Ochsenmarkt: Das Fest kommt gut an

in Wedel Marketing

WEDEL. Für ein "AAA" hat das Rating der Zuschauer beim Rahmenprogramm des Wedeler Ochsenmarktes in diesem Jahr noch nicht gereicht. An der reinen Zuhörerzahl gemessen schwächelte die Folkmusik am Sonnabend. Doch der Zuspruch nimmt zu: "AA+". "Zweimal sehr gut, einmal gut", urteilte Bürgermeister Nils Schmidt (parteilos) über das dreitägige Rahmenprogramm. 

Mit etwa 350 Zuhörern begann der Unterhaltungspart des Ochsenfest-Wochenendes am Freitagabend im prallgefüllten Festzelt beeindruckend: Die Band "Just for Fun" hatte etwa ein Drittel mehr Fans mobilisiert als im vergangenen Jahr. Fünf Stunden und bis tief in die Nacht wurde das musikalisch Beliebteste aus den 1960er- bis 90er-Jahren gespielt. 

Noch nicht genug, aber deutlich mehr Zuhörer als 2011 verzeichnete der Folkabend. Die "Folk-Friends Wedel" standen nach ihrem ersten Auftritt im vergangenen Jahr auch diesmal wieder auf der Festzeltbühne. Einmalig und extra für den Ochsenmarkt spielte das Ensemble, das aus den Initiatoren Elke (Gitarre) und Ole West (Banjo und Trommel), Roland T. Prakken (Gitarre), Olaf Casachlich (Pakschaen) und Stefan Wulff (Bass) besteht. Elke West übernahm gesanglich den gefühlvollen Part. Mit Liedern wie "How many Roads must a men walk down" lockte sie die Textsicherheit der Zuhörer hervor. Ole West heizte dagegen meist richtig ein. Ein Lied von "Cuby + Blizzards" schrieb er selbst zu "Banjomusik" um. Das knackige Resultat ließ Mittleren-Westen-Flair aufkommen, das Publikum trommelte, klatschte und schrie. 

Die folgende Tribute-Band "Dylan on the Rocks" trat zum ersten Mal in Wedel auf. Mit ihrer rockigen Dylan-Auswahl trafen sie die Stimmung . Dass nur etwa 130 Zuhörer ins Festzelt gekommen und nicht alle Tische besetzt waren, trübte das Fazit von Bürgermeister Schmidt, der unter den Zuhörern war, nicht: "Wir wollen die Musikfarbe Folk weiter pflegen." Das Ganze benötige Zeit, sich zu etablieren, sagte er. "Vielleicht brauchen wir auch noch mehr und großflächigere Werbung", sagte Organisator Martin Schumacher vom Verein "Wedel Marketing". 

Der abschließende Frühshoppen am Sonntagvormittag stand wie immer unter dem Motto "Tradition". Vor allem ältere Wedeler ließen sich im gut besetzten Festzelt musikalisch und tänzerisch unterhalten sowie amüsieren. Der "Spitzerdorf-Schulauer Männergesangsverein" sorgte für maritime Heime lichkeit. Die Damen der "Trachten- und Volkstanztruppe Wedel" füllten die Tanzfläche mit Leben und das Musikduo "Heinz & Ruth" setzte mit Schlagern und Popmusik einen abwechslungsreichen Kontrapunkt. NDR-Moderator Gerd Spiekermann reizte auf Platt die Lachfalten, indem er beispielsweise erläuterte, dass freier Zugang zu Senf für ihn ein Grundrecht darstelle. "Das Programm ist sehr gut aufgezogen. Ich bin immer auf dem Ochsenmarkt", sagte Altwedeler Peter Höpermann. Für diese Tradition solle die Stadt immer Geld übrig haben.

Wedel-Schulauer Tageblatt

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