Das Ziel: "So viel retten wie möglich"

in Wedel Marketing

WEDEL. 50 000 Euro weniger für die Stadtgeburtstags-Party: Der Spar-Etat steht, jetzt müssen Verwaltung und Wedel Marketing sehen, wie sie mit den verbleibenden 200 000 Euro (aus dem Stadthaushalt) plus 310 000 Euro Sponsorengeld an ihren bisherigen Planungen festhalten. Sprich, so Jörg Amelung, Fachbereichsleiter Innerer Service und Jubiläums-Koordinator: "Wir müssen nachdenken, wo wir sparen." 

Genaueres stehe zwar noch nicht fest. Vorgedacht aber wurde schon - vom Marketing-Verein. Der hatte neun Bühnentage der zentralen Festwoche auf drei reduziert und dabei ein Einsparpotenzial von bis zu 80 000 Euro ausgemacht (wir berichteten). Jetzt müssen es lediglich 30 000 Euro weniger sein. Bedeutet das auch weniger Abstriche? 

Zwar gibt Amelung klar die Devise aus: "Ziel muss sein: So viel retten wie möglich." Und es schwingt ein Aufatmen mit, wenn er sagt: "Wir haben jetzt ein verlässliches Budget, mit dem wir umgehen können. Damit bekommen wir ein Jubiläum hin, wo am Ende alle sagen: Das war gut."

Festwoche verschlingt den Löwenanteil

Amelung sagt aber auch: "Der Ansatz von Wedel Marketing war richtig." Die Festwoche verschlinge den Löwenanteil des Budgets: rund 250 000 bis 300 000 Euro. Und Kosten lassen sich vor allem bei der Logistik - der Bühne - sparen. Dabei könne man indes prüfen, ob statt drei nicht vielleicht fünf Tage mit Großbühne an der Elbe finanzierbar sind. Schon Montag soll ein Treffen mit dem Marketing-Verein zeigen, wie man mit den vorhandenen Mitteln umgehen kann. Und ob nicht doch Kammerchor und -orchester auftreten können, die dem Rotstift zum Opfer fallen sollen. Darauf hatte die Politik gedrängt, nachdem dieser Teil des Streichkonzerts für Unmut gesorgt hatte. 

Wedel-Marketing-Vize Martin Schumacher betonte: "Gerade dieser Streichposten tut besonders weh." Seine Hoffnung ist, dass wenigstens das Orchester in die Kulturnacht am 2. Juni integriert werden kann. 

Schumacher ist zuversichtlich: "Wir kriegen etwas Anständiges hin, wenn die Mittel so kommen wie im Ausschuss beschlossen." Mehr als drei Bühnentage sieht er jedoch nicht am Planungs-Horizont. Wedel Marketing warte nun darauf, dass der Verein offiziell den Auftrag von der Stadt bekommt, die Festwoche zu organisieren. Damit Gruppen verpflichtet, Verträge geschlossen werden können.

Wedel-Schulauer Tageblatt

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