25 Jahre Planetenelehrpfad Wedel -
Tourentermine mit Dr. Bakan

Planetenlehrpfad - das Sonnensystem auf sechs Kilometern Länge

Planetenlehrpfad 2026

Führungen mit Dr. Stephan Bakan

Im August 2026 feiert der Planetenlehrpfad sein 25 jähriges Bestehen. Am Muttertagswochenende ist Wedel Marketing mit Dr. Bakan offiziell in die Jubiläumssaison gestartet. Zum Deutschlandweiten Tag der Astronomie gab es eine PreSeason-Sondertour.

Terminübersicht 2026:

  1. Sa. 28.03. Wanderung, Start 10 Uhr, Anlass: Deutschlandweiter Tag der Astronomie

  2. Sa. 09.05. Wanderung, Start 10 Uhr, Themen: Venus, Jupiter

  3. So. 10.05. Radtour, Start 14 Uhr, Themen: Jupiter, Pluto

  4. So. 12.07. Radtour, Start 14 Uhr, Themen: Jupiter, Neptun

  5. Mi. 12.08. Sondertour: Wanderung, Start 18 Uhr, Themen: Sonnenfinsternis, Perseiden

  6. Sa. 12.09. Wanderung, Start 10 Uhr, Themen: Mars, Saturn

  7. So. 13.09. Radtour, Start 14 Uhr, Themen: Saturn, Uranus

25 Jahre Planetenlehrpfad Wedel

Von einer Idee zum Weg durchs Sonnensystem

Initiatoren und Begleiter des Planetenlehrpfades, von links: Ehepaar König (Initiatoren), Anke Rannegger (Stadtarchiv), Dr. Bakan (Physiker, Guide) und Alexander Fröschke (Wedel Marketing), Foto: Dieter Napiwotzki

Seit 2001 macht der Wedeler Planetenlehrpfad astronomische Dimensionen erlebbar – und erzählt zugleich eine Geschichte von bürgerschaftlichem Engagement, Inklusion und einem besonderen Stück Wedeler Stadtgeschichte

„Wir treffen uns an der Sonne.“ Was für manche Wedeler längst eine ganz alltägliche Verabredung sein mag, hat einen ungewöhnlichen Hintergrund: Seit 25 Jahren steht an der Schulauer Straße eine rund 800 Kilogramm schwere Sonnenkugel und markiert den Ausgangspunkt für eine Reise durch unser Sonnensystem. Am 29. August 2001 wurde der Planetenlehrpfad Wedel offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Auf rund sechs Kilometern führt er heute vom Sonnenstandort an der Schulauer Straße bis zum Pluto in der Wedeler Marsch und macht die gewaltigen Entfernungen im Sonnensystem im Maßstab 1:1 Milliarde erfahrbar.

Von einem Flyer zur Idee für Wedel

Medienandrang zur Eröffnung 2001, Foto: ALH

Die Geschichte des Planetenlehrpfades beginnt bereits zwei Jahre vor seiner Eröffnung. 1999 besuchten Volker und Marie-Luise König eine Tagung über taktile Medien in Freital bei Dresden. Dort entdeckten sie einen Flyer über einen Planetenlehrpfad in Marburg. Die Idee, ein vergleichbares Projekt nach Wedel zu holen, ließ sie nicht mehr los. Zurück in Wedel ergab sich bald die Gelegenheit, die Idee mit der damaligen Leipziger Behindertenbeauftragten Dr. Ingrid Rühlemann und dem damaligen Wedeler Bürgermeister Diethart Kahlert zu besprechen. Das erste Konzept sah dabei noch ganz anders aus: Als Standort war zunächst die Strecke entlang der Bahngleise vorgesehen, mit dem Wedeler S-Bahnhof als Ausgangspunkt und Standort der Sonne.

Es war Bürgermeister Kahlert, der einen anderen Gedanken ins Spiel brachte: Warum nicht den Planetenlehrpfad am Deich durch die Wedeler Marsch bis nach Hetlingen führen? Die Idee fand im Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss der Stadt Zustimmung. Damit war der Grundstein für den heutigen Verlauf gelegt. Was folgte, war vor allem eines: viel persönliche Initiative und Pionierarbeit. Volker König gelang es, die Beschäftigungsgesellschaft Arbeit und Lernen Hamburg für die Durchführung der Arbeiten zu gewinnen und mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Pinneberg/Steinburg einen gemeinnützigen Projektträger zu finden. Die Finanzierung musste ohne vorhandenes Startkapital organisiert werden.

