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Stadtwerke Wedel informieren zur aktuellen Erdgaskrise

Wirtschaftsminister Habeck ruft die zweite Stufe des Notfallplans Gas aus

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Stadtwerke-Geschäftsführer Jörn Peter Maurer: „Gerade in der Krisensituation werden die Stadtwerke Wedel die Energiemärkte weiter eng im Augen behalten.“
Stadtwerke-Geschäftsführer Jörn Peter Maurer: „Gerade in der Krisensituation werden die Stadtwerke Wedel die Energiemärkte weiter eng im Auge behalten.“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat heute, am 23. Juni, die zweite Stufe des Notfallplans Gas, die sogenannte Alarmstufe, ausgerufen. Aktuell ist die Versorgungssicherheit gewährleistet, aber die Lage ist angespannt. Der Notfallplan Gas hat drei Stufen, die dritte ist die Notfallstufe. „Im Notfallplan Gas ist geregelt, was zu tun ist, falls in Deutschland weniger Gas zur Verfügung steht als ge- und verbraucht wird.“, so Jörn Peter Maurer, Geschäftsführer der Stadtwerke Wedel.

Grund für die Ausrufung der Alarmstufe ist die seit dem 14. Juni 2022 bestehende Kürzung der Gaslieferungen aus Russland und das weiterhin hohe Preiseniveau am Gasmarkt. Zwar sind die Gasspeicher zum heutigen Stand mit 58 Prozent stärker gefüllt als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Doch sollten die russischen Gaslieferungen über die Nord Stream 1-Leitung weiterhin auf dem niedrigen Niveau von derzeit 40 Prozent verharren, ist ein Speicherstand von 90 Prozent bis Dezember kaum mehr ohne zusätzliche Maßnahmen erreichbar. „Gerade in der Krisensituation werden die Stadtwerke Wedel die Energiemärkte weiter eng im Augen behalten.“, betont Maurer.

Jedoch ist auch klar: Mit Ausrufen der Alarmstufen ist eine Vorbedingung erfüllt, dass Preisanpassungen, unabhängig von den gültigen Verträgen, vorgenommen werden können (siehe auch § 24 EnSiG). „In diesem Fall erwarten wir trotz gültiger bestehender Verträge hohe Preisanpassungen unser Vorlieferanten, die wir innerhalb einer Woche an unsere Kunde weitergeben müssen, um die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadtwerke zu erhalten.“, so Maurer.

Wenn es im weiteren Verlauf der Energiekrise zu einer physikalischen Gasmangellage kommen sollte – das heißt, wenn weniger Gas ins Netz kommt, als tatsächlich verbraucht wird – erhält die Bundesnetzagentur besondere Befugnisse. Bei ihr laufen dann alle Informationen über die aktuelle Versorgungslage zusammen, und sie bestimmt die weitere Vorgehensweise.

Die Stadtwerke Wedel als sogenannter Verteilnetzbetreiber, der die Leitungen bis zu den Endkunden betreibt, hat im ersten Schritt dann vor allem eine Aufgabe: Der Bundesnetzagentur die Abnahmemengen der verschiedenen Verbrauchergruppen zu nennen. Danach wird entschieden, wo Gas eingespart werden kann. Gut für die Kunden der Stadtwerke Wedel zu wissen: Haushalte gehören zu den sogenannten geschützten Kunden. Das heißt, sie haben wie zum Beispiel Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr oder soziale Einrichtungen Vorrang und bekommen auch bei einer Gasmangellage weiter Gas zum Heizen und Kochen. Infos zur aktuellen Situation auf dem Gasmarkt finden Sie auf unserer Internetseite www.stadtwerke-wedel.de (Stadtwerke, 23.6.2022).

Letzte Änderung: 24.06.2022

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