Tausende strömten ans Elbufer

in Wedel Marketing

WEDEL. Es war ein ganz besonderer Abend: Hunderte von Sehleuten waren am späten Sonnabendabend während des "Piano an der Elbe" auf die Wiese vor dem Fährhaus gekommen, um einerseits Mathias Christian Kosels "Klassikmusik mit Augenzwinkern" zu hören. Andererseits standen sie dicht gedrängt zwischen dem Willkomm Höft und dem Hafen am Ufer der Elbe, um sehnsuchtsvoll den Schönen der sieben Weltmeere, den Kreuzfahrern "Astor", "Aida Aura", "Mein Schiff" und "Columbus" hinterher zu blicken. Hell erleuchtet glitt ein Traumschiff nach dem anderen in die Nacht hinaus.

Erstmalig hatte sich Wedel mit diesem Event den 2008 in Hamburg gestarteten, alle zwei Jahre stattfindenden "Cruise Days", angeschlossen. Die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm Höft biete sich an, so die Wedeler, an der Abschlussfeier der "Cruise Days" mit einem populären Musikprogramm von Klassik bis Chanson teilzunehmen. "Und die Premiere war erfolgreich", freute sich gestern Martin Schumacher von Wedel Marketing. Das Wetter habe einigermaßen mitgespielt. Entsprechend seien viele Tausend Gäste an das Ufer der Elbe gekommen. Bei den kommenden Hamburger "Cruise Days" in zwei Jahren, so Schuhmacher, werde Wedel wieder mit "Piano an der Elbe" dabei sein. Dann wird möglicherweise auch der beleuchtete Heißluftballon von Franz Taucher in Aktion treten können, der diesmal wegen aufkommender Windböen nur kurz zu sehen war.

Gestartet wurde das Vorprogramm zur Auslaufparade der Kreuzfahrer um 20 Uhr mit unterhaltender Klaviermusik, gespielt von Mathias Christian Kosel auf einem vom Hamburger Steinway-Haus gestellten Flügel. Kleines Handicap dabei war, dass der Autor, Komponist und Dirigent Platz lassen musste für die Begrüßungs- oder Verabschiedungsmusik des Willkomm Höfts für die auf der Elbe vorbeiziehenden Schiffe. "Ein kleines Experiment", so Kosel, das aber hervorragend klappte. Zwar wurden einige der wunderschönen Stücke bekannter Komponisten dadurch gekürzt, aber das musste sein.

Viel Beifall erhielt auch Elke West, die von Kosel begleitet Lieder von der Waterkant sang. Passend zum Premierenabend trug die vor eineinhalb Jahren von Norderney nach Wedel gezogene Sängerin erstmals öffentlich das Lied "Windkind" vor. Die vom Publikum begeistert aufgenommene Uraufführung ist Teil des neuen Musicals "Seefahrt ist not", das Kosel nach dem Roman von Gorch Fock geschrieben hat.

Zeitgleich mit dem Start der Klaviermusik am Wedeler Elbufer hatte sich im Hamburger Hafen an der Startlinie auf Höhe der Elbphilharmonie der Schiffsverband aus Kreuzfahrern und Oldies zur Auslaufparade aufgestellt. Kurz vor 23 Uhr tauchte dann die "Astor" als erstes der vier noch vor Wedel verbliebenen Kreuzfahrtschiffe auf. Zur Enttäuschung der Veranstalter in Wedel hatten die "Deutschland", der Museumsfrachter "Cap San Diego" wie auch die Segelschiffe "Atlantis" und "Sedov" zusammen mit den kleineren Traditionsdampfern um die "Schaarhörn" schon bei Blankenese umgedreht. "Darüber müssen wir noch sprechen", so Schumacher, "dass nächstes Mal alle Schiffe auch in Wedel vorbeikommen."

Wedel-Schulauer Tageblatt

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