​​​​​​​66.000 Deutsche Mark für einen Weg durchs Sonnensystem

Insgesamt wurden rund 66.000 Deutsche Mark für das Projekt benötigt. Die Finanzierung sollte über Spenden, Fördermittel und Patenschaften für die einzelnen Planetenstationen erfolgen. Die Unterstützung für den Planetenlehrpfad kam dabei keineswegs nur aus Wedel. Einen wesentlichen Anteil der Finanzierung ermöglichten Förderer und Unterstützer aus unterschiedlichen Regionen – darunter aus Hamburg, Bremen, Hannover, Flensburg und Pinneberg. Unternehmen, Organisationen und weitere Förderer übernahmen Patenschaften für einzelne Stationen oder unterstützten das Projekt auf andere Weise.

Parallel dazu mussten technische und behördliche Voraussetzungen geschaffen werden. Die Lage am Deich stellte besondere Anforderungen: Aus Gründen des Hochwasserschutzes durften unweit des Deichfußes keine dauerhaft verankerten baulichen Einrichtungen entstehen. Die Planetenstationen mussten deshalb so konstruiert werden, dass sie im Ernstfall schnell entfernt werden konnten. Gleichzeitig mussten sie gegen Diebstahl gesichert werden. Die Bronzetafeln der Planetenstationen wurden von einer Glockengießerei in Hessen gefertigt. Die rund 800 Kilogramm schwere Sonnenkugel entstand in der Werkstatt von Arbeit und Lernen Hamburg. Für ihren Transport nach Wedel musste ein Kran eingesetzt werden.

Der Planetenlehrpfad war damit von Anfang an ein Projekt, das nur durch das Zusammenspiel vieler Beteiligter entstehen konnte. Die Initiative ging vom Ehepaar König aus, die Finanzierung und Umsetzung wurden jedoch durch ein Netzwerk von Unterstützern weit über Wedel hinaus ermöglicht. Volker König brachte die Idee nach Wedel und trieb die technischen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für ihre Umsetzung maßgeblich voran.

​​​​​​​Ein Planetenlehrpfad für alle

Von Anfang an war das Projekt mehr als ein astronomischer Spazierweg. Der Zugang zur Astronomie sollte möglichst vielen Menschen offenstehen. Deshalb wurden die Stationen mit Informationen ausgestattet, die nicht nur gelesen und betrachtet, sondern auch ertastet werden können. Die Planetenstationen verfügen über Bronzetafeln in Tischhöhe sowie Texte in Brailleschrift und erhabener Normalschrift. Ein entsprechend angelegter Weg ermöglicht auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern den Zugang zu den Stationen. Der inklusive Ansatz war damit bereits Bestandteil des ursprünglichen Konzepts.

Eine weitere Besonderheit gehörte von Anfang an zum pädagogischen Konzept des Projektes: Voraussetzung für die Förderung war auch die Vermittlung von Wissen über die Tide. Deshalb informieren die Flyer und Informationstafeln des Planetenlehrpfades bis heute über die kosmischen Einflüsse auf Ebbe und Flut. Damit schlägt der Lehrpfad eine direkte Brücke zwischen den Vorgängen im Sonnensystem und dem, was Besucherinnen und Besucher unmittelbar vor Ort an der Elbe erleben können.

Auch der gewählte Maßstab macht den Wedeler Planetenlehrpfad besonders anschaulich. 1:1 Milliarde bedeutet: Ein Meter auf dem Lehrpfad entspricht einer Million Kilometern im Weltraum. Der Maßstab gilt dabei nicht nur für die Entfernungen, sondern auch für die Größen der Planeten. Die Sonne steht am Ausgangspunkt, die Erde folgt nach rund 150 Metern, der Saturn ist bereits etwa 1,4 Kilometer entfernt und bis zum Pluto sind es rund sechs Kilometer.

Damit vermittelt der Wedeler Lehrpfad die Größenverhältnisse unseres Sonnensystems besonders unmittelbar. Während andere Planetenlehrpfade in Schleswig-Holstein mit anderen Maßstäben arbeiten, macht der Wedeler Maßstab die Entfernungen zwischen den Himmelskörpern auf besonders eindrückliche Weise erlebbar.

