Frische Ideen für den Ochsenmarkt

Altes bewahren - neues wagen: Wedels Traditionsveranstaltung wird entstaubt / Viehauftrieb jetzt Sonnabend in der Früh

in Wedel Marketing

Wedels Ochsenmarkt wird neu aufgestellt – und bleibt doch beständig. „Wir wollen Moderne mit Kontinuität verknüpfen. Unser Arbeitstitel lautet: Tradition 2.0“, erklärte Daniel Frigoni von den Elbmenschen gestern das neue Konzept. Die Wedeler Agentur hatte sich in der Ausschreibung um eine Neuausrichtung der Traditionsveranstaltung gegen zwei weitere Konkurrenten durchgesetzt. „Alles sollte auf den Prüfstand. Wir wollten kein zweites Hafenfest“, sagte Wedel-Marketing-Chef Marc Cybulski zur Stoßrichtung, die die Verantwortlichen vorgegeben hatten. Und: „ Wir wollten jemanden, der weiß, wie Wedel tickt.“

Mit ihrem Konzept der Komprimierung, dem richtigen Verhältnis von bewahren und erneuern und vor allem dem expliziten Wedel-Bezug fürs Festprogramm haben die Elbmenschen bewiesen, dass ihr Ohr das Rolandstädter Ticken exakt aufnimmt. Alle Veranstaltungsteile sollen enger zusammenrücken. Die Devise lautet: kein Leerlauf im Festzelt. Jahrmarkt, Ochsenmarkt und Festprogramm sollen „als ein Markt gesehen werden. Als Ausdruck dafür wird es auch nur noch ein Plakat geben“, erläutert Frigoni.

Die wichtigste Neuerung aber ist eine Verschiebung: Das Herzstück des Ochsenmarkts, der Auftrieb der Tiere, wird auf den Sonnabend verlegt – und zeitlich leicht nach hinten versetzt: Um 7 Uhr geht’s los. Die Eröffnungsrunde von Stadtpräsidentin und Bürgermeister ist auf 10 Uhr terminiert.

Freitag, 25. April, bleibt nach wie vor ausschließlich Tag der Musik. Ab 20 Uhr rocken – wie eh und je – „Just For Fun“ das Zelt. In diesem Jahr mit Auszügen aus dem aktuellen Programm „Kurz vor der Rente“. Der Sonnabend, 26. April, ist als großer Familientag konzipiert. Mit dem Viehauftrieb beginnt ebenfalls das Leben im Festzelt: Frühstück ab 7 Uhr, Anschnitt des gebratenen Ochsen ab 11 Uhr. Der Jahrmarkt schmeißt an dem Tag ab 10 Uhr seine Fahrgeschäfte an. Das Kleintierzelt und die Züchterschau präsentieren niedliche Kleintiere. Um das Festzelt herum wird die Historie des Ochsenmarkts veranschaulicht. Große Fotos und Bilderreihen zeigen Geschichtliches der Stadt. Alte und neue landwirtschaftliche Maschinen stehen zum bestaunen bereit. Frigoni: „Ein großer moderner Mähdrescher neben einem alten Traktor zeigt doch anschaulich, wie sich die Landwirtschaft verändert hat.“ Bandreißer, Reepschläger und ein Schmied demonstrieren das alte Handwerk. Die Fundsachen werden ab 15 Uhr im großen Zelt versteigert.

Nacht der Ochsenfreunde „Tanzen, Singen & Hören“ haben die Elbmenschen den Sonnabend-Abend übertitelt: Elke und Ole West führen durchs Programm, musikalisch unterstützt vom Ohrbeben Kollektiv und zwei Singersongwritern. Alles soll in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre vonstatten gehen. Auf der Bühne steht ein Sofa, die Tische des Publikums rücken dicht ans Geschehen heran. Sven Kamin moderiert die Poetry-Slam-Kreismeisterschaft zwischen den Wedelern Der Dodo, Max Wrede und dem Holmer Jan Ladiges, die Kabarett-Crew des Wedeler Theaters zeigt Sketche.

Am nächsten Tag dann Flohmarkt und Frühschoppen, mit dem Spitzerdorf-Schulauer Männergesangverein und der Trachten- und Volkstanzgruppe. Eine Tombola der Innenstadtkaufleute ab 14 Uhr rundet den Sonntag ab.

Kontakt: Ochsenmarkt von 25. bis 27. April

Viehhändler und Bauern melden sich bei Marktmeister Holger Frank unter  (04103) 707247 an. Ansprechpartner für die Standvergabe auf dem Flohmarkt ist Jürgen Timm: (04123) 5292.

Wedel-Schulauer Tageblatt

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