Kulturnacht vom Rotstift verschont

in Wedel Marketing

WEDEL. Steuerkrise hin, Spardiktat her: Eines kann der Rotstift den Wedelern und ihren Gästen nicht wegstreichen oder mit empfindlichen Abstrichen versehen - die Kulturnacht. Während Wedel Marketing noch auf den offiziellen Auftrag für die Festwochen-Organisation wartet, arbeitet der Verein hochoffiziell bereits an dem Auftakt dazu. An der Kulturnacht. Die soll am 2. Juni Musenfreunde in die Altstadt locken, wo nach bewährtem Rezept Kultur aus Wedel häppchenweise serviert wird.

Ziel ist, dass sich möglichst viele an möglichst vielen Orten zwischen Reepschlägerhaus und Gebrüder-Humboldt-Schule, Rist-Gymnasium und Batavia musisch verwöhnen lassen. Dafür sorgen rund 20 Institutionen, die ihre kleinteiligen Programme ohne zusätzliche Mittel aus dem gerade eingedampften Jubiläumsetat stricken, wie Wedel-Marketing-Vize Martin Schumacher erklärt. Zudem gibt es über das Kulturnacht-Ticket, die universelle Eintrittskarte für alle Angebote, eine Refinanzierung für die Feier-Infrastruktur. 

Womit die einzelnen Anbieter ihr Publikum erfreuen? Schumacher weiß es nicht. Das ist Sache der Künstler und Kulturmenschen selbst. Was der Koordinator aber sehr wohl weiß: Das Barlach-Museum ist wieder mit im Boot - "worüber wir uns besonders freuen", so Schumacher. Neu unter den Veranstaltungen und Veranstaltungsstätten sind zwei Tanzstudios, der Freihof am Roland und die Altstadtschule. Und: Auch wenn der Kulturnacht-Rahmen örtlich begrenzt ist, gibt es doch die Möglichkeit für Wedeler Institutionen von außerhalb der Altstadt, mitzumachen. Entweder indem sie sich einen Kooperationspartner suchen oder sich an den Marketingverein im Rathaus wenden. Derzeit seien bei Altadtschule, Gymnasium und Kirche noch freie Zeitfenster für Gastspiele. Allerdings: Am 1. März ist Redaktionsschluss für das Programm. 

Elfen und Zauberer in den Straßen

Um das Flanieren von Ort zu Ort ebenfalls unterhaltsam zu gestalten, sind Elfen, Zauberer und Musikanten angeheuert, die auf den Straßen Programm machen. Für Snacks und Getränke sorgen Gaststätten und Restaurants innerhalb des Veranstaltungs-Areals selbst, bei Bedarf ergänzt durch Stände von Wedeler Gastronomen. Kirmesbuden oder Verkaufsstände haben prinzipiell nichts auf der Meile zu suchen. Kreative Schmuckideen - man erinnere sich an die von Kindern bepflanzten Gummistiefel bei der jüngsten Auflage in 2010 - sind dagegen hochwillkommen. 

Eröffnet wird die Kulturnacht auf der Bühne auf dem Altstadtmarkt um 17 Uhr. Anschließend sind dort Gruppen aus der Rolandstadt zu hören und zu sehen. Die Programme der Veranstalter beginnen um 18 und enden um 23 Uhr, wenn eine Wasserorgel am Mühlenteich erklingt, respektive erstrahlt. Um 23.30 Uhr treffen sich alle Akteure dann noch einmal zur Abschlussparty unter dem Roland.

Wedel-Schulauer-Tageblatt

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