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"Wedel will's wissen" - Kaufleute und Seniorenbeirat gaben Politikern vor der Kommunalwahl die Chance zur Präsentation ihrer Vorstellungen

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Gute Laune auch noch nach rund drei Stunden Frage und Antwort: René Penz (WSI), Dr. Friedhelm Michalke (SPD),Jochen Lüchau (kaufleute), Petra Kärgel (Bündenis 90 / Die Grünen), Manfred Schlund (Seniorenbeirat), Dieter Strüven (Die Linke), Martin Schumacher (FDP), Julian Fresch (CDU) und Moderator Gerrit Mathiesen.
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Gute Laune auch noch nach rund drei Stunden Frage und Antwort: René Penz (WSI), Dr. Friedhelm Michalke (SPD),Jochen Lüchau…
Das Rist-Forum war gut besucht.
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Das Rist-Forum war gut besucht.

Mag auch an vielen Orten großer Verdruss über Politiker und Politik aufglühen, so gibt es zumindest in Wedel einen Hoffnungsschimmer: Akteure aller im Rat vertretenen Fraktionen stellten sich im Rist-Forum den Fragen aus einem Kreis von rund 200 Bürgerinnen und Bürgern. Unter dem Motto "Wedel will's wissen" hatten der Seniorenbeirat und die Kaufleute eingeladen - die Veranstaltung verlief so, wie es heute nicht mehr selbstverständlich ist, aber wie man es sich wünscht: angemessen im Ton, klar in den Aussagen. Und vor allen Dingen: Zum Schwafeln blieb keine Chance, denn nach jeweils einer Minute Antwortzeit wurde das Mikrofon abgedreht. Moderator Gerrit Bastian Mathiesen, Redaktionsleiter der Tageblatt-Gruppe, managte das Ganze so freundlich-souverän, dass sich der Unmut der Politiker über das Limit in Grenzen hielt. 

Eines vorweg: Knapp 20 Fragen wurden an Julian Fresch (CDU), Dr. Friedhelm Michalke (SPD), René Penz (WSI), Martin Schumacher FDP, Dieter Strüven (Die Linke) und Petra Kärgel (Bündnis 90/Die Grünen) gestellt - alle 120 Antworten hier aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Da sei auf die Wahlprogramme verwiesen, wer wozu Ideen hat. 

Doch an mehreren Themen wurden die größeren Linien deutlich - und sogar Gemeinsamkeiten. Alle Parteien wünschten sich beispielsweise, dass die Entwicklung des Business Park Elbufer schnellstens vorangeht. Alle sprechen sich dafür aus, dass Eltern von Kindergarten-Kindern entlastet werden sollten und dass das Seniorenbüro der Stadtverwaltung für Wünsche der älteren Generation vielfältiger parat stehen sollte. Über die Wege zu all dem gab es unterschiedliche Meinungen.

Aber auch deutliche Unterschiede in den Auffassungen kamen hervor: Während sich Julian Fresch und Martin Schumacher deutlich für ein Neubaugebiet Wedel-Nord stark machten und gemeinsam mit Dieter Strüven endlich eine Entlastungsstraße für die Altstadt forderten, waren die anderen Parteien da zurückhaltender: Petra Kärgel zum Beispiel sah die Umgehungsstraße kritisch ("Neue Straßen ziehen neuen Verkehr an - wir selbst sind der Verkehr."), René Penz bringt das gesamte Neubaugebiet nicht zum Jubeln, weil hohe Kosten für zusätzliche Infrastruktur wie Schulen und Kitas auf die Stadt zurollen würden und Dr. Friedhelm Michalke wünscht sich vor dem Angehen solch eines Projektes erst einmal einen Masterplan.

Jochen Lüchau, Vorstandsmitglied der Wedeler Kaufleute, zog denn auch eine positive Bilanz der Veranstaltung. "Während man auf einzelnen Veranstaltungen der jeweiligen Parteien oder an den Ständen immer nur eine Seite hört, konnte man hier mal direkt vergleichen. Wir haben dafür Lob aus dem Publikum bekommen." (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 12.3.2018)   

 

   

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