25 Jahre bedeuten auch 25 Jahre Engagement

Dass der Planetenlehrpfad heute noch existiert, ist nicht selbstverständlich. Witterung und Vandalismus setzten den Stationen im Laufe der Jahre immer wieder zu. Besonders die Sonnenkugel musste mehrfach von Beschädigungen und Farbschmierereien befreit werden. Volker und Marie-Luise König kümmerten sich gemeinsam mit dem Wedeler Lutz Winkel zwölf Jahre lang um Pflege und Erhalt des Lehrpfades – mit viel persönlichem Einsatz und vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln.

2013 wurde der Planetenlehrpfad vom Arbeiter-Samariter-Bund als Projektträger an die Stadt Wedel übereignet. Damit endete auch die aktive Verantwortung des Ehepaars König für den Lehrpfad. Heute ist das Gebäudemanagement der Stadt Wedel für den Erhalt der Anlagen zuständig. Die Geschichte des Planetenlehrpfades steht damit beispielhaft für die Bedeutung von Pionierarbeit: Projekte wie dieses beginnen mit einer Idee und dem Engagement einzelner Menschen, bevor sie zu einem dauerhaften Bestandteil einer Stadt werden.

​​​​​​​Das Jubiläum wird zum ganzen Jahr

Jubiläumsflyer als PDF herunterladen (auf Bild klicken)

Zum 25-jährigen Bestehen gibt es am Jubiläumstag selbst keine zusätzliche Großveranstaltung. Stattdessen wurde das Jubiläum über die gesamte Führungssaison 2026 hinweg sichtbar gemacht. Die bereits durchgeführten Wanderungen und Radtouren mit dem Physiker und Hobby-Astronomen Dr. Stephan Bakan standen im Zeichen des Jubiläums. Ein besonderer Höhepunkt war die Sondertour am 12. August, bei der der Planetenlehrpfad mit der partiellen Sonnenfinsternis verbunden wurde. Auch im September stehen noch weitere Führungen auf dem Programm.

Dr. Stephan Bakan erlebt bei seinen Führungen regelmäßig, wie anschaulich sich astronomische Zusammenhänge am Wedeler Planetenlehrpfad vermitteln lassen:

„Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie gut man astronomische Gegebenheiten und staunenswerte Details zu den einzelnen Planeten und ihren Monden bei so einer Führung vermitteln kann. Insbesondere die Ursachen für Sonnen- und Mondfinsternisse sowie für die Tiden der benachbarten Elbe führen bei den Tourgästen oft zu Aha-Erlebnissen. Und in den letzten 25 Jahren hat die Weltraumforschung eine Unmenge an interessantem Detailwissen über unsere Nachbarplaneten und ihre verschiedenartigsten Monde erbracht, das bei den Führungen immer wieder große Aufmerksamkeit und ungläubiges Erstaunen verursacht.“

25 Jahre Planetenlehrpfad sind damit nicht nur ein Grund zurückzublicken. Sie zeigen auch, dass eine Idee Bestand haben kann, wenn Menschen bereit sind, sie gemeinsam umzusetzen und über viele Jahre weiterzutragen. Vielleicht lässt sich die Bedeutung des Lehrpfades deshalb am besten mit einem Satz beschreiben, der in Wedel längst zum geflügelten Wort geworden ist: „Wir treffen uns an der Sonne.“

Historie 25 Jahre Planetenlehrpfad

Einblicke von Volker König

Das Ehepaar König vor dem Sonnenmodell

Am 29. August 2001 wurde der Wedeler Planetenlehrpfad feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Auf 6 km Länge am Deich von Wedel nach Hetlingen sind an 10 Stationen die Planeten unseres Sonnensystems im Maßstab 1:1.000.000.000 (1:1 Milliarde) zu betrachten und zu ertasten. Die Idee dazu brachten Volker und Marie-Luise König 1999 von einer Tagung über taktile Medien aus Freital bei Dresden nach Wedel. Die Deutsche Blindenstudienanstalt, Marburg, hatte dort einen Flyer über einen Planetenlehrpfad in der Lahnstadt ausgelegt. Zurück in Wedel ergab sich die Gelegenheit anlässlich eines Besuches von Leipzigs damaliger Behindertenbeauftragten, Dr. Ingrid Rühlemann, die Idee eines Wedeler Planetenlehrpfades mit Wedels inzwischen verstorbenem Bürgermeister, Diethart Kahlert, im Wedeler Stadtcafe zu erörtern. Zunächst war daran gedacht den Lehrpfad entlang der S-Bahnlinie von Wedel nach Hamburg aufzubauen. Doch Diethart Kahlert regte an, den Lehrpfad am Deich durch das Landschaftsschutzgebiet Wedeler Marsch nach Hetlingen zu führen.

