Oberpolier Wilms sagt Tschüss

Andreas Wilms, dienstältester Mitarbeiter von Helmut Rehder + Sohn GmbH, geht in den Ruhestand

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Der Mann für die Richtreden: Andreas Wilms mit guter Laune auf dem Gerüst.
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Der Mann für die Richtreden: Andreas Wilms mit guter Laune auf dem Gerüst.
Andreas Wilms macht Feierabend – das Rehder-Team sieht es mit Wehmut.
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Andreas Wilms macht Feierabend – das Rehder-Team sieht es mit Wehmut.

So etwas ist eine Seltenheit geworden: Sage und schreibe 45 Jahre lang arbeitete Maurer Andreas Wilms bei einer einzigen Firma. Vielleicht war es Erziehungssache, denn schon sein Vater Rudolf Wilms war für Helmut Rehder + Sohn GmbH im Einsatz. Doch damit hat es nun ein Ende. Andreas Wilms ist 63 Jahre alt – und somit reif für den Ruhestand. „Wir werden ihn vermissen, denn er hat schließlich mehrere Generationen von Geschäftsführern ausgebildet“, sagte Junior-Chef Stephan Rehder – ebenfalls seinerzeit ein Wilms-Azubi – schmunzelnd und sein Vater Joachim lächelt dazu.

In 45 Jahren hat Wilms zumeist federführend dazu beigetragen, dass rein rechnerisch ein kompletter Stadtteil entstand. Rund 100.000 Quadratmeter Wohnfläche zog das Unternehmen gemeinsam mit vielen anderen beteiligten Handwerksfirmen anderen hoch.  Ob Sozialwohnung, Luxus-Immobilie oder Gewerbefläche – immer dabei: Andreas Wilms.

Als Manager auf der Bausteller gleich hinter (und manchmal noch vor) em Bauleiter organisierte er Arbeitsabläufe, prüfte Qualität, nahm Lieferungen an. Und wehe, es hielt sich einer nicht an den ausgemachten Zeitplan! Dann konnte der Lieferant seinen Laster gleich wieder umdrehen lassen – egal, ob er Beton sich in der Trommel drehte.

Rau aber herzlich, abwechslungsreich und interessant ging es zu, denn keine Baustelle ist wie die andere. Besonders kniffelige Sachen waren auch dabei. Mit Spannung erinnert sich Andreas Wilms immer noch an eine Baustelle im Blankeneser Treppenviertel zurück, als ein in Hanglage stehendes Haus noch mal unterkellert werden sollte – und sich der stabile Baugrund als Dünensand-Schicht entpuppte.  Die Gefahr, dass das Haus abrutscht, war real. Aber Andreas Wilms und der Rest der Rehder-Truppe meisterten die Sache souverän. Das Haus steht noch, jetzt mit einem geräumigen Keller.

So gibt es lachende und weinende Gesichter bei Mitarbeiter Wilms einerseits und und seinen Chefs und Kolleginnen und Kollegen andererseits. Alle gönnen ihm jetzt den Ruhestand im Garten und mit Enkeltochter Samira, werden aber auch den erfahrenen zuverlässigen Kollegen vermissen. Und für die Ausbildung etwaiger weiterer Geschäftsführer müssen sie sich auch jemand anderen suchen. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 16.6.2020))

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