450 000 Euro für das Stadtjubiläum

in Wedel Marketing

WEDEL. Runde Geburtstage in großem Rahmen zu feiern - jeder Jubilar, der das schon einmal getan hat, weiß, dass das nicht ganz billig ist. Wenn eine Stadt 800 Jahre alt wird, klingen die eingeplanten und nun vom Rat beschlossenen Mittel - wie alle Fraktionen zugeben - "schon nach einer großen Summe". Maximal 250 000 Euro gibt die Stadt zusätzlich her - denn das Geld für Traditionsveranstaltungen wie Hafenfest, Ochsenmarkt oder Kulturnacht ist ohnehin eingeplant. Da diese Veranstaltungen in das Jubiläum mit eingebunden werden, beläuft sich der Etat auf stolze 450 000 Euro. 

Von den Parteien gab es weitestgehend Zustimmung. "Es ist natürlich viel Geld, aber angemessen" sagt Renate Koschorrek, Fraktionsvorsitzende der FDP. Allein Logistik und Videoleinwand seien kostenintensiv. "Wenn man die einzelnen Dinge anschaut, ergibt die Summe Sinn", so Koschorrek. Die "einzelnen Dinge" umfassen nicht nur an die 100 Veranstaltungen, sondern auch vieles andere wie Buch- oder Filmprojekte, eine besondere "Stadtmöblierung" mit Blumen, Seezeichen und Fahnen sowie viele weitere Posten, etwa Werbung. 


"Schöner, größer, bunter"


"Die Stadt feiert ohnehin schon immer auf sehr hohem Niveau, da können wir nicht darunter bleiben", sagt auch CDU-Vorsitzender Michael Kissig. "Schöner, größer, bunter" solle es werden, und dank ehrenamtlichen Engagements und der Suche nach Sponsoren würden die Kosten auch im Rahmen bleibe. Besonders, wenn man sich anschaue, was andere Städte für solche Feierlichkeiten ausgäben. Für SPD-Vize-Vorsitzende Renate Palm ist die Summe in Ordnung. Auch sie verweist auf die Chance, für bestimmte Projekte Sponsoren zu finden. Für Linken-Chefin Astrid Sawatzky, die sich bei der Abstimmung über den Etat enthielt, ist die Dimension zu groß. Sie habe nichts gegen das Feiern, doch angesichts der Tatsache, dass für vieles andere oft kein Geld da sei, erschien ihr der Rahmen unangemessen. Parteikollege Stephan Krüger stimmte zu.

Das Geld wird Wedel Marketing und die Projektgruppe verwalten. Damit solle verhindert werden, dass der Haupt- zum Festausschuss wird und jede einzelne Maßnahme abnicken muss. Dennoch wird dieser, so Kissig, Vorsitzender des Ausschusses, nach wie vor laufend informiert.

Wedel-Schulauer Tageblatt

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