Liebeserklärungen an seine Stadt

Zweite große Ausstellung: Ole West zeigt im Wedeler Rathaus 100 seiner Werke

in Wedel Marketing

WEDEL Zauberschiffe, Leuchttürme, Wedel-Ansichten – 100 seiner Werke in Aquarell, Öl oder als Radierung stellt der Wedeler Künstler Ole West im Rathaus seiner Geburtsstadt aus. Etwa 50 davon haben Wedel-Bezug. Nach 2007 ist es seine zweite große Ausstellung in der Rolandstadt. Die über 200 Besucher der Ausstellungeröffnung sprechen für die Rolle, die Laudator Martin Schumacher West zuschreibt: „Er ist für seine Stadt künstlerischer Chronist und Aushängeschild zugleich.“

„Wir haben natürlich sofort begriffen, dass Ole West für Wedel ein richtiges Juwel werden kann. Ungefähr das, was Albrecht Dürer für Nürnberg ist“, sagte der langjährige, ehemalige Wedel-Marketing-Vize und West-Intimus Schumacher. Es raunte vergnügt im prall gefüllten Ratssaal. Dürer? Nürnberg? Der Scherz kam an. Für Schumacher aber auch eine zutreffende Parallele. Denn für den Medienfachmann ist West nicht nur eine Bereicherung des kulturellen Lebens Wedels, sondern eben auch eines seiner Aushängeschilder.

Seit der Künstler 2008 in seine Geburtsstadt zurückgezogen ist, gestaltet er regelmäßig Plakate für Hafenfest und Kulturnacht. Mit ihm sind Bücher über Wedel, Marschküche und das diesjährige 800-Jahr-Jubiläum entstanden. „Die Bilder aus diesem Buch sind eine einzige Liebeserklärung an seine Stadt“, sagte Schumacher. Sie sind Teil der Ausstellung. Die Kaffeebecher vom Wedel-Marketing ziert passenderweise einer der struppigen Vögel Wests.

„Das Medienecho, das er hervorruft, sorgt auch für ein interessantes Bild unserer kleinen Stadt in den Köpfen und Herzen von Menschen in ganz Deutschland“, sagte Schumacher. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann (CDU) zeugte bei der Ausstellungseröffnung von dieser überregionalen Zugkraft. „Wenn die Werke einen dann auch noch ansprechen, macht es besonders Spaß“, sagte Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos), der nicht nur bereits West-Bilder wie den „Klugscheißervogel“ zu Hause hängen hat, sondern auch den Fabelfisch „Rüm Hart-Klaar Kimming“ aus der Ausstellung erwarb.

Das große Spektrum an Motiven allein macht die Ausstellung sehenswert. Fantastisches hängt neben lieblichen Marschansichten, Wedel neben New York. Johannes Stange

Die Ausstellung ist im Rathaus Wedel noch bis zum 6. Januar zu sehen. Eine Signierstunde mit West findet am Donnerstag, 13. Dezember, von 15 bis 19 Uhr statt.

Wedel-Schulauer Tageblatt

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