alles gut geht, werden die Handwerker im Sommer starten können  (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH,14.11.2020)

 

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