Tiere, Trecker und Tradition beim Ochsenmarkt

Beim Ochsenmarkt vergnügten sich am Wochenende zahlreiche Besucher. Außer Rindern gab es Oldtimer zu sehen. Neues Konzept erfolgreich.

in Wedel Marketing

Wedel. Ein Fest von Wedelern für Wedeler solle der Ochsenmarkt sein, meint Bürgermeister Niels Schmidt. Das bedeutet natürlich nicht, dass am Wochenende auf dem Festplatz an der Schulauer Straße Gäste aus dem Umland nicht willkommen gewesen wären. Die Ausrichtung der Veranstaltung sei aber einfach lokaler als beispielsweise beim größeren Hafenfest im Juli, so Schmidt. "Der Ochsenmarkt zeigt, wo Wedel herkommt."

Und so freute sich der Bürgermeister, dass der Verein Wedel Marketing und das Team der Veranstaltungsagentur Elbmenschen um Elbe-1-Chef Daniel Frigoni darauf Wert gelegt hätten und es schafften, wieder mehr Viehhändler mit ihren Tieren nach Wedel zu locken. Allein 39 Rinder brachte Christian Detje aus Hollenstedt im Landkreis Harburg mit. Motivation für ihn war dabei weniger das Geschäft. Er wolle vielmehr seinen Kindern die Wurzeln des Viehhandels zeigen und sie als mögliche Nachfolger im Familien­betrieb begeistern, so Detje.

Bei den Besuchern des Ochsenmarktes sorgten neben Jahrmarkt und Festzeltprogramm vor allem die Kälber für Entzücken. Aber auch bei den zur Schau gestellten Pferden und den Treckern des Old­timer-Zentrums Holm verweilten viele Menschen. So wie Simone und Josef Bödding aus Wedel mit ihren Kindern Finn und Louisa, denen das Interesse an den Technik-Klassikern angesichts des landwirtschaftlichen Betriebes der Großeltern quasi in die Wiege gelegt wurde. Elf Trecker hatten die Oldtimer-Freunde dabei – Maschinen mit hohem emotionalen Wert für die Besitzer, laut ihrem Bekunden aber keine Geldanlage.

Das Finanzielle ist angesichts der Haushaltslage in Wedel immer Thema. 20.000 Euro kostet der Ochsenmarkt. Laut Bürgermeister Schmidt eine Investition, an der man festhalten sollte. Das sieht auch Marc Cybulski so. Der Chef von Wedel Marketing lobt das neue Konzept des etwas verkürzten Spektakels, das zum zweiten Mal griff. Es sei "viel familiärer und lebendiger als früher", so Cybulski. Die beiden Abendveranstaltungen seien ebenso gut besucht gewesen wie der Viehauftrieb und der sonntägliche Frühschoppen im Festzelt. "Verbesserungsfähig war nur das Wetter."

Hamburger Abendblatt/Pinneberger Zeitung

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