Rolandstadt hält zusammen: „Hilfsfonds Wedel“ für Kleinunternehmen

Stadt, Stadtsparkasse, Wedel Marketing und Kaufleute rufen zur Unterstützung für von Corona-Krise betroffene Kleinunternehmen auf und eröffnen Hilfsfonds Wedel

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Der "Hilfsfonds Wedel" unterstützt Kleinunternehmen und Soloselbstständige in der Krise. Foto: Stadt Wedel/Kamin
Der "Hilfsfonds Wedel" unterstützt Kleinunternehmen und Soloselbstständige in der Krise. Foto: Stadt Wedel/Kamin
  • Privatleute und weniger hart getroffene Betriebe können Solidarität zeigen und auf das „Hilfsfonds Wedel“- IBAN: DE18221517300015020175 einzahlen
  • Stadtsparkasse Wedel setzt starkes Startsignal und zahlt für schnelle Hilfe 100.000 Euro ein
  • Betroffene Betriebe können jeweils bis zu 3000 Euro Unterstützung erhalten
  • Anträge stehen ab sofort  hier bereit
  • Breit aufgestellte Kommission entscheidet über Auszahlung
  • Mögliches überschüssiges Geld kommt anschließend sozialen Einrichtungen in Wedel zu Gute

Die Stadt Wedel hält in schweren Zeiten zusammen: Um Wedeler Kleinunternehmen und Soloselbstständigen, die durch die bestehende Kontaktsperre zur Eindämmung des Coronavirus besonders betroffen sind, durch die Krise zu helfen, legen die Stadt, die Stadtsparkasse Wedel, Wedel Marketing und der Zusammenschluss der Wedeler Kaufleute den „Hilfsfonds Wedel“ auf. Aus dem Hilfsfonds sollen Wedeler Kleinunternehmen mit nicht mehr als zehn Beschäftigten und Soloselbstständige mit einem kurzen Antrag unbürokratisch bis zu 3000 Euro Soforthilfe erhalten können. Die lokale Wedeler Initiative wendet sich mit einem Hilfeaufruf an alle Wedelerinnen und Wedeler, die mit einem selbst gewählten Geldbetrag mithelfen möchten, dass gerade die kleinen Betriebe und Soloselbstständigen, die Krise überstehen.

Die Anträge stehen hier zum Download bereit

Gerade kleine Geschäfte oder Soloselbstständige treffen die Laden- und Restaurant-Schließungen oder die Untersagung von Dienstleistungen wie Fußpflege besonders hart: Während die Zahlungen für Ladenmiete oder Mitarbeitergehälter und Kredite weiterlaufen müssen, sinken auch bei kreativen Betriebsideen wie selbst organisierten Lieferservices die Einnahmen rapide und oft sogar auf Null. Viele Wedeler Betriebe kommen so unverschuldet in existenzielle Not. „Es ist nicht auszuschließen, dass viele Geschäfte, Restaurants und Soloselbstständige, durch die Folgen der Coronakrise schließen müssen und sich das Wedeler Stadtbild vor allem in der Bahnhofstraße massiv verändert – und auf diese Weise wichtige Teile der Stadtlandschaft, die Wedel so lebenswert machen, unwiderruflich verloren gehen. Hier hoffen wir, gemeinsam gegensteuern zu können und wenigstens die größte Not zu lindern“, wirbt Bürgermeister Niels Schmidt für Unterstützung.

In der aktuellen Lage ist vor allem schnelle Unterstützung gefragt. Damit die Hilfe ohne Verzug starten kann, hat die Stadtsparkasse Wedel bereits jetzt aus eigenen Mitteln 100.000 Euro in den „Hilfsfonds Wedel“ eingezahlt. Dass trotz dieser großen Summe auch die Wedelerinnen und Wedeler und die weniger stark betroffenen Unternehmen der Rolandstadt gefragt sind, den Fonds für eine nachhaltige Wirkung zu unterstützen erläutert Marc Cybulski, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Wedel: „Die 100.000 Euro sollen schnell die allergrößten Lücken schließen und sofort bereit stehen, doch je länger die Vorgaben wie Ladenschließungen anhalten, desto mehr Wedeler Unternehmen werden in Schwierigkeiten geraten und desto mehr braucht auch der Hilfsfonds einen langen Atem und finanzielle Mittel, hier werden dann die ab jetzt eingehenden Gelder wichtig.“

Dafür zählt für die Initiatoren jeder Betrag egal wie groß oder klein: „Jeder Betrag, der auf das Hilfsfonds-Konto eingezahlt wird ist wichtig und ein Zeichen für die Solidarität und den Zusammenhalt in unserer Stadt, auch viele kleine Beträge können sich schnell zu einer substanziellen Hilfe für die kleinen Geschäfte und ihre Angestellten aufsummieren“, sagt Claudia Reinhard vom Wedel Marketing. Wichtiger Hinweis für Personen und Unternehmen, die helfen wollen: Weil wegen der Kürze der Zeit für den Hilfsfonds keine gemeinnützige Vereinsstruktur eingerichtet werden konnte, wird es nicht möglich sein, eine Spendenquittung zu erhalten. „Wer wirklich helfen möchte, den hält das hoffentlich nicht ab“, sagt Claudia Reinhard.

Die Anträge für Kleinunternehmen können ab sofort hier heruntergeladen werden und per E-Mail an hilfsfonds-wedel@wedelmarketing.de eingesendet werden. Fragen in Bezug auf die Antragsstellung werden telefonisch unter folgenden Telefonnummern beantwortet:

Stadtsparkasse Wedel, Herr Cybulski: 04103-966230

Stadt Wedel, Wirtschaftsförderung, Herr Baehr: 04103-707234

Wedel Marketing, Frau Reinhard: 04103-707707.   

Wichtige Unterstützung kommt schon jetzt vom Zusammenschluss der Wedeler Kaufleute. „Als wir gehört haben, worum es bei der Idee geht, waren wir sofort mit im Boot, um den Wedeler Geschäftsleuten, die besonders unter der Krise leiden, zu helfen. Und wir hoffen, dass weitere Unternehmen, die nicht so stark von der Krise beeinträchtigt sind auch mitziehen“, sagt Volker Klein von den Wedeler Kaufleuten.

Die Entscheidung, wer Geld aus dem Hilfsfonds Wedel erhalten wird, trifft eine breit aufgestellte Kommission. Sie besteht aus Bürgermeister Niels Schmidt, Marc Cybulski (Stadtsparkasse), Claudia Reinhard (Wedel Marketing), Volker Klein (Kaufleute Wedel), Stadtpräsident Michael Schernikau und Irmgard Jasker. Sollten Mittel aus dem Hilfsfonds nicht abgerufen werden, wird das übrige Geld an soziale Projekte in Wedel weitergegeben.

Wer helfen möchte, kann ab sofort Geld auf das folgende Konto überweisen:
Kontonummer-IBAN: DE18221517300015020175
Kontoinhaber: Wedel Marketing
Kreditinstitut: Stadtsparkasse Wedel
BLZ: 22151730
BIC: NOLADE21WED
Stichwort: „Hilfsfonds Wedel“

Mit freundlicher Unterstützung von..