Gute Laune trotz Wetterkapriolen

Hafenfest lockt Tausende Menschen an die Elbe / Sturm und Regen sorgen für unfreiwillige Unterbrechung am Sonnabend

in Wedel Marketing

Wedel Regen zum Auftakt, blauer Himmel bis Sonnabennachmittag, dann orkanartiger Sturm und Platzregen, schließlich wieder strahlender Sonnenschein. Der Wettergott beteiligte sich am Wedeler Hafenfest mit fast allen Variationen des norddeutschen Klimas. Die gute Stimmung der Tausenden Besucher, die am Wochenende zum Areal am Willkomm Höft strömten, konnte Petrus´Launen jedoch nicht trüben.
Der Veranstalter, Wedel Marketing, hatte trotz einer abgespeckten Variante im Vergleich zur 800-Jahr-Feier 2012 ein kurzweiliges Programm für die ganze Familie mit umfangreichen sportlichen und musikalischen Darbietungen auf die Beine gestellt. Ab Sonnabendmittag war die Stadtsparkassen-Bühne an der Elbe fest in der Hand von Wedeler Vereinen und Verbänden. Gruppen der Tanzschule Riemer gaben ebenso Kostproben ihres Könnens wie die Cheerleader des SC Rist und die Turnerinnen des Wedeler TSV. Mit von der Partie waren zudem die Dance Academy Wedel, das Tanz- und Gymnastikestudio am Roland sowie die Tracfhten- und Volkstanzgruppe im Heimatbund. Das Theater wedel führte einen Sketch zum Thema „Fracking“ auf. Auf der Kulturbühne standen unter anderen der Gemischte Chor Roland Wedel, der Kinderchor der Altstadtschule sowie Rockgruppen aus der Region.
Für eine unfreiwillige Unterbrechung der Aktionen sorgte ein Sturmtief am Nachmittag, denn nach einem schnell dunkel werdenden Himmel ging ein Unwetter mit fast orkanartigen Windstärken über Wedel nieder. Der Windmesser auf dem Bühnendach zeigte Geschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern. Flugs wurden die Hauptbühne geräumt und die Zelte der Gastro-Stände zusätzlich gesichert. „Alles rennet, rettet, flüchtet“ lautete die Devise, doch der Himmel war alsbald wieder gelichtet. Einige Sicherheitskräfte, deren Kleidung völlig durchnässt war, besorgten sich aus einem Geschäft in der Innenstadt trockene Hosen.
Am Abend wurde auf der Hauptbühne eine „Sommerparty“ mit Pop- und Soulsänger Marvin Brooks sowie Songwriter und Deutscherock-Barde Michel van Dyke gestartet. Eine Stunde vor Mitternacht erhellte ein Feuerwerk den Abendhimmel. Gestern begann das Bühnenprogramm um 11 Uhr traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst. Danach ging es weiter mit einem Auftritt des Spitzerdorf-Schulauer Männergesangvereins sowie der Combo „Westend Jazz“ und Rocksänger Wayne Morris. Auf der Kulturbühne heizten derweil die jungen Rocker von „Triple Trouble“ und die Samba-Truppe „El Batucada“ dem Publikum ein.
Ganz viel Wedel ganz unterschiedlicher Couleur gab es auf der Wiese vor dem Fährhaus, die Sonntag Schauplatz der Vereinsmeile war. „Open Segel-Kutter“, Renn-Radeln in Computer-Landschaft, Tennis und Billard zum Ausprobieren, Buch-Signier-Stunden oder einfach ein Gespräch mit Fachleuten: Die kleine kurzweilige Messe rund um Kultur, Sport und Engagement in der Rolandstadt ist örtlich und zeitlich gut aufgehoben im Hafenfest-Programm. Für maritimes Flair sorgten der mehr als 100 Jahre alte Schleppdampfer „Woltman“ sowie das ehemalige Polizeiboot „Ottenstreuer“, die am Willkomm Höft festmachten. Die Kapitäne luden zu Kurz-Törns auf der Elbe ein. Die Schlengel im Schulauer Haufen, an dessen Mole das Elbwasser nach dem Unwetter bis zum Rand schwappte, waren jedoch bereits wegen der Sanierung abgebaut und kein Schiff zu sehen, was von etlichen Besuchern bedauert wurde. Mar Cybulski, Vorsitzender von Wedel Marketing, zog trotzdem ein positives Fazit. „Wir können trotz des Sturms sehr zufrieden sein.“ Obwohl die Arbeiten zum Umbaus des Hafens jetzt beginnen, werde es auch 2014 ein Hafenfest geben. Thoma Krohn und Oliver Gabriel

Wedel-Schulauer Tageblatt

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