Modernste Technik aus Wedel

in Wedel Marketing

WEDEL. Chicago, Basel und London: Hinter diesen internationalen Industriestandorten muss sich Wedel nicht verstecken, denn die Stadt ist einer der führenden Medizintechnik-Sitze der Welt. Fünf größere Unternehmen haben sich in der Rolandstadt angesiedelt. Drei von ihnen - Haag-Streit Deutschland, Möller-Wedel und m-u-t - stellten sich nun im Zuge der Wedeler Gesundheitswoch in der Fachhochschule Wedel (FH) der Öffentlichkeit vor und hielten informative Vorträge.

So gab Dr. Jochen Koetke, Research Manger der Firma Möller-Wedel, einen Überblick über die Branche: In Deutschland gebe es derzeit etwa 11 000 Unternehmen im Bereich der biomedizinischen Technik, davon rund 58 in Schleswig-Holstein. Die Branche zähle bundesweit rund 170 000 Beschäftigte. Der nationale Gesamtumsatz lag 2009 bei 18,8 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr registrierte das Europäische Patentamt 16 400 Anmeldungen. Damit lag die Medizintechnik noch vor der elektronischen Nachrichtentechnik auf Platz eins. "Und die Branche wächst weiter, jährlich etwa um vier Prozent", wusste Koetke zu berichten. Er illustrierte den Fortschritt anschaulich durch einem historischem Vergleich. Schon vor 4000 Jahren wurden "chirurgische Eingriffe" an lebenden Menschen vorgenommen - mit Sägen, Feuersteine und Starstichnadeln. Die Werkzeuge waren noch sehr primitiv und die Erfolgsaussichten sehr gering. "Heute ist das anders, dank neuer und innovativer Technik", so der Manager. Auch seine Firma produziere State-of-the-Art-Geräte. Ein paar dieser stellte Koetke vor, darunter Operationsmikroskope, -systeme und -stühle. . Im Foyer konnten Besucher eines der Mikroskope in Augenschein nehmen.

Auch Haag-Streit-Mitarbeiter Denny Grimm ging auf die technischen Produkte seiner Firma im Bereich der Augenheilkunde ein. Außerdem stellte sein Unternehmen ein Gerät zum Messen des Augeninnendrucks aus.

Sven Warnck von der Firma m-u-t hielt einen Vortrag über Entwicklungen sowie Serienfertigungen in den Bereichen Spektroskopie und Sensorik, Laborautomation und Medizintechnik sowie Brandfrüherkennung und Aviation. Zudem betonte Warnck, dass er und viele seiner Mitarbeiter an der FH Wedel studiert hätten. "Auch der Nachwuchs für die Medizintechnik kommt aus Wedel", so Warnck.

Wedel-Schulauer Tageblatt

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