Das Vorhaben wurde im Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss (UBF) vorgestellt und fand einstimmige Zustimmung. Volker König gelang es, die Beschäftigungsgesellschaft Arbeit und Lernen Hamburg (ALH) für die Durchführung der Arbeiten mit ins Boot zu holen. Die Finanzierung sollte durch Spenden und Patenschaften von Planetenstationen realisiert werden. Dazu konnte der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Pinneberg/Steinburg als gemeinnütziger Träger gewonnen werden. Ohne jedes Eigenkapital mussten zunächst die behördlichen Genehmigungen eingeholt werden, weil aus Gründen des Flutschutzes unweit des Deichfußes keine baulichen Einrichtungen gebaut werden durften. Daher war eine Auflage, dass die Planetenstationen im Ernstfall schnell entfernbar sein mussten. Um sie gegen Diebstahl zu schützen, sollten die Edelstahlstützen mit universellen Schlössern gesichert werden, deren Schlüssel bei Rettungskräften hinterlegt werden mussten.

Während im Jahre 2000 von König bei möglichen Sponsoren um Patenschaften für den Planetenlehrpfad geworben wurde, mussten parallel dazu bei ALH Kostenabschätzungen für den Materialeinsatz vorgenommen werden. Die Deutsche Blindenstudienanstalt sicherte die Lieferung der Bronzetafeln der Planetenstationen von einer Glockengießerei in Sinn an der Dill (Hessen) zu. Allein die Kosten dafür sollten 10.000,00 DM betragen. Hinzu kamen die Kosten für die Stahlgestelle, Pflasterarbeiten, Ständer für Informationstafeln, Beschilderungen und den Aufbau der Sonnenkugel. Die Sonne wurde in der Werkstatt bei ALH aufgebaut und so konstruiert, dass sie mit ihrem Gewicht von ca. 800 kg noch gerade von einem bei ALH zur Verfügung stehenden Krahn transportiert und von Hamburg-Barmbek nach Wedel gebracht werden konnte. Der Wedeler Grafiker Nikolaus Roth entwarf die Stellwände für die Station Erde sowie an den Zugängen zum Planetenlehrpfad.


Mit dem Projektfortschritt bereitete der Kostenhochlauf Volker König manch schlaflose Nacht. Insgesamt 66.000,-- DM sollte das Projekt kosten. Die Planetenstationen von der Sonne bis zum Mars fanden relativ schnell Förderer, wie das Hamburger Druck- und Verlagshaus Gruner u. Jahr, den Hamburger Unternehmensberater Dr. Wolfgang Hars, den Pinneberger Zahnarzt Dr. Bernhard Schiebler, den Hamburger Yachtversicherer Pantaenius. Anlässlich ihres Firmenjubiläums spendeten einige Mitarbeiter von STN Atlas Elektronik, Wedel/Bremen, die Mittel für den Planet Uranus am Fährmannssand und das Schleswig-Holsteinische Hörmagazin „Der Ohrring“ aus Flensburg finanzierte den Jupiter. Der Rotary-Club Wedel führte mit seinen Mitgliedern eine Spendenaktion durch, um die Sonnenstation fördern zu können. Für weitere Stationen beantragte der Arbeiter-Samariter-Bund die notwendigen Mittel bei der Bingo-Lotterie in Hannover. Die Stadt Wedel legte parallel zur Deichverteidigungslinie einen Gehweg aus Grant an, sodass auch Rollstuhlfahrer die Planetenstationen mit ihren Bronzetafeln in Greifhöhe anfahren und die Erläuterungstexte in Braille- und erhabener Normalschrift lesen und ertasten können.

