Pflanzenverpackung – aber wie?

Blumenhaus Körner klärt einige Missverständnisse auf, wenn‘s ums Einpacken geht

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Gärtnermeister Hans-Peter Körner wünscht sich bewussten Umgang mit Verpackungen - egal, ob Pappe oder Plastik.
Gärtnermeister Hans-Peter Körner wünscht sich bewussten Umgang mit Verpackungen - egal, ob Pappe oder Plastik.,…

Sicher: Die beste Verpackung ist jene, die man nicht benötigt. Und die zweibeste ist die, die man von Zuhause ins Geschäft mitbringt. Aber manchmal geht es eben nicht „ohne“ – auch im Blumenhaus Körner nicht. „In jüngster Zeit haben wir das eine oder andere Missverständnis festgestellt – bei Verpackungen gibt es kein schwarz und kein weiß“, sagt Inhaber Hans-Peter Körner.

Weil Nachhaltigkeit für ihn im Mittelpunkt steht, ist es zunächst einmal oberstes Ziel mit Verpackungen sparsam umzugehen – ungeachtet aus welchem Material sie bestehen. „Natürlich bekommt jeder, der bei uns etwas mehr einkauft, Verpackungen weiterhin gratis – aber das Verhältnis muss stimmen“, so Körner. Ansonsten werden Verpackungen berechnet, frei nach dem alten Sprichwort „Was nichts kostet, ist nichts wert“. „Deshalb berechnen wir für jede Plastiktüte zehn Cent , für jeden kleinen Pappkarton 20 und für jeden großen 30 Cent – das soll dazu anregen nachzudenken, wie viele Verpackungen man wirklich braucht.“

Manche Kunden wünschen sich pro Pflanze eine Tüte, weil sie Beschädigungen befürchten. „Das muss bei uns niemand, denn wir wissen genau, was die Pflanzen ,abkönnen‘ und so passen je nach Sorte manchmal ganz schön viele in eine Tüte“, sagt der Gärtnermeister. Im gleichen Atemzug räumt er mit der Einschätzung auf, dass man unbedenklich Pappkartons verwenden kann, weil die ja aus Altpapier hergestellt würden. „Das brachte auch schon Kunden dazu, den Kofferraum ihrer Autos mit unseren Pappkartons auszulegen, bevor noch einmal einzeln verpackte Pflanzen eingeladen wurden. So etwas geht natürlich nicht", so Körner. Denn auch die Kartons habe keine berauschend gute Ökobilanz: Altpapier muss mit viel Wasser und Energie wieder aufbereitet werden, dazu kommen Bedruckung und Transportkosten – all das kostet Geld, weshalb eben Kartons berechnet werden. „Und was die Ökobilanz angeht, sind die Plastiktüten Kartons teilweise weit voraus – wenn man sie denn nicht nach einmaligem Gebrauch gleich wegschmeißt, sondern wiederverwertet“, sagt Hans-Peter Körner. Seine Tipps: „Mit unseren Blumentüten kann man nicht nur mehrfach einkaufen, sondern zum Schluss sind sie noch selbst passable Restmüllbeutel.“

Rückenwind bekommen verantwortungsbewusste Kaufleute wie Körner & Co von den Umweltschützern. Michael Koehn vom Klimaschutzfonds Wedel hat mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern sogar eine schon Anti-Plastiktüten-Aktionswoche organisiert. Wir alle wissen, dass unsere Ressourcen endlich sind. Und wenn man bedenkt, dass alle Plastiktüten in den Weltmeeren zusammengenommen schon etwa die Fläche von Westeuropa haben, ist jeder aufgerufen, mit den Tüten sparsam umzugehen“, stellte Koehn heraus. (Jörg Frenzel/kommuniktaeam GmbH, 26.8. 2016)

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit wedel.de-Werbepartnern.

 

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