Aus zwei mach' eins mit vielen: Wedeler Kaufleute gegründet

Fusion der beiden Gemeinschaften abgeschlossen - erste Neu-Mitglieder - große Veranstaltungs-Agenda

in Kaufleutegemeinschaft, Wirtschaft & Branchen

Auf der ganz großen politischen Bühne wird die deutsche Vereinigung als "historisch" bewertet - ein paar Nummern kleiner in Wedel passt das Adjektiv allerdings auch: Die "Gemeinschaft Wedeler Kaufleute" ist gegründet und damit eine Jahrzehnte währende Spaltung in Altstadt und Innenstadt geheilt. Mehr als 50 Einzelhändler, Handwerker und Freiberufler kamen zu diesem ganz besonderen Anlass ins Lokal "elbe 1".

Die neue Zeit begann in großer Harmonie - und minimalen Meinungsverschiedenheiten. Einstimmig beschlossen die Anwesenden die neue Satzung mit dem Ziel Handel, Handwerk und Gewerbe in Wedel zu stärken. Einstimmig war das Votum auch zur Beitragsordnung 25 Euro Grundgebühr plus optionalen Zuschlägen für Weihnachtsbeleuchtung und Gemeinschaftswerbung in Print-Medien. Ebenso einmütig wurde beschlossen, sämtliche Veranstaltungen der Vorgängervereine weiterzuführen - sogar die ersten Helferinnen und Helfer meldeten sich für freiwillige "Sonderschichten". Und noch eins obendrauf: Künftig wollen die Kaufleute auch auf dem Hafenfest aktiv werden.

Und noch mehr Schulterschluss: Der Vorstand wurde bestätigt, künftig werden Akteure immer um  ein Jahr versetzt gewählt. Daniel Frigoni ist der erste Vorsitzende, Jan Lüchau sein Stellvertreter. Roland von Ziehlberg, Jörg Feuchtner, Jochen Lüchau, Uwe Schober und Volker Klein. Kritikpunkt "Frauen-Defizit"? "Ja, wir wollten auch eine Frau dabei haben, es war alles klar - und dann kam ein Baby!", sagte Daniel Frigoni mit vollem Verständnis dafür, dass nun die Zeit erst einmal für den Nachwuchs wichtiger ist. Aber Frauen-Initiativen sind natürlich hoch willkommen.

Ebenso sind es neue Mitglieder. Rund 80 gibt es derzeit - da ist noch viel Luft nach oben. Denn nicht nur Einzelhändler, sondern verstärkt auch Handwerker und andere in Wedel wirtschaftlich Tätige sollen gewonnen werden, um gegenüber Lokalpolitik und Verwaltung möglichst kräftig für die Interessen auftreten zu können.

Und nun zu den "Unstimmigkeiten": Ein Logo war bereits entwickelt - doch darüber brachen keine Jubelstürme aus. Wilfried Kaiser, Neu-Mitglied und Grafiker, bot an, eine Alternative zu präsentieren - und wer konnte bei einem Gratis-Angebot schon ablehnen? Mit dem "Elbe 1" war ein  Versammlungsort für den monatlichen Kaufleute-Treff vorgeschlagen - und zwar gegen den Widerstand des Elbe1-Gastronomen Frigoni, der keinesfalls in den Ruch geraten wollte, auf persönliche Vorteile aus zu sein. Frigoni bekam Rückenwind aus der Versammlung. Aber mangels Alternativen wird nun vorerst so verfahren. Unterschiedliche Meinungen gab es auch in punkto Bankverbindung. Die Vorgänger-Gemeinschaften hatten verschiedene Institute im Boot gehabt - der Vorstand wird das Thema noch einmal diskutieren, wer den Zuschlag bekommt, beziehungsweise, wer "leiden soll", denn so eine Kontoführung ist eher mit Arbeit den mit Geschäft verbunden.

All' diese Diskussionen liefen jedoch freundlich und teils humorvoll ab. Das lässt für die Zukunft hoffen, dass die dunklen Jahre der Trennung, in denen es in ferner Vergangenenheit mehr als nur einmal biestig zwischen den Verbindungen zugegangen war, rasch überwunden werden können. Denn alle haben das gemeinsame Ziel: Wedels Wirtschaft stärken, die Kundschaft in der Stadt behalten und Nachbarn anlocken. Angesichts der titanischen Konkurrenz des Internets und der Hamburger Einkaufsmöglichkeiten ist das wichtiger, denn je. (Jörg Frenzel/kommunikateam, 3.3.2016)

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit wedel.de-Werbepartnern.

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