Wirtschaftsminister auf Doppel-Besuch in Wedel

Dr. Bernd Buchholz informierte sich bei Trioptics und Medac

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Frische Luft nach der Firmensitzbesichtigung: Minister Dr. Bernd Buchholz (zweiter von rechts) neben den Trioptics-Geschäftsführern Steffan Gold (rechts) und Eugen Dumitrescu sowie Wedels FDP-Chef Dr. Peter Heinze.
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Frische Luft nach der Firmensitzbesichtigung: Minister Dr. Bernd Buchholz (zweiter von rechts) neben den…
Bei Medac erfuhr die Minister-Besuchergruppe von Geschäftsführer Jörg Hans (zweiter von links) und Produktionsleiter Stephan Mielke (rechts) Wissenswertes zu Forschung und Zulassung, Verpackung und Vertrieb von Arzneimitteln - und wie Unternehmen das Leben erleichtert werden könnte.
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Bei Medac erfuhr die Minister-Besuchergruppe von Geschäftsführer Jörg Hans (zweiter von links) und Produktionsleiter Stephan…

Wedels wirtschaftliche "Schwergewichte" sind fürs ganze Land von Bedeutung - zumindest zweien von ihnen stattete Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) jetzt einen Besuch ab. Bei Trioptics, dem Hersteller von optischen Prüfgeräten informierte er sich bei den Geschäftsführern Eugen Dumitrescu und Steffan Gold über Produktportfolio und Perspekiven des Unternehmens. Beim Pharmaunternehmen Medac erfuhr er von Geschäftsführer Jörg Hans viel  über die dynamische Unternehmensentwicklung der letzten Jahre sowie die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen in der Pharma- und Diagnostikbranche.

Als "sensationelles Beispiel dafür, wie Unternehmen wachsen können, wenn Produkt, Philosophie und Grundeinstellung stimmen", bezeichnete der Minister Trioptics, nachdem er von Geschäftsführer Gold die Historie aufgezeigt bekam. Aus kleinsten Anfängen vor 27 Jahren ist ein weltweit agierendes Unternehmen mit 250 Mitarbeitern geworden, das derzeit 15 Millionen Euro in einen neuen Firmensitz investiert. 

Aber es gibt auch Probleme: den Fachkräftemangel, beispielsweise. Eugen Dumitrescu sprach sie offen an und machte dem Minister Vorschläge, wie die Situation verbessert werden könnte. Ein starkes Engagement zeige das Land Schleswig-Holstein beispielsweise bereits in den Branchen maritime Wirtschaft, erneuerbare  Energien oder auch Informationstechnologien. "Auch im Bereich der optischen Industrie brauchen wir eine bessere Vernetzung aller Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik", sagte Dumitrescu und forderte eine gezielte Cluster-Politik, die zur Stärkung der Region führen würde. Und weil es in punkto "Fachkräfte" vor allem an Ingenieuren aus den bereichen Physik und Optik fehlt, regte der Unternehmer die Förderung eines Studienganges "Physik-Ingenieur" an der Fachhochschule Wedel an.

Im Anschluss konnte sich der Minister bei einem Rundgang bei  Medac von der Innovationsfähigkeit und dem Engagement des Unternehmens und seiner Belegschaft in einem weltweit fordernden Marktumfeld überzeugen. Auch hier bekam der Politiker ein Päckchen mit auf den Weg: Geschäftsführer Jörg Hans wies auf die hemmenden gesetzlichen Rahmenbedingungen insbesondere für die mittelständischen deutschen Hersteller hin. Anreize für Schrittinnovationen, Aufhebung des Preismoratoriums, Eindämmung der Rabattverträge und mehr Schutz bei Medikamenten mit wenigen Anbietern seien notwendig, um die positive Standortentwicklung der letzten Jahre nachhaltig weiterführen zu können.

Außerdem wurden notwendige weitere Eckpunkte im Clustermanagement Gesundheitswirtschaft in Schleswigh-Holstein  diskutiert. Diese sollten nach Auffassung von Medac einerseits Anreize für die Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln und Diagnostika beinhalten, aus Gründen der Versorgungssicherheit andererseits den Produktionsstandort Deutschland nicht vernachlässigen. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 9.3.2018)

 

 

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