Schüler blicken auf 800 Jahre Wedel

in Wedel Marketing

WEDEL. Sie haben heimatgeschichtliche Bücher in der Stadtbibliothek gewälzt. Sie haben mit Zeitzeugen gesprochen. Sie haben im Stadtarchiv und im Internet auf wedel.de recherchiert. Sie haben ihren Gedanken freien Lauf gelassen. Sie, das sind Schüler der Gebrüder-Humboldt-Schule in Wedel. Ihr Auftrag: 800 Jahre Stadtgeschichte auf zwei Mal zwei Meter großen Plakate bannen.

Die Idee für die Aktion kommt von Carsten Dürkob, promovierter Historiker, heute in Diensten der Stadtsparkasse. Das Konzept griff Martin Schumacher von Wedel Marketing auf - die politischen Gremien in Wedel sind begeistert. Tatkräftig will die Gemeinschaft der Innenstadtkaufleute die Schülerinitiative unterstützen. In der Jubiläumswoche für die 800-Jahr-Feier der Stadt, die für die Zeit vom 2. bis 10. Juni vorbereitet wird, sollen die Plakate in den Schaufenster der Geschäfte gezeigt werden. Damit das professionell umgesetzt werden kann, ist eine Werbeagentur beauftragt, die Schülerarbeiten gekonnt in Szene zu setzen.

Seit Januar wird in vielen Klassen über das Thema "Zeitreise" diskutiert. 17 Themen bereiten die Schülergruppen auf. Die ersten Plakate sind fast fertig, zum Beispiel die Arbeit der Zehntklässler, die sich mit der Situation der Jugend in der Nachkriegszeit beschäftigen. Beeke (15) und ihre Mitstreiter haben aufgeschrieben und Bilder rausgesucht, wie aus dem geplanten U-Boot-Hafen der Nazis nach dem Krieg das Elbe-Stadion wurde.

Wedel und seine Häfen zeigen Rona, Adita und ihre Schulkollegen. Die Sechstklässler sind als einzige von der Plakatstruktur abgewichen: Sie haben ein Modell gebaut, wie die Hatzburg ausgesehen haben könnte. Schumacher lobte den Einsatz der Schüler: "Das sind spannende Arbeiten. Darauf dürfen die Kunden und Spaziergänger in der Bahnhofstraße gespannt sein."

Wedel-Schulauer Tageblatt

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