Rückblickend auf 25 Jahre Planetenlehrpfad ist festzustellen, dass er seinen Initiatoren nicht nur Freude bereitet hat. Durch Vandalismus und Witterungseinflüsse war es teilweise sehr aufwendig, Planetenstationen, Stellwände und die Sonnenkugel von Sprayfarben und Edding zu reinigen. Mehr als einmal wurde die Sonnenkugel mit Beton bekleckert oder mit spitzen Gegenständen attackiert. Ebenso wurde versucht, Planetenstationen aus ihrer Verankerung zu reißen. Während das Ehepaar König und der Wedeler Lutz Winkel insgesamt 12 Jahre lang den Planetenpfad – so gut es mit relativ geringen Eigenmitteln ging – zu pflegen, wurde der Lehrpfad 2013 vom Arbeiter-Samariter-Bund der Stadt Wedel übereignet. Durch eine Sperrklausel im Zuwendungsbescheid der Bingo-Lotterie, konnte diese Übereignung allerdings erst durch eine Aufhebung durch das Umweltministerium in Schleswig-Holstein erfolgen. Wedel-Marketing bietet seither geführte Radtouren mit dem Astrophysiker Dr. Stephan Bakan an, während das Gebäudemanagement der Stadt Wedel für den Erhalt des Planetenlehrpfades zuständig ist. Es gibt in Deutschland viele Planetenlehrpfade, doch der Wedeler gilt als einer der landschaftlich Schönsten und lockt viele Besucher selbst aus fernen Regionen an. Gelegentlich hört man, wenn Jugendliche sich verabreden: „Wir treffen uns an der Sonne“. Hoffen wir also, dass der Planetenlehrpfad noch möglichst lange erhalten bleibt(!).

Dr. Stephan Bakan

Physiker, Klimaforscher und Hobbyastronom

Dr. Stephan Bakan an der Info-Tafel bei der "Erde".

Die Führungen an den besagten Wochenenden unterscheiden sich wie folgt: Am Samstag führt Sie Dr. Stephan Bakan ab 10 Uhr vom Treffpunkt bei der Sonne an der Ecke Schulauer- und Deichstraße bei einer gemütlichen Wanderung in ca. 2 Stunden bis zum Ringplaneten Saturn. Am Sonntag geht es dann ab 14 Uhr (Achtung: Ggf. abweichende Startzeit bei Sondertouren) in einer Fahrradtour von der Sonne bis zum Kleinplaneten Pluto, der sich in 6 km Entfernung am äußersten Rand unseres maßstäblich verkleinerten Sonnensystems befindet. Mit mehreren kleinen Stopps auch zwischen den Planetenmodellen bekommen Sie durch Herrn Dr. Bakans Expertise ein Gefühl dafür, wo Sie sich gerade auf der Reise durchs All befinden und bekommen weitere Hintergrundinfos auch zu aktuellen Konstellationen am Himmel über Wedel.

Einfach hinkommen und die unglaublichen Dimensionen des Weltraums mit vielen phantastischen Details erleben. Um einen freiwilligen Beitrag von 5 Euro wird gebeten.

Der Planetenlehrpfad im Detail

Auf knapp sechs Kilometern Länge reihen sich im Entfernungs- und Größenmaßstab 1:1000 000 000 (Milliarde) zehn Planeten­modelle aneinander, alle versehen mit optischen und taktilen Übersichts­plänen. Somit wird auch den Menschen mit Seh­behinderungen der Zugang zu den Informationen ermöglicht.

Der Planetenlehrpfad entstand als erster seiner Art in Schleswig-Holstein und Hamburg als ABM-Projekt der Beschäftigungs­gesellschaft Arbeit und Lernen Hamburg (ALH) und ist eine Aktion zur Förderung des Tourismus für Behinderte.

Initiiert und koordiniert wurde das Projekt von dem blinden Wedeler Dipl.-Ing. Volker König für den Projektträger ASB Regional­verband Pinneberg/Steinburg.

Als Vorbild diente ein Planeten­lehrpfad der Carl-Strehl-Schule in Marburg, die das Wedeler Projekt beratend unterstützte.

Führungen und Sondertermine

Mit Dr. Stephan Bakan (Physiker, Klimaforscher und Hobbyastronom) erforschen Sie unser Sonnensystem auf dem Planetenlehrpfad am Deich. Zu Fuß wandern Sie vom Treffpunkt bei der Sonne an der Ecke Schulauer- und Deichstraße bis zum 1,5km entfernten Saturn oder Sie reisen auf der zwei bis drei Stunden dauernden und 12km langen Radtour von der Sonne bis zum Pluto und zurück und erkunden ganz nebenbei noch Wedels Paradies für Wasservögel rund um die NABU Vogelstation.

Für Gruppen von maximal 15 Personen lassen sich auch Sondertermine über die Wedel Marketing-Geschäftsstelle vereinbaren.

Anfragen für Sondertermine, Touren und Führungen:
alexander.froeschke(at)wedelmarketing.de oder 04103 - 707 709