Geld anlegen ist ähnlich wie Urlaub machen...

Neujahrsempfang der Stadtsparkasse Wedel - Vorstandsvorsitzender Marc Cybulski und eine tour d'horizon

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Meldeten gute Ergebnisse für 2017 und konnten sich das "Auf-dem-Tisch-tanzen" gerade noch verkneifen: die Stadtsparkassen-Vorstände Marc Cybulski (links) und Heiko Westphal.
Meldeten gute Ergebnisse für 2017 und konnten sich das "Auf-dem-Tisch-tanzen" gerade noch verkneifen: die…

Normalerweise gibt sich Marc Cybulski, Vorsitzender des Vorstands der Stadtsparkasse Wedel, zu Jahresanfang eher zugeknöpft, sofern er nach Zahlen seines Institutes gefragt wird. Er legt die Karten eigentlich immer erst dann auf den Tisch in der Öffentlichkeit, nachdem die Prüfer geprüft und testiert und die Kommunalpolitiker vorab ihre Infos empfangen haben, denn das erspart Überraschungen und Mecker aus der Politik. Doch in diesem Jahr ist sich der Vorstandschef offensichtlich seiner Sache sehr sicher. Schon beim Neujahrsempfang hielt er mit Zahlen nicht hinterm Berg - wahrscheinlich, weil sie ihm so gut gefallen!

Rund 80 Millionen Euro habe die Sparkasse an Krediten im vorigen Jahr neu vergeben. Das entspricht satten 20 Prozent des Gesamt-Kreditbestandes! Das Wertpapiergeschäft des Institutes ist um 20 Prozent gewachsen! Run d 1,3 Millionen Euro führte die Sparkasse an den städtischen Haushalt ab. 160.000 Euro und damit ebenfalls plus zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr investierte die Sparkasse in wichtige Wedeler Projekte - von Vereinen, Schulen, Kitas und anderen Institutionen.  Das sind alles Werte, die sich sehen lassen können. Der Vorstandsvorsitzende selbst wertete sie zunächst eher unterkühlt als "recht zufriedenstellend", machte dann aber seinen wahren Gefühlen Luft: "Mein Vorstandskollege Heiko Westphal und ich tanzen auf dem Tisch!", feixte er in die Runde - und kassierte kräftigen Applaus.

Den bekam er auch, weil mit ihm endlich mal einer das Thema "Anlagestrategie" so erklärte, dass auch Klein Fritzchen die Sache mit den unterschiedlichen Risiken kapierte. Tenor: Geld anlegen ist vergleichbar mit Urlaub machen. Variante 1: auf Nummer sicher. "Staatsanleihen und Sparbücher - das ist wie Urlaub auf Mallorca. Da fahren alle hin, der Andrang ist groß und deshalb ist der Service manchmal nicht so toll - entsprechend wie die Zinsen." Variante 2: die eher mutige Version. Geld anlegen beispielsweise in Kunst und alten Autos sei wie Urlaub in der Türkei: Die Sache könnte sich hervorragend entwickeln - aber nicht ganz ohne Risiko.... Variante 3: der rationale Mittelweg. "Aktienanlagen sind wie Urlaub in Griechenland - vergleichsweise günstige Preise und gute Leistungen", so Marc Cybulski und erinnerte daran, dass der Deutsche Aktienindex im vorigen Jahr um rund 14 Prozent gestiegen ist und die Unternehmen gut verdienen.

Zwar habe die amerikanische Zentralbank schon Zinsen erhöht und die Europäische Zentralbank ihr Anleihe-Kaufprogramm heruntergefahren, doch eine scharfe Zinswende sei noch nicht in Sicht. Marc Cybulski: "Die EZB hat drei Billionen Euro in den Markt gepumpt - es wird lange dauern, dies wieder aus dem Markt herauszuholen."

Im Anschluss gab es für die Gäste kleine Snacks und Getränke bei netten Gesprächen - um eine Einladung zu bekommen spielt übrigens die Dicke der Brieftasche nicht die große Rollee. Die Sparkassenberater wählen jeweisl Kunden aus - und jedes Jahr werden mindestens 50 Orozent durchgewechselt.   

 

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