Ochsenmarkt: In seinen besten Zeiten erlebte Wedel den Auftrieb von 20000 Rindern

in Wedel Marketing

Vom 29. April bis zum 1. Mai erinnert sich Wedel wieder einmal seiner Ortsgeschichte. Denn an diesem Wochenende findet der traditionelle Ochsenmarkt auf dem Festplatz statt. Der Ochsenhandel war es nämlich, der der Rolandstadt vor mehr als 500 Jahren zu größerer Bedeutung verhalf. Jeweils im Frühjahr wurden damals die Magerviehherden aus dem dänischen Jütland über den heute noch bekannten Ochsenweg nach Wedel getrieben, wo sie verkauft und anschließend auch über die Elbe verschifft wurden. Zu besten Zeiten sollen es um die 20.000 Rinder gewesen sein, die per Handschlag den Eigentümer gewechselt haben. Stets unter den gestrengen Augen der Rolandfigur am Marktplatz. Am 29. April, gegen 5.30 Uhr, werden Händler aus ganz Norddeutschland ihre Rinder und Pferde auf den Festplatz an der Schulauer Straße treiben. Bis zum Mittag steht das Vieh im Mittelpunkt des Interesses von Jung und Alt.

Marktmeister Holger Franck hat in diesem Jahr 45 Viehzüchter und Händler angeschrieben. Wie viele Tiere nach Wedel gebracht werden, lasse sich zum Bedauern des Marktmeisters nicht sagen, da es keine Anmeldepflicht gibt. Vieles wird (auch) vom Wetter abhängen. „Im vergangenen Jahr waren es zwischen 150 und 160“, so Franck. Als Anreiz für die Händler wird es wieder eine „Kopfprämie“ für jedes Tier geben. Verkauft wird übrigens so wie früher - ohne Papiere, alleine mit Handschlag.

Doch nicht nur die großen Tiere warten auf Käufer und Besucher. Im Kleintierzelt, das gleich nebenan aufgebaut wird, tummeln sich Hühner, Kaninchen und andere „Haustiere“. Die Kinderaugen werden auch in diesem Jahr leuchten, verspricht Wedel Marketing, die beim Ochsenmarkt wieder Regie führt. Schnäppchenjäger aufgepasst. am Sonnabend, 30. April, wird es im Zelt eine Fundsachenversteigerung geben. Beginn ist um 15 Uhr. Täglich lockt zudem ein Jahrmarkt mit Karussells, Losbuden, Zuckerwattenverkauf und vielem mehr.

Abends wird es im Festzelt so richtig laut. Wedel Marketing hat ein buntes Musikprogramm organisiert. (pl).

Los geht es am Freitag um 20.30 mit Just For Fun (Einlass 19 Uhr, Eintritt acht Euro). Um 21.30 Uhr gibt es eine kurze Pause. Dann wird auf dem Festgelände ein große Feuerwerk abgebrannt.

Der Sonnabend steht ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr, Eintritt wieder acht Euro) ganz im Zeichen des Folk. Der Wedeler Maler Ole West und seine Frau Elke, beide auch Musiker, haben ihre Kontakte genutzt und den Pianisten Günther Brackmann sowie die Zydeco-Playboys nach Wedel geholt.

Auch auf einen Auftritt der „Folk Friends Wedel“ dürfen sich die Zuschauer wieder freuen. Sie setzen sich in diesem Jahr aus Elke und Ole West, Roland T. Prakken, der in Wedel bereits mit den „Downtown Dandies“ gespielt hat, sowie aus zwei Musikern der Band „Ougenweide“, Stefan Wulff und Olaf Casalich, zusammen. „Ougenweide“ bearbeitet mittelalterliche Texte mit Folk-  und Rockelementen und setzt eigene Kompositionen mit ungewöhnlichen Instrumenten um.


Am Sonntag, 1. Mai, eröffnet Bürgermeister Niels Schmidt um 10 Uhr den beliebten kommunalen Frühschoppen, mit dem der Markt seinen Ausklang findet. Der Bürgermeister führt auch durch das Programm. Musikalisch begleitet wird der Frühschoppen vom Spitzerdorf-Schulauer Männergesangverein, der in diesem Jahr sein 125-jähriges bestehen feiert, dem Akkordeonorchester „Viva la Musica“ sowie den Kindertanzgruppen des Hetlinger Männer-Turnvereins, den „Tweenies“. www.wedelmarketing.de.

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