Störung im Wasserwerk Haseldorfer Marsch

Erhöhte Trinkwasserwerte Nitrit und Ammonium im Westen - Wedel betroffen

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Das Wasserwerk Haseldorfer Maarsch befindet sich an der Holmer Straße in Nähe des ehemaligen Krankenhauses. Foto: Hamburg Wasser
Das Wasserwerk Haseldorfer Maarsch befindet sich an der Holmer Straße in Nähe des ehemaligen Krankenhauses. Foto: Hamburg Wasser

Im Wasserwerk Haseldorfer Marsch ist es  nach Mitteilung von Hamburg Wasser zu einer Störung bei der Aufbereitung von Roh- zu Trinkwasser gekommen. Daraufhin hätten das Unternehmen   und Holsteiner Wasser im Laufe der umfangreichen Untersuchungen und Beprobungen erhöhte Ammonium- und Nitritwerte festgestellt. Dabei wurden die Grenzwerte gemäß Trinkwasserverordnung für Ammonium und Nitrit überschritten.

Am Werksausgang und im Rohrnetz liegen die Werte nach Angaben der Firma aktuell bei 0,7 mg/l für Nitrit und bei 1,9 mg/l für Ammonium. Der geltende Grenzwert für den Wasserwerksausgang entsprechend der deutschen Trinkwasserverordnung ist 0,1 mg/l (Nitrit) und 0,5 mg/l (Ammonium). Für Nitrit gelte im Rohrnetz ein abweichender Grenzwert von 0,5 mg/l. Diese vorübergehende Erhöhung beider Werte am Wasserwerk Haseldorfer Marsch sei nach Einschätzungen der Gesundheitsämter gesundheitlich unbedenklich.

Betroffen sind außer der Stadt Wedel die Hamburger Stadtteile Rissen, Sülldorf, Iserbrook im Hamburger Westen und Schenefeld im Nordwesten Hamburgs sowie die Gemeinden Tornesch und Uetersen.

Die erhöhten Nitrit- und Ammoniumwerte sind laut Hamburg Wasser im Zusammenhang mit der Wiederinbetriebnahme eines gewarteten Anlagenelements aufgetreten. Infolgedessen sei es vorübergehend zu einer Veränderung des pH-Wertes im Wasserwerk gekommen. Der pH-Wert sei inzwischen wieder im normalen Bereich. Es gebe noch Nachwirkungen im Trinkwassernetz, die sich durch einen veränderten Geruch des Trinkwassers bemerkbar machen können. Die festgestellten Auffälligkeiten sollen nach Einschätzungen der Gesundheitsbehörden und nach geltenden Bestimmungen gesundheitlich unbedenklich sein.

"Hamburg Wasser und Holsteiner Wasser sind in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und nehmen laufend weitere Proben, um die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen zu überwachen. Hamburg Wasser und Holsteiner Wasser werden die weitere Entwicklung der Werte genau beobachten. Erfahrungsgemäß sollten die Auswirkungen der Störung innerhalb einiger Tage wieder behoben und Nitrit- sowie Ammoniumwerte wieder im Normbereich sein. Hamburg Wasser und Holsteiner Wasser informieren die Kundschaft, sobald neue Erkenntnisse vorliegen", teilte das Unternehmen mit. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 9.10.2021) 

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