Elbmarschenhaus ist ausgezeichneter Bildungsort

Die gemeinsame Arbeit von Naturschützern, Landwirten, Jägern und Touristikern in der Wedeler und Haseldorfer Marsch ist von der UNESCO gewürdigt worden

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Zwei Frauen, von denen die vordere eine Schraube in das Schild für eine Urkunde dreht, strahlen in die Kamera
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Edelgard Heim (l.), Leiterin des Elbmarschenhauses, freut sich über die internationale Anerkennung der Arbeit im Elbmarschenhaus. Dr. Dorit Kuhnt, Staatssekretärin im Umweltministerium schraubt die Urkunde gleich fest. Foto: Rahn
Fünf Frauen und Männer mit der Fahne der Unesco für die Auszeichnung als außerschulischer Bildungsort. Im Hintergrund das Elbmarschenhaus
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Sie ziehen im Elbmarschenhaus an einem Strang: Christoph Dettling (Tourismus in Marsch und Geest), Isabel Kruse (Kreisjägerschaft), Staatssekretärin Dr. Dorit Kuhnt, Edelgard Heim und Uwe Helbing (NABU).

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission haben erstmalig im neuen UNESCO-Programm „BNE 2030“ die Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vergeben. Andrea Ruyter-Petznek, Leiterin des Referats Bildung in Regionen, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bundesministerium für Bildung und Forschung, und der Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Dr. Roman Luckscheiter zeichneten bundesweit 25 Akteurinnen und Akteure für ihr herausragendes Engagement für Bildung für nachhaltige Entwicklung aus. Mit dabei: das Elbmarschenhaus in Haseldorf. „Wir freuen uns riesig“, sagt Edelgard Heim, Leiterin des Hauses. „Die Auszeichnung haben wir alle gemeinsam verdient. Umweltbildung, naturnahe und nachhaltige Nutzungsformen sowie auch das eigene Handeln umweltfreundlicher zu gestalten, liegt allen Partnern im Hause am Herzen.“

Vom Elbmarschenhaus aus werden Angebote sowohl für Kinder als auch Erwachsene entwickelt. Sie alle lernen, wie wertvoll der Lebensraum ist, in dem wir aufwachsen. Selbstverständlich gibt es über verschiedene Maßnahmen auch unterschiedliche Ansicht bei den Kooperationspartnern. "Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass wir es gemeinsam schaffen, Lösungen zu finden, die von allen Beteiligten getragen werden", sagte Edelgard Heim bei der offiziellen Übergabe der Auszeichnung.

"Nachhaltige Entwicklung bedeutet, Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle in einer intakten Umwelt zu verwirklichen. Bildung ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken", erläuterte die Staatssekretärin.

Zum Hintergrund: Die Integrierte Station Unterelbe (ISU) in Haseldorf, auch Elbmarschenhaus genannt, wurde 2006 eröffnet. Der Geist des Hauses besteht in der Zusammenarbeit von Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft. Im Haus vertreten sind das Land Schleswig-Holstein, der NABU Deutschland e.V., Tourismus-Vereine (Tourismus in Marsch und Geest, Holstein Tourismus) sowie die Kreisjägerschaft.

Träger des Hauses ist der ISU-Zweckverband, in dem die Städte und Gemeinden Uetersen, Groß Nordende, Heidgraben, Heist, Holm, Neuendeich, Haselau, Haseldorf, Hetlingen, Klein Nordende, Seestermühe, Tornesch, Wedel Marketing e.V. (als Vertretung von Wedel), der Abwasser-Zweckverband Südholstein (AZV), der Kreis Pinneberg und das Land Schleswig-Holstein Mitglieder sind. 

Die Integrierte Station Unterelbe kümmert sich in Zusammenarbeit mit den Kreisen um diverse Schutzgebiete entlang der Elbe in Schleswig-Holstein bis Neufeld. Über die naturräumlichen Besonderheiten an der Unterelbe informiert eine Ausstellung im Elbmarschenhaus. (Michael Rahn/Kommunikateam GmbH, 20.10.2021)

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