Rehder-Richtfest am Breiten Weg

Neues Mehrfamilienhaus mit überdurchschnittlich vielen Sozialwohnungen

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Strahlende Gesichter bei Investoren und Stadtpräsident: Stephan Rehder (von links), Michael Schernikau sowie Diethard und Ulf Possehn beim Richtfest. Foto: Frenzel
So wird das fertige Gebäude gegen Jahresende aussehen.
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So wird das fertige Gebäude gegen Jahresende aussehen.
Diethard Possehn erzählte beim Richtfest Interessantes aus Familien- und Immobiliengeschichte.
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Diethard Possehn erzählte beim Richtfest Interessantes aus Familien- und Immobiliengeschichte.
Es war einmal...- diese Villa bildete die erste Bebauung des Grundstückes. Sie wurde 1943 zerbombt. Foto: Possehn
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Es war einmal... - diese Villa bildete die erste Bebauung des Grundstückes. Sie wurde 1943 zerbombt. Foto: Possehn

"Gott schütze dieses Haus vor Feuer und Finanzamt!" Zimmerermeister Lennart Schindler verlieh diesem guten Wunsch für die Zukunft des neuen Mehrfamilienhauses an der Pinneberger Straße 80 beim Richtfest mit einem Schluck Weizenkorn Nachdruck und zertöpperte das Glas per Hammer mit Vehemenz. Sowohl die Bauherren Stephan Rehder von Rehder Wohnungsbau, Diethard und Ulf Possehn als auch Stadtpräsident Michael Schernikau, diverse Lokalpolitiker sowie Vertreterinnen des Bauamtes und manch andere Gäste hörten das mit Wohlwollen.

Denn es ist schon ein besonderes Projekt auf einem Grundstück, das 1914 vom Ur-Opa der Possehn-Brüder, Wilhelm Petersen, erstmals mit einer Villa bebaut worden war. Hier lief das Baumschul-Geschäft der Familie, das im englischen Bombardement 1943 mit der Zerstörung des Hauses eine herbe Zäsur erfuhr. Noch im Krieg wurde es wieder aufgebaut, um die Jahrtausendwende wurden zunächst auf den umliegenden Ackerflächen Reihen- und Mehrfamilienhäuser errichtet - jetzt findet die Bebauung mit dem Wohnhaus einen Abschluss.

Es entstehen 36 Wohnungen - 20 davon sind öffentlich gefördert und werden Menschen gutes Wohnen ermöglichen, die ein nicht so dickes Portemonnaie haben. Stephan Rehder bedankte sich beim Bauamt und der Politik für Flexibilität, dass einem Tausch zugestimmt wurde. Bei einem Projekt an der Elbe darf das Unternehmen weniger Sozialwohnungen bauen als von der Politik festgelegt - an der Pinneberger Straße werden es dafür etwas mehr. In Summe entstehen in beiden Projekten auf diese Weise sogar 44 Sozialwohnungen.

Doch das ist nicht die einzige Besonderheit. Ulf Possehn, einer der Investoren, ist Architekt, was ganz praktisch kommt, weil er bei der Neu-Gestaltung des ehemaligen Familienanwesens mit besonders viel Herzblut dabei war. Klassischer Verblendstein mit dicker Steinwolle als Dämmung statt Wärmedämm-Fassade mit Styropor; traditionelles Satteldach mit vielen Gauben statt einer ebenso trendigen wie bei manchen umstrittenen Flachdach-Ästhetik; Tiefgarage, Fahrstuhl, Energieeffizienz - all das gehört selbstverständlich dazu.

"Wir legen ein sehr gutes Tempo vor und werden vermutlich schon Ende des Jahres fertig werden - wenn uns nicht Lieferschwierigkeiten wegen der allgemeinen Gesamtlage noch ein wenig zurückwerfen", sagte Geschäftsführer Stephan Rehder, der sich bei allen Handwerkern und Handwerkerinnen bedankte, bevor er zu Hühner- wahlweise Erbsensuppe und Erfrischungsgetränken bat. "Das Projekt ist auch ein tolles Beispiel für Nachverdichtung, ohne dass viele Erschließungen notwendig sind oder Grünland umgewidmet werden muss und neue Straßen gebaut werden müssen. Vorher waren auf dem Grundstück nur drei Wohneinheiten - jetzt werden es 36."

Zwei-, Drei- und Vier-Zimmerwohnungen entstehen mit Größen ab 50 Quadratmetern. Die Mieten in den geförderten Wohnungen liegen bei 6,10 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt werden rund acht Millionen Euro investiert, Investitionsbank Schleswig-Holstein, die Haspa und die Stadtsparkasse Wedel helfen dabei,

Das alles war für Stadtpräsident Michael Schernikau Grund genug, herzlich zu gratulieren: "Hier entsteht eine sehr gelungene Stadteingangs-Situation. Das gesamte Quartier, das auf dem ehemaligen Baumschulgelände entstand, ist ein rundes Projekt." (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 25.3.2022).

Letzte Änderung: 26.03.2022

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