Tieftraurig bis ausgelassen rockig

in Wedel Marketing

WEDEL. An drei Tagen wurde der Ochsenmarkt auch in diesem Jahr von einem vielfältigen Kulturprogramm begleitet. Im großen Festzelt direkt neben Achterbahn und Waffelbäckerei unterhielt Musik und Tanz die Wedeler Bürger. Am Freitagabend übernahm die bekannte Gruppe "Just for fun" im dritten Jahr die musikalische Eröffnung des Ochsenmarktes, am Sonnabend spielten die Musiker beim Folkabend bis spät in die Nacht, und am Sonntag klang der Markt beim Frühschoppen entspannt aus.

Das Zelt war bis auf den letzten Platz gefüllt, als am Freitagabend "Just for Fun" die Bühne betrat. Mit Oldies und Tanzhits der 60er bis 90er Jahre heizten sie dem Publikum ordentlich ein. Das hielt sich nicht lange auf seinen Plätzen: Bis nach Mitternacht feierten sie tanzend mit der Band. 


Band spielt nur beim Ochsenmarkt


Auch am Sonnabend vergaß so mancher Besucher die Kälte im ungeheizten Zelt beim Tanzen. Der Folk-Abend wurde von drei ganz unterschiedlichen Auftritten gestaltet: Den Anfang machten die "Folk-Friends-Wedel", eine Gruppe um den Wedeler Maler Ole West, die nur einmal im Jahr - nämlich zum Ochsenmarkt - zusammenkommt. 

Gemeinsam mit seiner Frau Elke, den Musikern von "Ougenweide" und dem Gitarristen Roland T. Prakken unterhielt West sein Publikum mit Stücken unter anderem von Bob Dylan und Leonard Cohen. Von tieftraurig bis fröhlich-beschwingt war an Emotionen alles mit dabei. Der Pianist Günther Brackmann, den West auf einem Konzert "entdeckte" und nach Wedel einlud, zeigte anschließend, was Folk auch sein kann: Boogie Woogie und Blues standen auf dem Programm. Nachdem Brackmann das Publikum "eingegroovt" hatte, ging es dann mit den "Zydeco Playboys" so richtig los. Die fünf Musiker holten mit ihrer Gute-Laune-Musik schnell die ersten Tänzer aufs Parkett und spielten bis in die Nacht hinein. 

Am Sonntag schließlich kamen alle auf ihre Kosten, die bei Schmaus und Trank gern traditionellen Liedern lauschen. Beim Frühschoppen am ersten Mai lud das Akkordeonorchester "Viva la Musica" das Publikum unter anderem mit "My Bonnie is over the ocean" zum Mitschunkeln ein. Anschließend gab der Spitzerdorf-Schulauer Männergesangsverein einige Stücke aus seinem großen Repertoire zum Besten - mit dabei waren das beliebte "Hallo hier Wedel", "Das ist mein Holstein" und "Oklahoma wo der Wind". 

Aber auch hier durfte der Tanz nicht fehlen: Die "HMTV Tweenies" zeigten einige ihrer Choreographien zu modernen Pop-Liedern. "Wir haben auch in diesem Jahr wieder darauf gesetzt, an drei Tagen drei ganz unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen", erklärte Organisator Martin Schumacher von Wedel-Marketing. "Das ist uns gut gelungen. Auch wenn es dieses Jahr insgesamt etwas ruhiger zuging, bin ich sehr zufrieden mit den Veranstaltungen." 


Goßen Act engagieren



Da beim diesjährigen Ochsenmarkt das letzte Ferienwochenende mit dem ersten Mai zusammenfiel, sei besonders am Sonnabend das Festzelt nicht voll belegt gewesen. "Das war einfach Pech", konstatierte Schumacher. Große Veränderungen für das nächste Jahr sind nicht geplant. "Um noch mehr Menschen anzusprechen, wollen wir für den Folk-Abend aber einen besonders großen Act engagieren." Wer das sein soll, stehe noch nicht fest. Allerdings sei geplant, im nächsten Jahr das Festzelt zu beheizen, damit niemand von zu niedrigen Temperaturen abgeschreckt würde.

Wedel-Schulauer Tageblatt

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