Tourismus: Brachland wird beackert

in Wedel Marketing

WEDEL. "In vielen Köpfen ist es noch nicht angekommen, dass Wedel ein Tourismus-Potenzial hat": Dies zu ändern ist eine der Aufgaben, an die sich Katrin Fahrenkrug gemeinsam mit Esther Wieferich und Mareike Simon gemacht hat. Letztere sind Studentinnen in Fahrenkrugs Kommunikations- und Prozessmanagement-Institut "Raum und Energie", das gemeinsam mit Wedel Marketing eben jenes Brachland beackert: den Tourismus in der Rolandstadt. 

Am Anfang steht die Befragung von Tages- und Übernachtungsgästen in der Stadt, mit der Wieferich und Simon heute beginnen. Am Ende wird ein Tourismuskonzept stehen, das Stärken und Schwächen auch im Vergleich zu anderen Kommunen ebenso aufzeigt wie Chancen und mögliche Handlungsfelder. Ein solches Instrument soll bereits Ende 2010 zur Verfügung stehen - Wieferich, die an der Uni Lüneburg Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Tourismusmanagement studiert, wird jenes Konzept im Rahmen ihrer Magisterarbeit ausformulieren. Zudem gibt es durch das Wirtschaftsinstitut an der Heider Fachhochschule Westküste eine wissenschaftliche Rückkopplung. 

Ansatzpunkt ist zunächst die große Gruppe der Touristen, die Wedel ohne Zutun der Kommune erreichen: die Radfahrer. Vor allem durch ihre Lage an drei stark frequentierten und weithin bekannten Cyclo-Routen wird die Rolandstadt von zahlreichen Pedalsportlern und Ausflüglern angefahren. Per Fragebogen gilt es nun, deren Bedürfnisse und Wahrnehmung Wedels zu ermitteln. Zugleich fragen die Studentinnen aber auch die tatsächlichen Angebote der Beherbergungsbetriebe ab. Denn, so der erste Eindruck: Die sind nicht oder kaum auf die Radler eingestellt. Wieferichs erster Eindruck: "Gerade in den kleinen, günstigen Herbergen gibt es kaum Angebote für eine Übernachtung." Eine weitere Zielgruppe des ersten Ansatzes sollen die Wohnmobilisten sein, die Wedel seit Eröffnung der Stellplätze an der Schulauer Straße ebenfalls in nennenswerter Zahl ansteuern. 

Laut der neuen Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit der Stadt ist sowohl die Übernahme von Aufgaben der Touristeninformation als auch der Aufbau einer Touristenzentrale mittlerweile ganz offiziell Angelegenheit von Wedel Marketing. Tatsächlich sei vor dem Hintergrund der fortschreitenden Realisierung der Maritimen Meile ein Tourismuskonzept auch deshalb wichtig, um deren Belange berücksichtigen zu können, so Fahrenkrug. Schließlich diene die Maritime Meile auch der Profilierung als Touristen-Standort.

Wedel-Schulauer Tageblatt

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