Pferde dominieren den Ochsenmarkt

in Wedel Marketing

WEDEL. Ochsenmarkt in Wedel - doch die Ochsen ließen gestern morgen auf sich warten. Zwar füllten sich noch einige Gatter mit Kühen, und Viehtransporter rollten auf den Festplatz an der Schulauer Straße. Doch im Laufe des Vormittages wurde auch deutlich, dass in diesem Jahr die Pferde auf dem Ochsenmarkt die Oberhand hatten und dafür sorgten, dass Viehmarkt-Atmosphäre herrschte. 28 Rinder und 73 Pferde wurden gezählt. Besonders die kleinen Ponys zogen die Kinder an, da wurde gestreichelt und gefüttert. Fündig wurde daher auch das Team von dem Ponyhof Waldschänke, das zwei Pferde kaufte. 


Neue Verordnung und später Termin


Da die Händler sich nicht im Voraus anmelden müssen, ist nie vorhersehbar, wie viele kommen. Einige der Händler, die noch traditionell per Handschlag kaufen, kommen aber seit Jahren immer nach Wedel. Doch auch sie hatten teilweise erst gar keine Rinder mitgebracht, oder, wie Otto Schlichting, weniger als im Vorjahr. "Ich hatte vergangenes Jahr doppelt so viele Tiere mit", erzählt er. Grund sei zum einen eine neue Verordnung zu einer Seuche, die seit Januar neue Nachweise erfordert. "Das ist für die Händler und Landwirte mit mehr Aufwand und auch Tierarztkosten verbunden", erklärte Jens Meyer vom Veterinäramt, der gestern mit seinen Kollegen die Papiere der Tiere kontrollierte. Die Händler Jan-Erik Sibberns und Heinrich Thies hatten gar keine Tiere mitgebracht, sie wollten nur welche kaufen. Interessenten für zwei Ungarische Steppenrinder suchte Landwirt Udo Jeske aus dem Kreis Segeberg. Er hatte sie bei einer Versteigerung im Haustierpark Arche Warder erstanden, wo solche alten Rassen gezüchtet werden. Im Festzelt wurde gefrühstückt, die Fleischerinnung sorgte dann auch für ein weiteres Rindvieh auf dem Markt: Ihr Ochse am Spieß wurde am späten Vormittag angeschnitten. Heute Nachmittag werden Fundsachen versteigert, abends steigt das Folk-Konzert, morgen ist ein Frühschoppen angesetzt.

Wedel-Schulauer Tageblatt

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