Darum lieben Wedeler ihre Stadt

in Wedel Marketing

WEDEL. Die Elbe, die Natur und die Nähe zu Hamburg: Wedel hat viele liebenswerte Seiten. Das belegt nun auch die Attraktivitätsstudie, die gestern in der Fachhochschule vorgestellt wurde. In dem Gemeinschaftsprojekt der Azubis der Stadtsparkasse und Master-Studenten der FH (wir berichteten) wurden im Mai dieses Jahres mehr als 300 Wedeler im Alter von elf bis 82 Jahren befragt. Dabei konnten sich Jugendliche zwischen elf und 19 Jahren online an der Umfrage beteiligen, Bürger über 22 Jahren haben die Studenten und Azubis persönlich befragt.

Das Ergebnis: Wedel ist attraktiv. Auf einer Skala von eins bis sieben geben die Erwachsenen ihrer Heimat einen Wert von 5,3, die Jugendlichen eine 5,2. Die meisten wohnen gern in Wedel und fühlen sich hier heimisch. Von den 219 befragten Erwachsenen mögen 116 besonders gern die Elbe, 39 schätzen die Natur 40 finden die Nähe zu Hamburg toll. Was auch nicht verwundert, denn mehr als ein Drittel der Wedeler fahren mehr als zwei Mal pro Woche nach Hamburg. Meist, um zu shoppen (74 Prozent) und Kulturangebote (39 Prozent) zu nutzen. 30 Prozent der Befragten arbeiten oder studieren in der Hansestadt.

Allerdings gibt es auch Schattenseiten. Das Leben in Wedel hat Nachteile. 40 Befragte sind mit den Einkaufsmöglichkeiten unzufrieden, 23 mit der Anbindung des Öffentlichen Personennahverkehrs und 22 mit der Bahnhofstraße. Schlechte Noten gibt es auch für das Nachtleben, während Wedeler Sport-, Restaurant-, Freizeit- und Kulturangebot gut abschneiden.

Jugend: Sport top, Radwege flop

Die Jugend beurteilt das Sportangebot zwar als sehr gut und nutzt es regelmäßig, bemängelt jedoch die Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten. Das Problem kenne er schon aus Gesprächen mit Teenagern, sagte Bürgermeister Niels Schmidt. Heike Jochims, die die Untersuchung mit Professor Ulrich Raubach betreute, beruhigte: "Das ist zwar ein Thema, aber es schlägt sich nicht auf die Attraktivität nieder."

Gravierender ist das Problem der Radwege. Denn egal, ob auf dem Weg zur Schule oder in der Freizeit: Mehr als zwei Drittel nutzen regelmäßig das Rad. Doch über die Sandwege ärgern sie sich. "Wenn man zur Schule fährt und es regnet, kann man seine Klamotten danach in den Müll tun", kritisierte ein Jugendlicher. Die jüngere Generation zeigt sich heimatverbunden. Mehr als ein Drittel möchte langfristig in Wedel wohnen bleiben. Nur 17 Prozent der 94 Befragten wollen die Rolandstadt verlassen. 

Bürgermeister Schmidt und Marc Cybulski, Vorsitzender des Vereins "Wedel Marketing", beurteilten die Ergebnisse gleichermaßen als sehr wichtig für die Weiterentwicklung der Start. Mehr bezahlbarer Wohnraum, die Entwicklung der Bahnhofstraße, der Ausbau von Freizeit- und Bildungsmöglichkeiten, die Stärkung des ÖPNV: All das gehöre dazu, wenn es darum gehe, die Lebensqualität zu sichern und den Wohlfühl-Wert zu steigern, erklären die beiden. In den kommenden Wochen wird daher über die Handlungsoptionen beraten.

Wedel-schulauer Tageblatt

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